
Nichts Neues aus dem Hause McFadden…
Über die Ähnlichkeit zwischen „Die Ehefrau“ von Freida Mcfadden und anderen Büchern, allen voran „Verity“ von Colleen Hoover, ist ja schon vielfach diskutiert worden. Ich habe „Verity“ nicht gelesen, wohl aber „Hope´s End“ von Riley Sager – und dieses Buch habe ich geliebt. Auch zu „Hope´s End“ kann man durchaus Parallelen ziehen, und diesen Thriller von Riley Sager habe ich wirklich geliebt. Damit hatte „Die Ehefrau“ also grundsätzlich schon keinen ganz leichten Start bei mir, aber lesen wollte ich es dennoch.
Die Bücher von Freida McFadden lesen sich ja immer gut weg, ohne einen zu sehr zu fordern – also habe ich mich auch auf dieses eingelassen. Die Story ist schnell zusammengefasst – Sylvia Robinson, aus deren Sicht das Buch erzählt wird, will eigentlich zu einem Vorstellungsgespräch, als es zu einem Zwischenfall kommt. Sie ist frisch getrennt und braucht dringend Arbeit. Durch diesen Zufall lernt sie Adam Barnett kennen, der jemanden sucht, den er anstellen kann. Und zwar für seine Frau Victoria, die durch einen Sturz von der Treppe ein Pflegefall ist, sich kaum bewegen und so gut wie gar nicht sprechen kann. Sylvia nimmt den Job an – nicht wissend, was ihr Victorias Tagebuch, das sie findet, offenbaren wird.
Wir lesen „Die Ehefrau“ aus Sylvias Ich-Perspektive, aber, nachdem Sylvia es gefunden hat, auch immer wieder Ausschnitte aus Victorias Tagebuch. So erfahren wir LeserInnen (ebenso wie Sylvia) wie Victoria, die früher Krankenschwester war, Adam in der Notaufnahme kennengelernt und wie sich ihre Beziehung entwickelt hat. Gleichzeitig arbeitet sich Sylvia in der Jetzt-Zeit in die Arbeit mit Victoria ein. Neben ihr sind auch noch die unfreundliche Pflegerin Eva und die junge Reinigungskraft Maggie im Haus, um sich um alles mögliche zu kümmern.
Besonders Eva ist einem von Anfang an unsympathisch, während Maggie fast zu fröhlich für die traurigen Umstände wirkt – denn schließlich kann Victoria so gut wie gar nichts, nicht alleine essen, nicht wirklich kommunizieren… Doch sie schafft es. Sylvia auf das genannte Tagebuch aufmerksam zu machen, und je weiter Sylvia liest, desto misstrauischer wird sie. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Mit Adam, mit den Medikamenten, die Victoria bekommt, mit Eva, vielleicht sogar mit dem Sturz von der Treppe.
Wie man es von Freida McFadden kennt, traut man keinem in dieser Geschichte und wartet auf den berühmten Plottwist. Der kommt auch – und nicht nur einer, aber auch daran haben wir uns inzwischen ja gewöhnt. Das klingt jetzt negativer, als es ich es meine – insgesamt liest sich auch dieser Thriller wieder gut weg. Allerdings sind einige Dinge doch sehr vorhersagbar und in meinen Augen reicht das Ganze auch bei Weitem nicht an „Hope´s End“ heran. Oder an „Das Signal“ von Ursula Poznanski, denn auch zu diesem Buch gibt es ja durchaus Parallelen. Was es ein bisschen rettet, ist das Ende, denn da schließt sich ein bisschen der Kreis (und das hat mir tatsächlich gefallen).
Insgesamt ist „Die Ehefrau“ aber kein Buch, das irgendwie herausragend ist oder das ich unbedingt empfehlen würde. Es ist tatsächlich in diesem Fall sehr viel von dem, was man von dieser Autorin schon kennt. Ich hoffe dann mal auf „Die Psychiaterin“, das am 15.07.2026 erscheint, und das vielen, die es auf Englisch schon gelesen haben, gut gefallen hat.
Insgesamt vergebe ich für „Die Ehefrau“ (überwiegend für den guten Leseflow und das Ende)
🐀🐀 2/5 Leseratten
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Heyne




























