2479: Lia Middleton – Was sie immer wusste

Ein starker Thriller mit ambivalenten Charakteren – aber einem unpassenden Klappentext!

Ich habe Lia Middletons ersten Thriller „Confession Room“ nicht gelesen, aber einige begeisterte Meinungen dazu gelesen. Der Plot von „Was sie immer wusste“ klang vielversprechend: Harry ist mit Piera verheiratet,  eine Traumehe. Sie ist Staatsanwältin und nach der Geburt ihrer kleinen Tochter in Elternzeit, Harry kist gerade zum Kronanwalt aufgestiegen und muss sich beweisen. Der erste Fall, den er bekommt, bietet genau diese Chance: Er soll Francis Joseph (genannt Frank) verteidigen, der für den Mord an seiner Frau angeklagt wird. Dieser Fall kann seine neugewonnene Position festigen – oder ihn direkt wieder aus dieser herauskatapultieren. Zudem wird ihm der Fall (viel zu) kurzfristig und auf Wunsch des Angeklagten übergeben. Der Druck ist also groß, und Harry tut alles, um einen Freispruch zu erwirken. Doch nach dem Ende des Prozesses wird Frank ermordet, und auch Piera verhält sich merkwürdig.   

Für mich ist „Was sie immer wusste“ leider ein Fall von „Klappentext-Fail“. Denn dieser verrät in meinen Augen zuviel, was man im Verlauf der Geschichte eigentlich selbst merkt und herausliest (und dabei geht es nicht um den Mord an Frank). Nichtsdestotrotz, wenn ich vom Klappentext mal absehe: 

Das Buch wird in drei Teilen erzählt, beginnend mit „Der Ehemann“ und somit aus Harrys Perspektive. Er bekommt Frank als Klienten und muss sich schnell und intensiv mit ihm und seinem Fall auseinandersetzen. Dabei tauchen wir mit ihm tief ein in und erleben die Vorbereitung und auch den Prozess selbst. Dabei weiß er selbst nicht so wirklich, was er glaubt: Ist Frank undschuldig? Der behauptet nämlich ausgerechnet, dass nicht er seine Frau getötet hat, sondern sie sich selbst – was angesichts der Umstände des Todes von Linda sehr unwahrscheinlich aussieht. Harry hat keinen leichten Fall, keine leichte Position und auch keine einfache Gegnerin, denn die Anklage wird von einer sehr erfahrenen Kronanwältin vertreten. In diesem Teil wurde mir als LeserIn sehr deutlich, wie wichtig im britischen Rechtssystem die Rolle der Geschworenen ist und wie die Anklage und die Verteidigung darum kämpfen, diese von der Schuld bzw. Unschuld des Angeklagten zu überzeugen – mit allen Mitteln!

Schon in diesem ersten Teil merkt Harry (und wir mit ihm), dass seine Frau Pietra nicht nur unzufrieden ist, nicht zu arbeite, sondern sich auch seltsam verhält. Er ertappt sie sogar bei einer Lüge, schafft es aber in all dem Stress nicht, ein klärendes Gespräch zu führen – und weiß immer weniger, woran er bei Pietra ist. Im zweiten Teil springen wir dann zu ihr – „Die Ehefrau“ – und erleben einen Teil des schon Gelesenen nochmal durch ihre Augen und dann den Fortgang der Story, bevor im letzten Abschnitt „Das Paar“ dann alles zusammengeführt wird.

Eins ist klar: Jeder in diesem Buch hat Geheimnisse und man kann niemandem trauen. Natürlich weiß man (Klappentext sei Dank…) schon eine Sache, allerdings steckt noch einiges mehr dahinter, was immer nur angedeutet wird und bei dem man versucht, die Wahrheit herauszufinden. Gar nicht so einfach – denn keiner der Charaktere in diesem Buch ist eindeutig nur gut oder eindeutig nicht gut. Im Gegenteil: Ich bin immer wieder mit meiner Meinung über und meinem Empfinden zu den verschiedenen Figuren gesprungen, je nachdem, welche Entwicklung die Geschichte nimmt. Das hat mir richtig gut gefallen und ich finde daher die beiden Teile des Klappentextes, die in meinen Augen Spoiler sind, echt schade, weil zwei einschneidenden Momenten im Buch den Effekt nehmen. Ich glaube, ohne das wäre das Buch eine 5 von 5 gewesen.

So gibt es für „Was sie immer wusste“ aber gute

🐀🐀🐀🐀 4/5 Leseratten

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Piper

2467: Freida McFadden – Die Ehefrau

Nichts Neues aus dem Hause McFadden…

Über die Ähnlichkeit zwischen „Die Ehefrau“ von Freida Mcfadden und anderen Büchern, allen voran „Verity“ von Colleen Hoover, ist ja schon vielfach diskutiert worden. Ich habe „Verity“ nicht gelesen, wohl aber „Hope´s End“ von Riley Sager – und dieses Buch habe ich geliebt. Auch zu „Hope´s End“ kann man durchaus Parallelen ziehen, und diesen Thriller von Riley Sager habe ich wirklich geliebt. Damit hatte „Die Ehefrau“ also grundsätzlich schon keinen ganz leichten Start bei mir, aber lesen wollte ich es dennoch.

Die Bücher von Freida McFadden lesen sich ja immer gut weg, ohne einen zu sehr zu fordern – also habe ich mich auch auf dieses eingelassen. Die Story ist schnell zusammengefasst – Sylvia Robinson, aus deren Sicht das Buch erzählt wird, will eigentlich zu einem Vorstellungsgespräch, als es zu einem Zwischenfall kommt. Sie ist frisch getrennt und braucht dringend Arbeit. Durch diesen Zufall lernt sie Adam Barnett kennen, der jemanden sucht, den er anstellen kann. Und zwar für seine Frau Victoria, die durch einen Sturz von der Treppe ein Pflegefall ist, sich kaum bewegen und so gut wie gar nicht sprechen kann. Sylvia nimmt den Job an – nicht wissend, was ihr Victorias Tagebuch, das sie findet, offenbaren wird.  

Wir lesen „Die Ehefrau“ aus Sylvias Ich-Perspektive, aber, nachdem Sylvia es gefunden hat, auch immer wieder Ausschnitte aus Victorias Tagebuch. So erfahren wir LeserInnen (ebenso wie Sylvia) wie Victoria, die früher Krankenschwester war, Adam in der Notaufnahme kennengelernt und wie sich ihre Beziehung entwickelt hat. Gleichzeitig arbeitet sich Sylvia in der Jetzt-Zeit in die Arbeit mit Victoria ein. Neben ihr sind auch noch die unfreundliche Pflegerin Eva und die junge Reinigungskraft Maggie im Haus, um sich um alles mögliche zu kümmern.

Besonders Eva ist einem von Anfang an unsympathisch, während Maggie fast zu fröhlich für die traurigen Umstände wirkt – denn schließlich kann Victoria so gut wie gar nichts, nicht alleine essen, nicht wirklich kommunizieren… Doch sie schafft es. Sylvia auf das genannte Tagebuch aufmerksam zu machen, und je weiter Sylvia liest, desto misstrauischer wird sie. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Mit Adam, mit den Medikamenten, die Victoria bekommt, mit Eva, vielleicht sogar mit dem Sturz von der Treppe.

Wie man es von Freida McFadden kennt, traut man keinem in dieser Geschichte und wartet auf den berühmten Plottwist. Der kommt auch – und nicht nur einer, aber auch daran haben wir uns inzwischen ja gewöhnt. Das klingt jetzt negativer, als es ich es meine – insgesamt liest sich auch dieser Thriller wieder gut weg. Allerdings sind einige Dinge doch sehr vorhersagbar und in meinen Augen reicht das Ganze auch bei Weitem nicht an „Hope´s End“ heran. Oder an „Das Signal“ von Ursula Poznanski, denn auch zu diesem Buch gibt es ja durchaus Parallelen. Was es ein bisschen rettet, ist das Ende, denn da schließt sich ein bisschen der Kreis (und das hat mir tatsächlich gefallen).

Insgesamt ist „Die Ehefrau“ aber kein Buch, das irgendwie herausragend ist oder das ich unbedingt empfehlen würde. Es ist tatsächlich in diesem Fall sehr viel von dem, was man von dieser Autorin schon kennt. Ich hoffe dann mal auf „Die Psychiaterin“, das am 15.07.2026 erscheint, und das vielen, die es auf Englisch schon gelesen haben, gut gefallen hat.

Insgesamt vergebe ich für „Die Ehefrau“ (überwiegend für den guten Leseflow und das Ende)

🐀🐀 2/5 Leseratten

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Heyne

2455: Freida McFadden – Der Freund

Spannender Thriller oder Plottwists aus der Hölle?

An den Thrillern von Freida McFadden scheiden sich ja die Geister, und auch ich fand einige Bücher gut und andere sehr gurkig (Millie Teil 2 und 3 lassen grüßen). Dennoch schreibt Freida McFadden in meinen Augen grundsätzlich sogerzeugend, und ich gebe ihren Büchern eigentlich fast immer eine Chance.

In „Der Freund“ will Ich-Erzählerin Sydney endlich Mr. Right kennenlernen. Stattdessen hat sie ein misslungenes Date mit Kevin, der nicht nur anders aussieht als auf seinem Bild in der App, sondern sich auch noch als echter Unsympath entpuppt. Und: Er gibt trotz eines klaren „Nein“ nicht auf. Nachdem Sydneys Freundin Bonnie ihr beigestanden hat, um ihn loszuwerden, wird sie ermordet. Steckt am Ende Kevin dahinter? Oder der mysteriöse Arzt, den Bonnie selbst gedatet hatte? Oder etwas ganz anderes?

Freida McFadden präsentiert ihren LeserInnen eine ganze Reihe schwer durchschaubarer Figuren, die man eigentlich alle verdächtigen könnte… Heyne

2446: Tina N. Martin – Sturmschreie

Nach dem 3. Teil mit Idun Lind und Calle Brand habe ich gleich den 4. gelesen – der sich um die Themen Flucht, Vertreibung und Geflüchtetenpolitik dreht. Ein junger Mann wird erschossen in einem Fluss gefunden. Er war Bewohner eines Abschiebelagers und hatte eigentlich eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Während Idun und Calle nach den Hintergründen der Tat suchen, verschwindet ein weiterer Bewohner des Lagers – und die beiden kommen einer grausamen Wahrheit auf die Spur… blanvalet

2445: Tina N. Martin – Schattenschwester

Im dritten Band der Reihe um Ermittlerin Idun Lind verwebt Tina N. Martin erneut gekonnt mehrere Erzählstränge zu einer sehr spannenden und außerdem dramatischen Geschichte. Im Mittelpunkt steht das Thema Familie in vielfacher Hinsicht – nicht nur, weil die Tote, die von einem Kirchturm stürzt, Iduns Cousine ist. Als die Ermittlungen Idun und Calle zu einem Kinderheim führen, offenbaren sich nicht nur die Schicksale von Elivira und anderer junger Menschen, sondern auch die Tatsache, dass ein weiteres Mädchen nach Elvira aus dem Kinderheim verschwunden ist… blanvalet

2440: Melanie Metzenthin – Die Psychoanalytikerin

Vera ist Psychoanalytikerin – was zu der damaligen Zeit (um 1920) alles andere als einfach war. Sie hat die Praxis ihres verstorbenen Mannes übernommen und betreut einige KlientInnen und Kriegsveteranen -doch dann kommt es zu einem Todesfall unter ihren Klienten, und dann verschwindet ein Angehöriger einer ihrer Patientinnen. Zunächst noch skeptisch angesichts der Schweigepflicht, arbeitet Vera dann doch mit Kommissar Bender zusammen. Und den beiden offenbart sich eine ebenso tragische wie verwickelte Geschichte… Heyne

2436: Axel Petermann & Petra Mattfeldt – Im Kopf des Bösen. Der Happy Face Killer

Auch im 3. Band der „Im Kopf des Bösen“-Reihe verbinden Erfolgsautorin Petra Mattfeldt und der Fachmann für operative Fallanalyse, Axel Petermann, True-Crime-Fakten mit einer spannenden Story und ihren beiden Protagonisten Sophie Kaiser und Leonhard Michels. Besonders Sophie, die sich im Autismus-Spektrum befindet, ist den Fans der Reihe ans Herz gewachsen. Können die beiden den Serientäter stoppen? Maximum Verlags GmbH

2427: Bijan Moini – 2033

Ein Buch wie ein Weckruf: In „2033“ erzählt Bijan Moini eine Geschichte, die erschreckend, realistisch und absolut denkbar ist. Eine rechtsgerichtete Partei, der AUFSTAND, stellt die Bundeskanzlerin. Als es einen Anschlag auf die Parteizentrale gibt und die Generalsekretärin Skadi Semmerich der einzigen Oppositionspartei REFORM verdächtigt wird, steht die Demokratie auf der Kippe: Wird Semmerich verurteilt, könnte die REFORM verboten werden und der AUFSTAND könnte uneingeschränkt regieren. Marie Wigand, eine junge Anwältin, stellt sich mit ihrer Chefin Ava der Aufgabe, diese schwierige Verteidigung zu übernehmen… Atrium bei Politycki & Partner

2419: Freida Mc Fadden – Der Lehrer

Freida McFaddens Thriller spalten die Fans dieses Genres – die einen finden sie genial, die anderen finden, dass die Autorin immer nach dem gleichen Schema schreibt. Wie ich das sehe, hört ihr in der neusten Folge der Krimikiste.
In ihrem neuen Buch „Der Lehrer“ schreibt Freida McFadden auch wieder in Ich-Perspektiven: In denen der Lehrerin Eve und der Schülerin Addie. Erstere ist mit Nate Bennett verheiratet, dem bestaussehendsten Lehrer der Schule. Addie hat letztes Schuljahr einen Skandal an der Schule ausgelöst und leidet immer noch an den Folgen. Jetzt ist Addie in Eves Mathekurs – und in Nates Englischkurs. Ist sie eine Gefahr für ihn oder er für sie? Und was verbirgt Eve? Heyne

2415: Ivar Leon Menger – Der Tower

Jedes Buch von Ivar Leon Menger ist anders als die vorherigen, und er schafft es perfekt, die verschiedenen Szenarien mit atemloser Spannung zu füllen! Kombiniert mit undurchschaubaren Figuren und unvorhersehbaren Twists ist „Der Tower“ somit ein echtes Thriller-Highlight!
In „Der Tower“ zieht Nova in ein hochmodernes Gebäude in Berlin, in der eine KI den Bewohnerinnen und Bewohnern jeden Wunsch erfüllt. Doch schnell bekommt Nova – und auch ich als Leser – das Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmt. Wozu braucht die App zur KI all die Daten? Was ist mit Novas Nachbarn Konrad los? Und wieso starb die vorherige Bewohnerin ihrer schicken Wohnung? dtv

2389: Freida McFadden – Die Kollegin

Nachdem mich Band 2 und 3 der Housemaid-Reihe wenig begeistern konnten, habe ich Freida McFadden mit „Die Kollegin“ eine neue Chance gegeben. Hier könnte ihr hören, ob sich das gelohnt hat!
Dawn Schiff ist eine strange Person, sehr eigenwillig und überkorrekt. Doch jetzt ist sie verschwunden, und Natalie, die Dawn aus dem Büro kennt, wundert sich sehr. Natalie beginnt, Dawn zu suchen, doch nichts ist wirklich so, wie es auf den ersten Blick scheint… Heyne

2386: Johanna Mo – Dämmersee

Mit „Dämmersee“ schließt Autorin Johanna Mo ihre Hanna-Duncker-Reihe ab und lässt ihre LeserInnen auch die letzten Details aus dem Fall um Hannas Vater erleben! Ein Muss für alle Fans schwedischer Kriminalromane und dieser Reihe.
Erneut erzählt sie gekonnt auf zwei Zeitebenen (im „Jetzt“ und „Der letzte Tag“ einen spannenden Kriminalfall, bei dem Ove, Hannas früherer Kollege, Mentor und Freund brutal ermordet wird. Hanna setzt alles daran, seinen Mörder und die Wahrheit hinter dieser Tat aufzudecken. Heyne

2383: Liza Marklund – Der Polarkreis

Als kurz vor Weihnachten 2019 bei Bauarbeiten an einer Brücke in deren Fundament eine Leiche gefunden wird, ist für die Bewohner der schwedischen Kleinstadt schnell klar: Das muss Sofia sein, die im August 1980 verschwunden ist. Sofia war Mitglied im Buchklub „Polarkreis“ – mit vier anderen Mädchen. Der Fund der Leiche wirft Fragen auf: Was ist damals passiert? Hat Sofias Verschwinden und ihr Tod mit dem Polarkreis zu tun?
Meisterhaft verwebt Liza Marklund das Geschehen der Vergangenheit mit den Nachforschungen in der Gegenwart. In fünf Abschnitten, anhand von fünf Büchern des Buchklubs, die jeweils von einem der Mädchen ausgewählt wurden, lesen wir von dem was damals passierte und von den Ermittlungen in der Gegenwart, die auf ein nicht zu erwartendes Finale zusteuern. Atrium bei Politycki & Partner

2365: Bella Mackie – What a way to go

Britischer schwarzer Humor vom Feinsten!
Anthony Wistern ist ein Frauenheld, Millionär und…tot. Im Himmel angekommen, soll er das Mysterium darum klären, wie er umgekommen ist, denn so ganz klar sind die Umstände seines Todes nicht. Während er versucht, mehr über seine Todesumstände herauszufinden, bemerkt er außerdem, dass seine Familie sich vor allem für das anstehende Erbe interessiert. Anthonys Hoffnung: Eine True-Crime-Bloggerin, die überzeugt ist, dass Anthony ermordet wurde. Aber was ist ihre eigentliche Absicht…? Heyne

2350: Ivar Leon Menger – Finster

Ein absolutes Jahreshighlight! Ivar Leon Menger ist der Meister der detaillierten und geheimnisvollen Charaktere, der falschen Fährten und der ineinander greifenden Handlungsstränge!
Im Jahr 1986 verschwindet in Katzenbrunn ein 13jähriger Junge. Wieder einmal, denn der „Greifer“ scheint sich ein neues Opfer geholt zu haben. Hans J. Stahl, eigentlich schon außer Dienst stehender Kriminalkommissar, lässt der Fall nicht los. Er kehrt nach Katzenbrunn zurück, um den Greifer zu finden. Doch Katzenbrunn und seine Bewohner sind voller Geheimnisse und Abgründe – und die sind bei weitem nicht alle harmlos… dtv

2332: Axel Petermann & Petra Mattfeldt – Im Kopf des Bösen. Ken und Barbie

Auch im zweiten Band ihrer True-Crime-trifft-Fiktion-Reihe schaffen es Axel Petermann und Petra Mattfeldt, eine hochspannende Story auf Basis eines wahren Hintergrunds meisterhaft, spannend und faszinierend zu erzählen!
Dabei punkten die beiden nicht nur mit der rasanten Story, sondern auch mit den Charakteren. Allen voran fasziniert mich Sophie Kaiser, die sich als Profilerin im Asperger-Autismus-Spektrum befindet und nicht nur ein eidetisches Gedächtnis hat, sondern auch sonst sensibel für besondere Momente und Indizien ist… blanvalet

2315: Freida McFadden – Sie kann dich hören

Millie Calloway ist wieder da – nach dem großen Erfolg von „Wenn sie wüsste“ ist Millie erneut im Namen der Gerechtigkeit unterwegs. Inzwischen hat sie einen Haushaltsjob bei Douglas Garrick, dessen Frau Wendy krank ist und die sich daher eigentlich immer in ihrem Zimmer aufhält. Schnell hat Millie das Gefühl, dass hinter der Fassade der reichen und schönen Garricks irgendetwas gewaltig nicht stimmt. Das ist auch so – allerdings ganz anders, als Millie es zunächst vermutet…
Ob Freida McFadden mit ihrem zweiten „Housemaid“-Buch in meinen Augen an den Erfolg von Band 1 anknüpfen kann, hört ihr in unserer neusten Folge! Heyne

2312: Johanna Mo – Nebelstunde

Der vierte Band aus Johanna Mos Krimireihe aus Schweden bringt die Protagonistin Hanna Duncker mehrfach an ihre Grenzen: Schwanger und mittendrin in der Coronapandemie ist sie mit dem Kopf immer halb im Gerichtsprozess, bei dem die wahren Täter verurteilt und ihr Vater schuldfrei gesprochen werden soll. Als dann die Jugendliebe ihrer ehemaligen NAchbarin Ingrid ermordet wird, beginnt die Suche nach einem Mörder, dessen Motiv lange Zeit unklar bleibt … Heyne

2306: Tina N. Martin – Gewittermann

Verwickelte Hochspannung aus Schweden! Erneut konzipiert Tina N. Martin einen verzwickten und hochspannenden Fall für ihre Figuren, die schon im ersten Band absolut überzeugen konnten!
Der zweite Fall für Idun Lind ist außerdem ziemlich heftig – ein Mann wird mit abgeschnittenem Penis und gefoltert auf dem Eis gefunden. Als die Spur ins Rotlichtmilieu deutet, geht Iduns vorübergehender Partner Tareq ein großes Risiko ein, gemeinsam mit Idun. Doch die Wahrheit ist viel umfassender und grausamer, als die Ermittler und wir Leser zunächst ahnen… blanvalet

2305: Karen M. McManus – The Cousins

Warum lädt die Frau, die ihre Kinder einst alle enterbte, auf einmal ihre Enkel zu sich auf das riesige Anwesen der Story-Familie ein? Das fragen sich sowohl Milly, Aubrey und Jonah als auch ihre Eltern. Gull Cove Island und seine Einwohner bergen so manches Geheimnis, und in diesem Sommer offenbaren sich einige davon.
Wie immer verbindet Karen McManus die Stimmen ihrer Ich-Erzählerinnen und -Erzähler zu einer hochspannenden Story! cbj

2304: Karen M. McManus – Nothing more to tell

Neben „One of us is lying“ ist „Nothing more tot tell“ in meinen Augen das beste Buch von Karen McManus! Hochspannung und eine geniale Story kombiniert mit interessanten Charakteren und einem Geheimnis der Vergangenheit lässt einen dieses Jugendbuch nicht mehr los.
Brynn kehrt in ihren Heimatort zurück und will unbedingt den Mord an einem ihrer Lehrer aufklären. Sie liebt True Crime und macht ein Praktikum in diesem Bereich – was sie aber den anderen nicht verrät, um mehr Informationen zu bekommen. Bis heute ist der Fall von Mr. Larkin ungelöst – und ihr ehemals guter Freund Trip war einer der Jugendlichen, die ihn tot gefunden hatten. Seitdem hat sich einiges geändert – aber wer tötete den beliebten Lehrer wirklich? cbj

2284: Tina N. Martin – Apfelmädchen

Idun Lindt und ihr Kollege Calle Brandt müssen einen bizarren Fall lösen: Eine Lehrerin wurde brutal ermordet und ihre Leiche inszeniert. Als die beiden die Ermittlungen aufnehmen, ahnen sie noch nicht, dass der Fall tief in die Vergangenheit hineinreicht und welche Ausmaße er annehmen wird.
Apfelmädchen ist ein spannender Thriller mit viel Tempo und neugierig machenden Verwicklungen! blanvalet

2280: Freida McFadden – Wenn sie wüsste

Bei einem so gehypten und oft empfohlenen Buch bin ich naturgemäß erstmal skeptisch. Aber dann habe ich es doch gelesen – zum Glück! Denn Freida McFadden erfindet zwar das Rad nicht komplett neu, weiß aber ganz genau, wie sie ihre Leser mitzittern lassen kann. Und nicht nur das – nach der Hälfte des Buchs kommt ein wirklich guter Twist!
Millie kann ihr Glück kaum fassen – sie bekommt einen Traumjob bei Nina und Andrew, sie soll sich um das Haus und ab und zu um ihre Tochter kümmern. Doch kaum hat sie angefangen, wird der Traum zum Albtraum – und Millie weiß kaum, wie ihr geschieht… Heyne

2275: Interview mit Ivar Leon Menger (Braunschweiger Krimifestival)

Wovor hast du Angst? Von Spinnen bis Stalker kann das alles sein, doch Autor Ivar Leon Menger setzt seine Protagonistinnen und Protagonisten einer schleichenden, unheimlichen Angst aus. Mit „Als das Böse kam“ und „Angst“ hat er zwei Spitzen-Thriller geschrieben, die uns Leser unfassbar fesselnd mitreißen! Im Interview hat Ivar mir eine ganze Menge verraten – kleines Intermezzo mit anderen Personen (oder doch einem Stalker…?) inklusive! Vielen Dank für dieses tolle Gespräch!

Link zu „Angst“ beim Verlag
Link zu Homepage von Ivar Leon Menger
Link zu meiner Rezension von „Als das Böse kam“
Link zu meiner Rezension von „Angst“

2272: Interview mit Karen M. McManus (Braunschweiger Krimifestival)

Das diesjährige Braunschweiger Krimifestival wurde von der großartigen Bestsellerautorin Karen M. McManus eröffnet. Bei all ihren Büchern ist Hochspannung garantiert – und ich hatte die tolle Gelegenheit, mit ihr über ihre Figuren, TrueCrime, das Schreiben aus Ich-Perspektiven und vieles mehr zu sprechen. Das Ergebnis hört ihr hier!

Link zur Rezension von „One of us is back“
Link zum Buch (cbj)

2270: Karen M. McManus – One of us is back

Der dritte und abschließende Band der Bayview-Reihe von Karen M. McManus bringt einen alten Bekannten zurück auf den Plan: Jake, der schon im 1. Teil der Reihe eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hat. Band 3 verbindet auch Band 1 und 2 miteinander, denn die Bayview Four sind wieder vor Ort, aber auch Maeve und ihre Freunde mischen ordentlich mit. Denn Jake könnte bald wieder auf freiem Fuß sein, was Addy, Bronwyn und die anderen beunruhigt. Als auf einer Werbetafel auf einmal wieder von einem Spiel die Rede ist und dann eine person verschwindet, scheint Bayview seinem Ruf wieder alle Ehre zu machen… cbj

2269: Karen M. McManus – One of us is next

Nach „One of us is lying“ kommt der/die Nächste dran – in „One of us is next“. Diesmal stehen Maeve, Bronwyns kleine Schwester und die Jugendlichen um sie herum im Mittelpunkt. Ein Wahrheit-oder-Pflicht-Spiel, das an der Highschool umgeht, wird für einen von ihnen zur tödlichen Falle. Doch auch die Bayview Four sind immer wieder Teil der Geschichte!

Auch die Fortsetzung der Trilogie, die auf der Bayview High spielt, liest sich absolut spannend und aus der Sicht verschiedener beteiligter Personen. cbj

2268: Karen M. McManus – One of us is lying

„One of us is lying“ ist nicht umsonst ein echter Jugendbuch-Bestseller! Karen M. McManus schreibt aus der Sicht der Bayview Four – die vier Schüler, die zusammen mit ihrem Mitschüler Simon nachsitzen müssen. Simon ist der Urheber der Klatsch-und-Tratsch-App. Er stirbt während des Nachsitzens, und jeder der vier anderen hat etwas zu verbergen, das Simon hätte aufdecken wollen … cbj

2260: Ivar Leon Menger – Angst

Ivar Leon Menger hat es wieder getan! Sein neuer Thriller „Angst“ reißt einen ab der ersten Seite mit in die Handlung, in der niemand weiß, wem er trauen kann und wem nicht. Mia – angehende Schauspielerin – lernt den wohlhabenden und charismatischen Viktor kennen, doch schon bald fühlt sie sich von ihm auf eine unheimliche Weise bedroht. Die Situation spitzt sich zu, und dann beschließt Mia, das nicht auf sich sitzen zu lassen … dtv

2254: Axel Petermann & Petra Mattfeldt – Im Kopf des Bösen. Der Sandmann

Axel Petermann ist nicht umsonst der deutschlandweit bekannteste Fallanalytiker Deutschlands. In „Im Kopf des Bösen – Der Sandmann“ beweist er in Zusammenarbeit mit Petra Mattfeldt nicht nur sein riesiges Wissensspektrum, sondern auch wieder einmal, dass er gute Storys erzählen kann. Das Buch ist eine Schnittstelle zwischen Thriller und TrueCrime, höchst spannend und mit einem genialen Ermittlerduo: Sophie Kaiser und Leonhard Michels, die den Fall des „Sandmanns“ und einen geheimnisvollen Mord an einer Familie untersuchen. Zwei Fälle, die nicht zusammengehören – oder doch?
Mehr als gelungen ist nämlich auch die Gestaltung der Protagonisten und der anderen Charaktere. Und all das auf Basis einer wahren Kriminalgeschichte! Man möchte mehr von den beiden lesen und ich hoffe sehr, dass es weitere Bücher mit Sophie und Leonhard geben wird. blanvalet