2480: Caroline Seibt – Weil sie lügt

Die WAHRE Queen der unerwarteten Plottwists!

„Weil sie lügt“ ist das erste Buch von Caroline Seibt, das ich lese. Aber es wird definitiv nicht das letzte sein. Auch wenn die Story erstmal nicht nach „das Rad neu erfinden“ klingt, hat mich dieser Thriller voll und ganz mitgerissen! Im Mittelpunkt der Geschichte steht Anna, deren Schwester Juli verschwunden ist. Seitdem trägt Anna mehr als eine Last auf ihren Schultern, wie wir schnell merken. Sie kümmert sich um sich selbst, um ihren kleinen Bruder Leon UND um ihre Mutter, die zu fast nichts mehr in der Lage ist. Ihr Vater sitzt wegen Julis Verschwinden im Gefängnis. Und dann verliert sie auch noch ihren Babysitter-Job bei Familie Westrup, und auch das aufgrund dessen, was ihrer Schwester und ihrer Familie passiert ist. Die Westrups sind das genaue Gegenteil von Annas eigener Familie – sie leben ihr Familienleben mit ihrer kleinen Tochter, sind glücklich und wohlhabend. Anna will unbedingt herausfinden, was mit Juli passiert ist – und das ist gefährlicher, als sie es sich vorstellt.

Wow! Ich sag´s mal so: Freida McFadden kann einpacken! Caroline Seibt hat mit „Weil sie lügt“ einen absolut verwickelten, spannenden, aber auch emotional berührenden Thriller geschrieben. Ob das geht? Und wie! Wir lesen die Geschichte aus Annas Perspektive und durchleben mit ihr den Alltag, den man eigentlich niemandem wünscht: Zwischen der Trauer um den Verlust ihrer Schwester, der Sorge und Bruder und Mutter und der Suche nach der Wahrheit über das, was Juli passiert ist. Wir lesen aber auch aus der Sicht von Ermittlerin Katharina Engels, die der Fall Juli nicht loslässt. Dass er nicht aufklären wurde, nagt an ihr – inzwischen ist sie die leitende Ermittlerin, was wiederum ihrem Kollegen Mark Faber sauer aufstößt. Da bekommt sie einen möglichen Hinweis, der zur Lösung des Falls beitragen könnte. Dem geht sie nach und trifft erneut auf Anna und ihre inzwischen vollkommen kaputte Familie. Aber auch sie selbst ist nicht frei von Problemen.

Damit eröffnet Caroline Seibt ihren LeserInnen eine Story, die vor Indizien, Verdächtigen, Hinweisen zwischen den Zeilen, Spannung UND Emotionalität nur so strotzt. Ich habe mit Anna gelitten und mich gesorgt, versucht, Hinweise zu deuten und Wahrscheinliches von Unwahrscheinlichem zu trennen. Immer wieder habe ich zwischen verschiedenen Annahmen geschwankt, Ideen verworfen und vor allem mit Spannung weitergelesen. Inhaltlich verrate ich euch nichts weiter, denn schließlich müsst ihr diesen Thriller unbedingt lesen!

Neben der spannenden Handlung hat Caroline Seibt aber außerdem eine unfassbar nahegehende, bildliche und oft auch tiefgründige Erzählweise, die mich den Protagonistinnen noch näher gebracht hat, beiden Protagonistinnen. z.B. „Ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll. Also schweige ich. Die Stille reißt den Abgrund zwischen uns noch weiter auf. Kurz nach […] war da bloß ein Riss zwischen uns. Kaum sichtbar. Aber mittlerweile ist der Riss derart breit und tief, dass wir uns nicht mehr erreichen können, egal wie sehr wir uns strecken.“

Für diese Meisterleistung bekommt „Weil sie lügt“ verdiente

🐀🐀🐀🐀🐀 5/5 Leseratten

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Droemer

2479: Lia Middleton – Was sie immer wusste

Ein starker Thriller mit ambivalenten Charakteren – aber einem unpassenden Klappentext!

Ich habe Lia Middletons ersten Thriller „Confession Room“ nicht gelesen, aber einige begeisterte Meinungen dazu gelesen. Der Plot von „Was sie immer wusste“ klang vielversprechend: Harry ist mit Piera verheiratet,  eine Traumehe. Sie ist Staatsanwältin und nach der Geburt ihrer kleinen Tochter in Elternzeit, Harry kist gerade zum Kronanwalt aufgestiegen und muss sich beweisen. Der erste Fall, den er bekommt, bietet genau diese Chance: Er soll Francis Joseph (genannt Frank) verteidigen, der für den Mord an seiner Frau angeklagt wird. Dieser Fall kann seine neugewonnene Position festigen – oder ihn direkt wieder aus dieser herauskatapultieren. Zudem wird ihm der Fall (viel zu) kurzfristig und auf Wunsch des Angeklagten übergeben. Der Druck ist also groß, und Harry tut alles, um einen Freispruch zu erwirken. Doch nach dem Ende des Prozesses wird Frank ermordet, und auch Piera verhält sich merkwürdig.   

Für mich ist „Was sie immer wusste“ leider ein Fall von „Klappentext-Fail“. Denn dieser verrät in meinen Augen zuviel, was man im Verlauf der Geschichte eigentlich selbst merkt und herausliest (und dabei geht es nicht um den Mord an Frank). Nichtsdestotrotz, wenn ich vom Klappentext mal absehe: 

Das Buch wird in drei Teilen erzählt, beginnend mit „Der Ehemann“ und somit aus Harrys Perspektive. Er bekommt Frank als Klienten und muss sich schnell und intensiv mit ihm und seinem Fall auseinandersetzen. Dabei tauchen wir mit ihm tief ein in und erleben die Vorbereitung und auch den Prozess selbst. Dabei weiß er selbst nicht so wirklich, was er glaubt: Ist Frank undschuldig? Der behauptet nämlich ausgerechnet, dass nicht er seine Frau getötet hat, sondern sie sich selbst – was angesichts der Umstände des Todes von Linda sehr unwahrscheinlich aussieht. Harry hat keinen leichten Fall, keine leichte Position und auch keine einfache Gegnerin, denn die Anklage wird von einer sehr erfahrenen Kronanwältin vertreten. In diesem Teil wurde mir als LeserIn sehr deutlich, wie wichtig im britischen Rechtssystem die Rolle der Geschworenen ist und wie die Anklage und die Verteidigung darum kämpfen, diese von der Schuld bzw. Unschuld des Angeklagten zu überzeugen – mit allen Mitteln!

Schon in diesem ersten Teil merkt Harry (und wir mit ihm), dass seine Frau Pietra nicht nur unzufrieden ist, nicht zu arbeite, sondern sich auch seltsam verhält. Er ertappt sie sogar bei einer Lüge, schafft es aber in all dem Stress nicht, ein klärendes Gespräch zu führen – und weiß immer weniger, woran er bei Pietra ist. Im zweiten Teil springen wir dann zu ihr – „Die Ehefrau“ – und erleben einen Teil des schon Gelesenen nochmal durch ihre Augen und dann den Fortgang der Story, bevor im letzten Abschnitt „Das Paar“ dann alles zusammengeführt wird.

Eins ist klar: Jeder in diesem Buch hat Geheimnisse und man kann niemandem trauen. Natürlich weiß man (Klappentext sei Dank…) schon eine Sache, allerdings steckt noch einiges mehr dahinter, was immer nur angedeutet wird und bei dem man versucht, die Wahrheit herauszufinden. Gar nicht so einfach – denn keiner der Charaktere in diesem Buch ist eindeutig nur gut oder eindeutig nicht gut. Im Gegenteil: Ich bin immer wieder mit meiner Meinung über und meinem Empfinden zu den verschiedenen Figuren gesprungen, je nachdem, welche Entwicklung die Geschichte nimmt. Das hat mir richtig gut gefallen und ich finde daher die beiden Teile des Klappentextes, die in meinen Augen Spoiler sind, echt schade, weil zwei einschneidenden Momenten im Buch den Effekt nehmen. Ich glaube, ohne das wäre das Buch eine 5 von 5 gewesen.

So gibt es für „Was sie immer wusste“ aber gute

🐀🐀🐀🐀 4/5 Leseratten

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Piper

2469: Alice Feeney – Nebelinsel

Alice Feeney – für mich immer eine sichere Nummer für spannende Lesestunden!

Im Mittelpunkt von Alice Feeneys neuem Thriller steht der Autor und Ich-Erzähler Grady Green, für den sich ein Traum erfüllt: Mit seinem ersten Buch landet er auf der Bestsellerliste der New York Times. Doch als ein Anruf ihn genau darüber informiert, ist seine Frau Abby zu seiner Enttäuschung nicht zuhause, obwohl sie eigentlich da sein wollte. Viel beunruhigender ist aber, dass Abby, die als Enthüllungsjournalistin arbeitet, ihm bei seinem Anrufmitteilt, sie sei unterwegs und eine Frau läge auf der Straße. Grady warnt sie, nicht auszusteigen – doch als er dann zu der Stelle fährt, an der sich Abby gerade befunden haben muss, steht dort nur noch ihr verlassenes Auto. Die Polizei beendet die Suche irgendwann ergebnislos, und mit Grady geht es steil bergab.

Er wohnt in einem abgerockten Hotel und hat immer noch kein zweites Buch geschrieben. Seine Agentin Kitty, gleichzeitig Patentante seiner Frau Abby, macht ihm klar, dass der Verleger wegen Nichterfüllung des Vertrags über zwei Bücher seinen Vorschuss zurück haben wollen wird- doch Grady will unbedingt ein zweites Buch schreiben. Kitty schlägt ihm vor, auf einer kleinen Insel namens Amberly in der Schreibhütte eines ehemaligen Autoren zurückgezogen zu schreiben. Grady willigt ein, auch wenn der Gedanke, nach Schottland zu gehen, ihm erstmal nicht so richtig behagt – doch welche andere Möglichkeit hat er in seiner Situation?

Und dann geht es erst richtig los: Charles Whittaker, dem die Hütte ursprünglich gehörte, ist in dieser verstorben. Grady findet nicht nur eine Menge Staub, sondern auch ein Dokument, anscheinend ein unveröffentlichtes Buch von Whittaker, UND Grady sieht eine Frau, die genau so aussieht wie Abby. Irgendwas scheint auf der Insel seltsam zu sein… und auch die Bewohnerinnen wirken speziell. Gleichzeitig lesen wir immer wieder aus der Ich-Perspektive von Abby, eine Woche vor ihrem Verschwinden, und auch da kommen Fragen auf. 

Alice Feeney hat in meinen Augen Thriller mit Hochspannung echt drauf. Da wir die Geschichte aus Gradys Sicht lesen, folgen wir ihm natürlich in seinen Beobachtungen, Überlegungen und Gefühlen. Und die sind – alle miteinander – sehr wechselhaft, denn einerseits hat er das Problem, ein Buch schreiben zu müssen, aber der Verlust seiner Frau bringt ihn ebenso aus der Fassung wie die teilweise unheimlichen Geschehnisse auf Amberly.

Mit Grady habe ich mitüberlegt, Theorien entworfen, was passiert sein könnte, sowohl mit Abby als auch mit dieser merkwürdigen Insel; ich habe überlegt, was eine Rolle gespielt haben könnte, ob Abby vielleicht als Enthüllungsjournalistin einer Sache auf die Spur gekommen ist, die ihr gefährlich wurde, oder ob ihr etweas ganz anderes widerfahren ist.

Grady war mir als Charakter weder besonders sympathisch noch besonders unsympathisch, und auch Abby, so wie man sie kennenlernt, war für mich eher schwer einzuschätzen. Die Einwohnerinnen der Insel sind schon charakterstärker und man fragt sich bei vielen von ihnen, was sie möglicherweise zu verbergen haben.

Die Spannung, die sich aufbaut und für mich durchgehend erhalten blieb, ist allerdings enorm – und mit der Auflösung hätte ich nie im Leben gerechnet, zumal sie gleichzeitig auch eine sehr wichtige und präsente Wahrheit thematisiert. Über die kann ich natürlich weiter nicht viel erzählen, spreche aber für „Nebelinsel“ eine deutliche Leseempfehlung aus!

„Nebelinsel“ bekommt nur einen leichten Abzug aufgrund der teilweise etwas blassen Charaktere und verdient sich somit

🐀🐀🐀🐀,5 4,5/ 5 Leseratten

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Heyne

2467: Freida McFadden – Die Ehefrau

Nichts Neues aus dem Hause McFadden…

Über die Ähnlichkeit zwischen „Die Ehefrau“ von Freida Mcfadden und anderen Büchern, allen voran „Verity“ von Colleen Hoover, ist ja schon vielfach diskutiert worden. Ich habe „Verity“ nicht gelesen, wohl aber „Hope´s End“ von Riley Sager – und dieses Buch habe ich geliebt. Auch zu „Hope´s End“ kann man durchaus Parallelen ziehen, und diesen Thriller von Riley Sager habe ich wirklich geliebt. Damit hatte „Die Ehefrau“ also grundsätzlich schon keinen ganz leichten Start bei mir, aber lesen wollte ich es dennoch.

Die Bücher von Freida McFadden lesen sich ja immer gut weg, ohne einen zu sehr zu fordern – also habe ich mich auch auf dieses eingelassen. Die Story ist schnell zusammengefasst – Sylvia Robinson, aus deren Sicht das Buch erzählt wird, will eigentlich zu einem Vorstellungsgespräch, als es zu einem Zwischenfall kommt. Sie ist frisch getrennt und braucht dringend Arbeit. Durch diesen Zufall lernt sie Adam Barnett kennen, der jemanden sucht, den er anstellen kann. Und zwar für seine Frau Victoria, die durch einen Sturz von der Treppe ein Pflegefall ist, sich kaum bewegen und so gut wie gar nicht sprechen kann. Sylvia nimmt den Job an – nicht wissend, was ihr Victorias Tagebuch, das sie findet, offenbaren wird.  

Wir lesen „Die Ehefrau“ aus Sylvias Ich-Perspektive, aber, nachdem Sylvia es gefunden hat, auch immer wieder Ausschnitte aus Victorias Tagebuch. So erfahren wir LeserInnen (ebenso wie Sylvia) wie Victoria, die früher Krankenschwester war, Adam in der Notaufnahme kennengelernt und wie sich ihre Beziehung entwickelt hat. Gleichzeitig arbeitet sich Sylvia in der Jetzt-Zeit in die Arbeit mit Victoria ein. Neben ihr sind auch noch die unfreundliche Pflegerin Eva und die junge Reinigungskraft Maggie im Haus, um sich um alles mögliche zu kümmern.

Besonders Eva ist einem von Anfang an unsympathisch, während Maggie fast zu fröhlich für die traurigen Umstände wirkt – denn schließlich kann Victoria so gut wie gar nichts, nicht alleine essen, nicht wirklich kommunizieren… Doch sie schafft es. Sylvia auf das genannte Tagebuch aufmerksam zu machen, und je weiter Sylvia liest, desto misstrauischer wird sie. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Mit Adam, mit den Medikamenten, die Victoria bekommt, mit Eva, vielleicht sogar mit dem Sturz von der Treppe.

Wie man es von Freida McFadden kennt, traut man keinem in dieser Geschichte und wartet auf den berühmten Plottwist. Der kommt auch – und nicht nur einer, aber auch daran haben wir uns inzwischen ja gewöhnt. Das klingt jetzt negativer, als es ich es meine – insgesamt liest sich auch dieser Thriller wieder gut weg. Allerdings sind einige Dinge doch sehr vorhersagbar und in meinen Augen reicht das Ganze auch bei Weitem nicht an „Hope´s End“ heran. Oder an „Das Signal“ von Ursula Poznanski, denn auch zu diesem Buch gibt es ja durchaus Parallelen. Was es ein bisschen rettet, ist das Ende, denn da schließt sich ein bisschen der Kreis (und das hat mir tatsächlich gefallen).

Insgesamt ist „Die Ehefrau“ aber kein Buch, das irgendwie herausragend ist oder das ich unbedingt empfehlen würde. Es ist tatsächlich in diesem Fall sehr viel von dem, was man von dieser Autorin schon kennt. Ich hoffe dann mal auf „Die Psychiaterin“, das am 15.07.2026 erscheint, und das vielen, die es auf Englisch schon gelesen haben, gut gefallen hat.

Insgesamt vergebe ich für „Die Ehefrau“ (überwiegend für den guten Leseflow und das Ende)

🐀🐀 2/5 Leseratten

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Heyne

2466: Sven Jacobs – Letzte Stunde Tod

Eine starke Story mit interessanten Charakteren – aber auch ein paar Schwächen.

Vom Buchblogger zum Autor zu werden, ist schon eine krasse Leistung, vor der ich schon vor dem Lesen von Svens Debütthriller meinen Hut gezogen habe. Ich glaube fast jede/r, der/die liest, träumt davon, ein eigenes Buch herauszubringen. Das ist allerdings gar nicht so leicht, immer wieder hört man von der Vielzahl der Einsendungen, die bei Verlagen eingehen, wie oft Ablehnungen kommen usw. Aber Sven hat es geschafft – und ich wollte seinen Thriller natürlich unbedingt lesen! 

Nach dem schon leicht unheimlichen Prolog, in dem wir Protagonist Max kennenlernen, starten wir gleich mitten in die Handlung hinein: Max, ein junger Lehrer am Gymnasium, der auf Männer steht, lebt sein Leben gerne leicht und unabhängig. Er tetilt seine Wohnung mit seinem Kater Balu, trifft sich gerne seinen FreundInnen Amelie und Julian, die gleichzeitig auch KollegInnen sind, und hat manchmal auch Dates – ohne etwas Festes zu wollen. Doch nach genau so einem Treffen ohne weiteren Verpflichtungen kehrt er nochmal in die Wohnung seines Dates zurück, das ihm geschrieben hatte – und findet den jungen Mann grausam ermordet auf. Max selbst wird niedergeschlagen, und damit beginnt eine rasante Abfolge von Ereignissen: Jemand scheint in Max´ Wohnung eingedrungen zu sein, es scheint, als habe er einen Stalker, der mit ihm spielt – und es gibt weitere Vorkommnisse. Wer hat es auf Max abgesehen und warum? 

Sven Jacobs hat mit „Letzte Stunde Tod“ ein richtig gut geplottetes Verwirrspiel mit vielen falschen Fährten und Abgründen geschaffen. Ich habe die ganze Zeit überlegt und mitgedacht und versucht herauszufinden, wer sich verdächtig verhält und ob er oder sie vielleicht dieses irre Spiel mit Max spielt. Eigentlich habe ich zu jeder Zeit immer mindestens eine Person verdächtigt – sogar Max´ Freunde, seine KollegInnen, SchülerInnen und andere.

Gleichzeitig war mir Max als Figur manchmal nicht nahbar genug und blieb ein wenig auf der Oberfläche. So richtig warm geworden bin ich mit ihm leider nicht. Außerdem passiert wirklich sehr viel in „Letzte Stunde Tod“, was mir manchmal schon fast zu viel war. Das trifft leider auch auf das Ende zu – wobei aber das „Ende nach dem Ende“ dann wieder richtig richtig stark ist, finde ich!

Die Rasanz der Geschichte und der Aufbau haben mir also insgesamt richtig gut gefallen, und die kleinen Abstriche machen das Buch keinesfalls schlecht! Für ein Debüt finde ich „Letzte Stunde Tod“ wirklich gelungen und es bekommt

🐀🐀🐀,5 3,5 / 5 Leseratten

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Ullstein

2460: Thomas Knüwer – Giftiger Grund

Meine Meinung zu „Giftiger Grund“ von Thomas Knüwer hört ihr in dieser Folge. Und darum geht es:
Nach dem Prolog – einem Überfall auf eine Tankstelle – springen wir LeserInnen gleich in die Ich-Perspektiven der erst zwei, dann drei ProtagonistInnen. Da ist Charu, die einen Lost-Places-Channel hat und mit ihrem Markenzeichen, der Glitzerkatze, unverwechselbaren Content produziert. Damit ist sie erfolgreich – hat aber durchaus auch Probleme, so wohnt sie z.B. mehr oder weniger in ihrem Auto, wenn sie nicht in der Wohnung ihrer Schwester Tara übernachtet. Und dort ist auch immer wieder der Freund ihrer Schwester, der Charu alles andere als sympathisch ist. Joran ist nach sieben Jahren gerade aus dem Gefängnis entlassen worden, weiß nicht wohin mit sich, kennt vieles nicht, was inzwischen für alle um ihn herum selbstverständlich ist und muss irgendwie wieder auf die Füße kommen. Und es gibt Edda, ein kleines Mädchen, das auf Charus nächtlichen Aufnahmen einer verlassenen Tankstelle auftaucht. Natürlich ist die Frage: Wo kommt sie her und wieso treibt sie sich nachts an solchen Orten herum? Als Joran an ebendieser Tankstelle nach der Beute von vor sieben Jahren sucht, kreuzen sich die Wege der drei. Und es gibt eine Leiche – Joran findet sie, die Leiche eines ehemaligen Komplizen… Droemer

2458: Ursula Poznanski – Das Signal

Nach einem furchtbaren Unfall hat Viola nicht nur mit Schmerzen zu kämpfen, sondern auch mit dem Schock, ein Bein verloren zu haben. Doch ihr Ehemann Adam verhält sich zusätzlich noch äußerst sonderbar. Wieso sollen ihre Freundinnen sie nicht besuchen? Wieso ist Pflegerin Otilia, die Adam für sie organisiert hat, nicht nur streng, sondern geradezu unsympathisch und abweisend? Wieso lässt er einen neuen Weinkeller bauen – ohne Absprache mit ihr? Als Viola beginnt, mit kleinen Trackern heimlich nicht nur Adams und Otilias Wege zu verfolgen, um mehr zu erfahren, stößt sie auf Unstimmigkeiten… Knaur

2439: Uketsu – HEN NA IE Das seltsame Haus

Nach „HEN NA E – Seltsame Bilder“ ist mit „HEN NA IE – Das seltsame Haus“ ein weiteres absolut faszinierendes Buch des japanischen Künstlers, Youtubers und Autors Uketsu erschienen. Eigentlich die erste von ihm geschriebene „Sketch Mystery“, wie es aussieht. Es ist so anders als „Seltsame Bilder“ und gleichzeitig doch nicht – eine faszinierende Fusion von Zeichnungen und Story, die LeserInnen auf ganz andere Art als andere Bücher mitreißt. Warum, hört ihr in Folge 2439! Lübbe

2435: Simon Beckett – Knochenkälte

Das Warten hat ein Ende: Endlich gibt es einen neuen Fall für David Hunter! Diesmal wirft Simon Beckett seinen Protagonisten in eine ziemlich krasse Situation: Da er dummerweise nachmittags statt am nächsten Morgen losgefahren ist, es schon dämmert und das Wetter miserabel ist, strandet Hunter in einem kleinen Ort. Nicht nur, dass die Bewohner ihm gegenüber ziemlich feindselig auftreten – bei einem Spaziergang findet Hunter ein Skelett in einem umgestürzten Baum. Ohne Handynetz, ohne Strom und ohne Unterstützung begibt Hunter sich auf Spurensuche. Und die führt ihn in die Vergangenheit der Gegend und der Dorfbewohner… Rowohlt Wunderlich

2426: Daniel Kohlhaas – Je tiefer der Wald

Wow! Daniel Kohlhaas kann Psychothriller, und wie: Mit Spannung, Atmosphäre und Charakteren, die einen ebenso positiv wie negativ berühren können! Vor 10 Jahren verschwand die dreijährige Leni bei einem Waldspaziergang. Die Ehe ihrer Eltern Julia und Sebastian zerbrach, Julia hat bis heute Albträume. Da taucht ein Mädchen auf, das nur ein Wort sagt: Leni. Kinder- und Jugendpsychologe Vinzenz Reker kümmert sich um sie und versucht gleichzeitig herauszufinden, ob es wirklich Leni ist und was vor 1o Jahren passiert ist. Doch nicht nur der Wald ist dunkel, sondern auch die Geheimnisse vieler an dieser Geschichte Beteiligter… Infos zum Buch bei Daniel Kohlhaas; erschienen bei CW Niemeyer

2423: Roman Klementovic – Dunkelnah

Roman Klementovic begeistert mich immer wieder mit seinen Thrillern – und mit seinen Lesungen! In „Dunkelnah“ vereint er so viele tolle Elemente zu einem superspannenden Buch: Ein altes, verfallenes Hotel, das renoviert werden soll, eine anscheinend verschwundene Frau und skurrile Figuren: Die merkwürdigen Besitzer des alten Kastens aber auch Protagonist und Ich-Erzähler Simon, dessen Vergangenheit ihn dazu bringt, an der Renovierung der Bruchbude mitzuarbeiten. Dann begibt Simon sich auf Spurensuche – und die ist nicht ungefährlich… Gmeiner

2422: Anna Bailey- Unsere letzten wilden Tage

„Unsere letzten wilden Tage“ ist als Roman gekennzeichnet – und es ist ein atmosphärisches und sprachlich grandioses Meisterwerk! Anna Bailey erzählt eine Geschichte, die in den Sümpfen Louisianas spielt. Ihre bildhafte Sprache in der Kombination mit ihren authentischen Charakteren – oft echte „Typen“ – verbinden sich zu einem mitreißenden Buch, das eine Geschichte von Mut und Konfrontation erzählt.
Loyal, die nach Jacknife zurückkehrt, hofft, sich mit ihrer früheren Freundin zu versöhnen. Cutter ist Alligatorenjägerin, hartgesotten und taff. Als sie jedoch ermordet wird, bevor Loyal Kontakt zu ihr aufnehmen kann, ist Loyal wild entschlossen, die Wahrheit über ihren Tod herauszufinden. Doch das ist alles andere als ungefährlich… rütten&löning

2419: Freida Mc Fadden – Der Lehrer

Freida McFaddens Thriller spalten die Fans dieses Genres – die einen finden sie genial, die anderen finden, dass die Autorin immer nach dem gleichen Schema schreibt. Wie ich das sehe, hört ihr in der neusten Folge der Krimikiste.
In ihrem neuen Buch „Der Lehrer“ schreibt Freida McFadden auch wieder in Ich-Perspektiven: In denen der Lehrerin Eve und der Schülerin Addie. Erstere ist mit Nate Bennett verheiratet, dem bestaussehendsten Lehrer der Schule. Addie hat letztes Schuljahr einen Skandal an der Schule ausgelöst und leidet immer noch an den Folgen. Jetzt ist Addie in Eves Mathekurs – und in Nates Englischkurs. Ist sie eine Gefahr für ihn oder er für sie? Und was verbirgt Eve? Heyne

2418: Harlan Coben – In tiefster Nacht

Der neue Standalone-Thriller von Harlan Coben zeigt wieder einmal, dass er ein Meister verwickelter und überraschender Storys ist – und dass Charaktere eine eindeutige Stärke seiner Bücher sind.
Sami, der 2003 in Malaga Anna kennenlernte, glaubt bis heute, dass sie tot ist – denn er erwachte neben ihrer blutüberströmten Leiche. Inzwischen aus dem Polizeidienst ausgeschieden und als Privatdetektiv tätig, entdeckt er Anna (?) eines Abends in seinem „No shit, Sherlock“ -Kurs. Was dann beginnt, hätte er sich niemals vorstellen können… Goldmann

2414: Colin Hadler -Seven Ways to Tell a Lie

Was für ein Ritt! Sieben Freunde und ihre Geheimnisse: Als ein Deep-Fake-Video eines Busunfalls auftaucht, glauben Jonah und die anderen noch an einen schlechten Scherz. Doch es tauchen weitere Videos auf, in denen immer eine/r von ihnen vorgeblich selbst sein oder ihr Geheimnis enthüllt. Wer steckt hinter den Videos und was hat das alles mit der Entführung ihrer Freundin Enya vor genau einem Jahr zu tun? Für Jonah, Samuel, Victor, Laurin, Jessica und Ruby beginnt ein Wettlauf mit der Zeit… thienemann

2411: Frida Skybäck – Eisenblume

Ein schwedischer Volltreffer: Unheimlicher Handlungsort, heftiger Background hinter der Geschichte und zwei Protagonisten, die sind wie Tag und Nacht!
Der zweite Fall für Fredrika Storm und Henry Calment führt die beiden in eine verlassene Psychiatrie, in der durch Zufall eine Wand einstürzt – hinter der sich die Reste einer Leiche verbergen. Alle müssen an die beiden 1987 aus selbiger Psychiatrie verschwundenen Jugendlichen denken, die nie gefunden wurden. Fredrika und Henry müssen sich mit der Vergangenheit konfrontieren – in jeglicher Hinsicht: Mit der der Psychiatrie und ihren brutalen Behandlungsmethoden ebenso wie mit diesem Cold Case… dtv

2410: Frida Skybäck – Schwarzvogel

Eine junge Frau läuft auf einen zugefrorenen See, sie bricht ein und stirbt. Doch warum ist es dazu gekommen? Wurde die Frau verfolgt – und wenn ja, wieso?

Frida Skybäcks erster Band mit Fredrika Storm und Henry Calment ist ein Schweden-Krimi vom Feinsten: Zwei sehr gegensätzliche Ermittler und ein komplizierter Fall, der die beiden auf ganz unterschiedliche Weise herausfordert. Denn Henry ist ein verschrobener Typ und Fredrika gerade erst nach Lund zurückgekehrt – und die Frage, wieso eine junge Frau zu Tode kam, führt Fredrika unter anderem zu den Mitgliedern ihrer eigenen Familie… dtv

2409: Holly Jackson – Not quite dead yet

Holly Jacksons erster Thriller für Erwachsene vereint eine rasante und spannende Story mit einer taffen, selbstironischen Protagonistin, die über sich selbst hauswächst: Margaret Mason, genannt Jet.
Jet ist 27 und hat bisher noch nicht das Große, das sie immer erreichen wollte, erreicht. Ihre Familie ist wohlhabend, sie lebt in Woodstock, Vermont. Doch auf einmal läuft ihr die Zeit davon: An Halloween wird sie im Haus ihrer Familie überfallen und schwer verletzt. Jetzt bleiben ihr noch ungefähr 7 Tage, um ihren eigenen Mord aufzuklären – denn sie hat ein Aneurysma im Gehirn, das sie langsam umbringt. Doch vorher will sie ihren Mörder entlarven – dazu ist sie fest entschlossen! Lübbe

2407: Frank Goldammer – Bruch. Am Abgrund

Mit „Bruch – Am Abgrund“ setzt Frank Goldammer einen treffsicheren Schlusspunkt seiner Felix-Bruch-Reihe. Dieser vierte Band vereint einen dramatischen und spannenden Fall um einen Autofahrer, der in eine Menschenmenge fährt, mit dem Geheimnis um Bruchs Vergangenheit. Nicole Schauer, die Zeugin des Vorfalls wird, setzt alles daran, den Fall zu lösen – und Licht ins Dunkel von Bruchs mysteriöser Vorgeschichte zu bringen.
Grandios erzählt und perfekt konzipiert! rowohlt

2406: Rebecca Russ – Der Weg

Rebecca Russ hat mit „Der Weg“ einen spannenden Thriller geschrieben, der zwar an der ein oder anderen Stelle vorhersehbar scheint – aber eben nur scheint! Denn was sich in dieser Geschichte alles verbirgt, ist viel krasser, als man erstmal denkt.
Julia geht anlässlich ihres Junggesellinnenabschieds nicht feiern, sondern mit ihrer Freundin Nicki nach Schweden wandern. Doch irgendetwas ist seltsam, und dann ist Nicki auf einmal verschwunden… rütten & loening

2404: Linus Geschke – Der Trailer

Spannend, manchmal brutal und vor allem mit tollen Figuren startet Linus Geschke seine Trilogie. Heute ist der erste Band von Linus Geschkes neuer Buchreihe erschienen: Der Trailer. Die ProtagonistInnen Frieda Stahnke und Wout Mertens könnten unterschiedlicher kaum sein: Sie Ermittlerin, er halbseidener Typ mit kleinkriminellen Tendenzen. Die Wege der beiden kreuzen sich, als Frieda sich mit dem Verschwinden einer Studentin von einem Campingplatz beschäftigt und Wout sich an seine eigene Zeit in „Camp Donkerbloem“ erinnert… Piper

2402: Jo Furniss – Der Stau

Ein Locked-Room-Thriller ohne Room? Das gibt es nicht? Doch! Jo Furniss entwirft in „Der Stau“ ein spannendes Szenario:
Belinda „Billy“ Kidd steht kurz vor der Frühpensionierung. Eigentlich will sie nur vom Flughafen nach Hause, da explodiert in einem Tunnel vor ihr eine Bombe. Vollkommener Stillstand auf der Straße, Billy mittendrin – und dann entdeckt sie in einem anderen Auto einen Toten, der ermordet worden ist. Ist der Täter noch im Stau? Und kann Billy ihn finden, bevor der Stau sich wieder auflöst? rowohlt

2401: Nicola Whyte – Marchfield Square

Ein echter Cosy-Crime-Detektivroman ist „Marchfield Square“: Als in der gleichnamigen Wohnanlage ein Mord passiert, beauftragt die Vermieterin Celeste van Duren die Reinigungskraft Audrey und den stoffeligen Autor Lewis mit den Ermittlungen. Schnell stellt sich raus: In Marchfield Square gibt es viele Geheimnisse. Aber welche davon haben mit dem Mord zu tun? Lübbe

2395: Uketsu – HEN NA E Seltsame Bilder

Ein Buch, das in keine Schublade passt: Ob man es jetzt „Sketch Mystery“ nennen möchte oder „Kriminalroman“, es gibt keine passende Bezeichnung. Denn der selbst geheimnisvolle Uketsu hat mit EN NA E Seltsame Bilder eine ganz eigene Kategorie aufgemacht.

In 4 Kapiteln erzählt und verbunden mit geheimnisvollen Zeichnungen präsentiert der Autor drei Geschichten, die scheinbar nicht zusammenhängen. Doch die Verbindungen sind sehr viel subtiler als in vielen anderen Büchern – und überraschen uns LeserInnen an Stellen, an denen wir nicht mit ihnen rechnen. Wie das funktioniert? Hört rein in Folge 2395! Lübbe

2389: Freida McFadden – Die Kollegin

Nachdem mich Band 2 und 3 der Housemaid-Reihe wenig begeistern konnten, habe ich Freida McFadden mit „Die Kollegin“ eine neue Chance gegeben. Hier könnte ihr hören, ob sich das gelohnt hat!
Dawn Schiff ist eine strange Person, sehr eigenwillig und überkorrekt. Doch jetzt ist sie verschwunden, und Natalie, die Dawn aus dem Büro kennt, wundert sich sehr. Natalie beginnt, Dawn zu suchen, doch nichts ist wirklich so, wie es auf den ersten Blick scheint… Heyne

2384: Andreas Gruber – Todesspur

Der neue Fall für Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez hat eine sehr politische Komponente: Es geht um die mögliche Neubildung einer RAF-Terrorgruppe und die Gefahren, die von dieser ausgehen könnten. Selbige sind nicht unerheblich, und daher müssen Sneijder und sein Team einiges auf sich nehmen, um möglichen Drahtziehern auf die Spur zu kommen. Gleichzeitig verfolgt man, was die geheimnisvolle Lea Fuchs, eine junge Frau, erlebt – und welches Geheimnis sie mit sich bringt… Goldmann

2383: Liza Marklund – Der Polarkreis

Als kurz vor Weihnachten 2019 bei Bauarbeiten an einer Brücke in deren Fundament eine Leiche gefunden wird, ist für die Bewohner der schwedischen Kleinstadt schnell klar: Das muss Sofia sein, die im August 1980 verschwunden ist. Sofia war Mitglied im Buchklub „Polarkreis“ – mit vier anderen Mädchen. Der Fund der Leiche wirft Fragen auf: Was ist damals passiert? Hat Sofias Verschwinden und ihr Tod mit dem Polarkreis zu tun?
Meisterhaft verwebt Liza Marklund das Geschehen der Vergangenheit mit den Nachforschungen in der Gegenwart. In fünf Abschnitten, anhand von fünf Büchern des Buchklubs, die jeweils von einem der Mädchen ausgewählt wurden, lesen wir von dem was damals passierte und von den Ermittlungen in der Gegenwart, die auf ein nicht zu erwartendes Finale zusteuern. Atrium bei Politycki & Partner

2377: Ulrika Rolfsdotter – Beutetanz

Starke Frauenfiguren und eine spannende Handlung vereint das neue Buch von Ulrika Rolfsdotter! Der zweite Fall für Annie Ljung konfrontiert sie mit einem heftigen Fall: Zwei Mädchen wurden ermordet, eine dritte schwer verletzt. Unter Verdacht steht der 14jährige Eddie Bylund, der dem Jugendamt nicht unbekannt ist. Gemeinsam mit der Ermittlerin Sara Emilsson versucht Annie herauszufinden, ob Eddie tatsächlich zu so einer Tat fähig ist und was hinter dem Mord an den Jugendlichen steckt. Heyne

2376: Sarah Nisi – Haltlos

Emily lebt in London. Ohne wirkliche soziale Kontakte, ohne ihr Studium fortzusetzen und ohne Erinnerung. Ihre Freundin Liv war auf die Gleise einer einfahrenden U-Bahn gestürzt und zu Tode gekommen. Emily stand daneben, aber sie leidet unter Amnesie. Aber sie glaubt nicht an Selbstmord oder einen Unfall, und während sie Livs Wohnung ausräumt beginnt sie nach Hinweisen und ihren Erinnerungen zu suchen.
Sarah Nisi präsentiert uns ein Potpourri an möglichen Verdächtigen, richtigen oder falschen Fährten und eine Jagd nach dem eigenen Gedächtnis. btb

2373: Alex Beer – Die weiße Stunde

Wenn man ein Buch von Alex Beer liest (egal, in welcher Zeit dieses spielt!), dann weiß man eines sicher: Im Hintergrund steht eine großartige, detailreiche und genaue Recherche und es erwartet einen ein realistisches, historisches Szenario. So auch im 6. Band der August-Emmerich-Reihe, in der Emmerich und Winter im Jahr 1923 einen brutalen Mörder suchen und Emmerich gleichzeitig den letzten Schlüssel zu seiner Vergangenheit in den Händen hält. Doch er weiß nicht, zu welchem Schloss dieser gehört und was er finden wird, wenn er es öffnet. Gleichzeitig beginnt die Zeit der Hakenkreuze… Limes