2480: Caroline Seibt – Weil sie lügt

Die WAHRE Queen der unerwarteten Plottwists!

„Weil sie lügt“ ist das erste Buch von Caroline Seibt, das ich lese. Aber es wird definitiv nicht das letzte sein. Auch wenn die Story erstmal nicht nach „das Rad neu erfinden“ klingt, hat mich dieser Thriller voll und ganz mitgerissen! Im Mittelpunkt der Geschichte steht Anna, deren Schwester Juli verschwunden ist. Seitdem trägt Anna mehr als eine Last auf ihren Schultern, wie wir schnell merken. Sie kümmert sich um sich selbst, um ihren kleinen Bruder Leon UND um ihre Mutter, die zu fast nichts mehr in der Lage ist. Ihr Vater sitzt wegen Julis Verschwinden im Gefängnis. Und dann verliert sie auch noch ihren Babysitter-Job bei Familie Westrup, und auch das aufgrund dessen, was ihrer Schwester und ihrer Familie passiert ist. Die Westrups sind das genaue Gegenteil von Annas eigener Familie – sie leben ihr Familienleben mit ihrer kleinen Tochter, sind glücklich und wohlhabend. Anna will unbedingt herausfinden, was mit Juli passiert ist – und das ist gefährlicher, als sie es sich vorstellt.

Wow! Ich sag´s mal so: Freida McFadden kann einpacken! Caroline Seibt hat mit „Weil sie lügt“ einen absolut verwickelten, spannenden, aber auch emotional berührenden Thriller geschrieben. Ob das geht? Und wie! Wir lesen die Geschichte aus Annas Perspektive und durchleben mit ihr den Alltag, den man eigentlich niemandem wünscht: Zwischen der Trauer um den Verlust ihrer Schwester, der Sorge und Bruder und Mutter und der Suche nach der Wahrheit über das, was Juli passiert ist. Wir lesen aber auch aus der Sicht von Ermittlerin Katharina Engels, die der Fall Juli nicht loslässt. Dass er nicht aufklären wurde, nagt an ihr – inzwischen ist sie die leitende Ermittlerin, was wiederum ihrem Kollegen Mark Faber sauer aufstößt. Da bekommt sie einen möglichen Hinweis, der zur Lösung des Falls beitragen könnte. Dem geht sie nach und trifft erneut auf Anna und ihre inzwischen vollkommen kaputte Familie. Aber auch sie selbst ist nicht frei von Problemen.

Damit eröffnet Caroline Seibt ihren LeserInnen eine Story, die vor Indizien, Verdächtigen, Hinweisen zwischen den Zeilen, Spannung UND Emotionalität nur so strotzt. Ich habe mit Anna gelitten und mich gesorgt, versucht, Hinweise zu deuten und Wahrscheinliches von Unwahrscheinlichem zu trennen. Immer wieder habe ich zwischen verschiedenen Annahmen geschwankt, Ideen verworfen und vor allem mit Spannung weitergelesen. Inhaltlich verrate ich euch nichts weiter, denn schließlich müsst ihr diesen Thriller unbedingt lesen!

Neben der spannenden Handlung hat Caroline Seibt aber außerdem eine unfassbar nahegehende, bildliche und oft auch tiefgründige Erzählweise, die mich den Protagonistinnen noch näher gebracht hat, beiden Protagonistinnen. z.B. „Ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll. Also schweige ich. Die Stille reißt den Abgrund zwischen uns noch weiter auf. Kurz nach […] war da bloß ein Riss zwischen uns. Kaum sichtbar. Aber mittlerweile ist der Riss derart breit und tief, dass wir uns nicht mehr erreichen können, egal wie sehr wir uns strecken.“

Für diese Meisterleistung bekommt „Weil sie lügt“ verdiente

🐀🐀🐀🐀🐀 5/5 Leseratten

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Droemer

2477: Malin Stehn – Schattengast

Motiv: Neid, Eifersucht, Habgier, Wut, Geiz oder etwas ganz anderes? 

Die bisher auf Deutsch erschienenen Bücher der schwedischen Autorin Malin Stehn habe ich nicht gelesen und kann daher keinen Vergleich ziehen, habe mich aber auf „Schattengast sehr gefreut. Die Handlung, kurz und knackig: Sandra will ihren vierzigsten Geburtstag rauschend feiern. Doch am Tag nach der Feier liegt sie erstochen im Haus. Was ist passiert – gab es einen Vorfall auf der Party, andere Konflikte oder steckt am Ende eine kriminelle Bande hinter dem Mord? 

„Schattengast“ wird auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Das Buch beginnt am Tag der Geburtstagsparty, springt dann aber 8 Tage zurück, also zu dem Zeitpunkt 8 Tage vor Sandras Feier und später zur Zeit nach der Feier (und somit auch nach dem Mord an Sandra). Abwechselnd erfahren wir meist aus den Augen von Sandra und ihrem Mann Jack sowie der Nachbarin Leijla, was passiert. Die beiden haben zwei Kinder, Molly und Felix. Man liest aber auch Teile aus der Sicht von Sandras Nachbarin und Freundin Leijla, die mit Nedim verheiratet ist. Die beiden haben ebenfalls zwei Kinder – Almina und Elvis Sandra und Leijla kennen sich schon lange, und auch ihre Töchter Molly und Almina sind befreundet – oder waren es zumindest. Denn beim Lesen merkt man schnell, dass nicht nur jede der beiden Familien ihre Probleme hat, sondern auch, dass irgendwas zwischen Molly und Almina aus welchem Grund auch immer nicht mehr zu stimmen scheint. 

Neben den üblichen Alltagssorgen (Spielt mein Kind zuviel an der Konsole? Ist der Freund meiner Tochter in Ordnung oder muss ich mir Sorgen machen?) haben aber besonders die drei ProtagonistInnen Sandra, Jack und Leijla ernsthafte Probleme, die man als LeserIn nach und nach aus den Perspektiven der drei herausliest. Daher kann ich zu den Details natürlich nicht viel erzählen, aber:

Die Situation für jeden einzelnen und auch in den Beziehungen zueinander spitzt sich im Verlauf der Geschichte immer weiter zu. Da man ja schon weiß, dass Sandra umgebracht wird, sucht man natürlich nach möglichen Motiven bzw. Gründen für diese Tat – und findet viele! Sie könnten kaum unterschiedlicher sein, der/die eine war vielleicht neidisch, jemand anders wütend, eifersüchtig, oder oder oder …. Die verschiedenen Sichtweisen und Geschehnisse habe ich gespannt verfolgt, immer wissen wollend, ob das vielleicht zur Tat geführt haben könnte.

Eingestreut werden auch immer wieder die Zeugenvernehmungen der an der Party beteiligten Personen durch die Polizei, kurz gehalten, aber oft aufschlussreich. Allerdings steht kaum eine Ermittlung im Vordergrund, sondern wirklich die „Geschichte hinter der Geschichte“ und dem, was zwischenmenschlich, emotional und innerlich mit und in den Personen vorgeht. Einige Nachbarn, Sandras Ehemann, eine kriminelle Gang und sogar die Töchter der beiden Familien gerieten immer wieder in meinen Verdacht, und immer wieder war jemand anders an 1. Stelle für „wer war´s?“ .

Durch den Fokus auf die verschiedenen Figuren und den insgesamt ruhigen Erzählstil war „Schattengast“ spannend zu lesen und bringt einen guten Teil Ffamiliendrama mit. Mich hat das Buch gut unterhalten und bekommt daher

🐀🐀🐀🐀 4/5 Leseratten

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Scherz/Fischer Verlage

2475: Leonie Swann – Widdersehen

Ein Wieder (Widder-)sehen mit vielen alten Bekannten und der alten Heimat Glennkill! Vor 21 Jahren hat Leonie Swann mit „Glennkill“ (2005) ihren ersten Schafskrimi veröffentlicht – und der hat mich damals ebenso wie viele andere absolut mitgerissen. Nicht nur wegen der „niedlichen Schafe“, sondern vor allem wegen des Wortwitzes und der Schafs-Gedanken und -ermittlungen. Inzwischen gibt es Miss Maple, Mopple the Whale und die anderen Mitglieder der Schafsherde auch im Kino zu sehen. Für mich viel interessanter ist aber der dritte Schafskrimi-Band „Widdersehen“, denn nachdem ich „Glennkill“ geliebt habe, war Teil 2 „Garou“ (2010) zwar auch toll, kam aber nicht an den ersten Teil heran. Vielleicht lag es auch an dem Setting in Frankreich, das könnte ich mir nach dem Lesen von „Widdersehen“ tatsächlich vorstellen.

Fakt ist: Ich habe „Widdersehen“ mit großer Vorfreude entgegengefiebert, und auch die Schafsherde freut sich, nach Hause zurückzukehren. Ihre Schäferin Rebecca bricht die Reise durch Europa ab und kehrt nach Irland zurück, doch da ist längst nicht alles so, wie die Schafe esd in Erinnerung haben. Drei Fremdschafe bevölkern ihre Weide und der Metzger taucht in vollkommen neuer Funktion auf, während Rebecca verschwindet. Miss Maple, Leitwidder Othello und den anderen ist klar: Sie müssen sie dringend suchen, denn was ist eine Herde ohne Schäferin oder Schäfer? Bei all dem spielen schmutzige Geschäfte und abgeschnittene Finger eine ganz eigene Rolle. Da bleibt zu hoffen, dass die Wollensstärke und die Wollidarität der Herde ausreicht, um das alles wieder geradezubiegen. 

Ich machs mal kurz: Ich hab´s geliebt. Das Wiedersehen nach so langer Zeit mit den liebenswerten, schrulligen und besonderen Charakteren der Schafe war einfach nur toll. Auch wenn „Garou“ jetzt schon 16 Jahre her ist, war ich sofort wieder drin. Ja, hilfreich ist sicherlich auch die Auflistung der „Dramatis Oves“ am Anfang des Buches, aber auch ohne diese Personen- .. Pardon, Schafsliste hätte ich die ProtagonistInnen sofort wieder draufgehabt. Miss Maple als klügstes Schaf der Herde, Othello als Leitwidder, Sir Ritchfield, der sich so gerne duellieren will… all diese schafigen Helden waren sofort wieder da.

Zurückgekehrt nach Irland müssen sie sich gleich so viele Herausforderungen stellen – Rebecca ist weg, sie brauchen eine/n neue/n SchäferIn, der oder die ihnen vorliest und sich um sie kümmert, so wie es George früher immer gemacht hat, bevor er in Band 1 (kein Spoiler) ermordet wurde. Gleichzeitig verfolgen wir LeserInnen auch immer wieder, was James Flock tut – wer das ist und welchen Zusammenhang es zwischen ihm und Rebeccas Verschwinden gibt, verrate ich natürlich nicht. 

Was die Bücher von Leonie Swann wirklich auszeichnet, ist, dass ich mir einfach vorstellen kann, dass die Schafe der Herde wirklich genau so denken könnten, wie sie es in der Geschichte tun. Sie interpretieren alles aus ihrer Schafssicht, und die ist – das muss man mal hervorheben – so oft eigentlich sehr viel logischer als vieles, was wir Menschen so anstellen (und uns dabei für besodners klug halten…). Gleichzeitig streut Leonie Swann einfach ihren unverwechselbaren Humor ein, der mich an soooo vielen Stellen hat schmunzeln lassen. Diese Verbindung ist in meinen Augen einzigartig und kein anderer Tierkrimi hat das jemals auf dem Level erreicht, das Leonie Swann schafft. Wenn da ein abgetrennter Finger in der Teetasse steht, wundern die Schafe sich, wieso – denn wenn Rebecca ihren Tee mal mit dem Finger umgerührt hat, ja, wenn überhaupt, dann nur mit ihren eigenen und angewachsenen Fingern.

Ich könnte noch so viele Beispiele bringen, aber das würde diesem Buch den Drive nehmen. Daher kann ich nur sagen: Lest diese Fortsetzung unbedingt, denn in meinen Augen kommt „Widdersehen“ wieder ganz nah an den Effekt heran, den „Glennkill“ damals auf mich hatte. Inklusive der Tatsache, dass bei all den schafischen Betrachtungsweisen auch immer wieder eine ganz großartige Weisheit durchblitzt. Zum Beispiel, wenn Madouc, Schaf auf Probe (ihr kennt sie vielleicht als Ziege aus „Garou“) proklamiert: „Werden ist interessanter als sein!“ 

Recht hat sie, finde ich. Und wenn ihr Glennkill gemocht habt, kann ich euch „Widdersehen“ nur voll und ganz ans Herz legen! Dieses großartige, großschafige Buch bekommt von mir daher voll und ganz verdiente 

🐀🐀🐀🐀🐀 5/5 Leseratten 

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Dumont

2464: Eryn Scott – Die geheime Treppe

ACHTUNG SPOILERWARNUNG: Erst Band 1 lesen, ansonsten werdet ihr in der Rezi eventuell gespoilert! Nachdem ich „Ein Mord in 3B“ gelesen hatte, wollte ich unbedingt direkt danach den zweiten Band der „Morrisey Mysteries“ lesen.

Inzwischen hat sich Meg im Morrisey-Gebäude eingelebt, und die Situation hat sich gerade ein wenig beruhigt (und mit ihr die Bewohner). Zumindest weitestgehend, denn das Vorhandensein von Gängen am Gebäude beunruhigt doch einige. Als es um das Verschließen dieser Gänge geht, findet Meg durch Zufall eine geheime Treppe, die in den Untergrund führt. Und ein Skelett – inkluisve des dazugehörigen Geistes. Doch dabei bleibt es nicht, es gibt außerdem eine Flüsterkneipe (ein Speakeasy) dort unten mit Retro-Geistern – und eine „frische“ Leiche. Megs Schwarm Laurie, der sich aktuell auf einer Insel weit weg befindet, kann ihr bei der Lösung beider Fälle diesmal nur aus der Ferne zur Seite stehen. Zum Glück gibt es ja noch Detective Anthony und vor allem Ripley, Megs beste Freundin (und ein Geist).  

Dieser 2. Band der Cosy-Crime-Reihe ist anders als Teil 1- aber genau so spannend, cosy, unterhaltsam und ungewöhnlich wie „Ein Mord in 3B“! Die Charaktere, die man schon kennt, hat man längst liebgewonnen: Meg mit ihrer gescheiterten Kunst-Karriere, die sie immer noch nicht vollständig loslassen kann, Laurie, der echt ein netter und sympathischer Typ ist und Megs Geisterfreundin Ripley, die sich gerne mal unglücklich verliebt stehen im Fokus der Story. Aber auch die anderen Bewohner des Morrisey und Hausverwalterin Nancy kennt und mag man. Aber auch die neuen Charaktere sind interessant, und bei ihnen weiß man ja auch nicht, wem man trauen kann und wem nicht – z.B. verschiedene Geister, die eine Rolle spielen oder Barkeeperin Zoe.

Die Fälle selbst sind gar nicht so leicht zu entwirren, und trotz des Jahrhunderts, das beide Tode trennt, scheint es einen möglichen Zusammenhang zu geben.

Auch „Die geheime Treppe“ kommt ohne blutige Schilderungen oder viel Action aus, aber das Setting inklusive des Speakeasy ist nochmal ganz anders als im Vorgängerband. Außerdem ist das Gedankenexperiment mit den Geistern richtig toll umgesetzt – dass es sich für einen Geist z.B. anders anfühlt, wenn ein Mensch durch sie hindurchläuft, als wenn eine Katze das tut, und noch mehr.

Mir hat auch dieser 2. Band der Reihe wirklich gut gefallen und er bekommt daher

🐀🐀🐀🐀 4/5 Leseratten

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2463: Eryn Scott – Ein Mord in 3B

Ich mag es ja auch durchaus gerne mal cosy, und als ich „Ein Mord in 3B“ entdeckt habe, war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Ihr müsst nämlich drei Sachen über Protagonistin Meg Dawson wissen:

1. Sie kehrt ins Morrisey nach Seattle zurück, weil ihre Karriere als Künstlerin nicht geklappt hat.

2. Sie kann Geister sehen und mit ihnen sprechen, z.B. mit ihrer besten Freundin Ripley (die ein Geist ist).

3. Meg findet eine Leiche – und will diesen Mord, der im Morrisey geschehen ist, lösen.

Ermordet wurde ein Nachbar aus dem Haus, Mathew Miller, der sehr zurückgezogen gelebt hat. Kaum jemand hat ihn je gesehen. Wer könnte ein Interesse gehabt haben, ihn zu ermorden, und warum?  Meg, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte erzählt wird, macht sich gemeinsam mit Ripley auf die Suche nach der Wahrheit. Und mit Laurie, ihrem Nachbarn, den sie früher schon viel zu sehr gemocht hat. 

„Ein Mord in 3B“ bringt so vieles mit. Es gibt ein Verbrechen und die Suche nach dem Täter, gleichzeitig aber auch den leicht „übersinnlichen“ Anteil, da Meg Geister sehen kann (und andere nicht – was teilweise zu lusitgen Situationen führt). Neben Ripley gibt es nämlich noch einen Geist, auf dessen Spuren die beiden sich begeben – und bei dem die Frage ist, wieso er zu diesem Zeitpunkt an einem bestimmten Ort auftaucht und wie er zum Geist geworden ist. Denn das spielt eine Rolle, und wir lernen einiges über die „Regeln“ der Geisterwelt. Doch das ist längst nicht alles: Gleichzeitig gibt es die Schwärmerei von Meg für Laurie, und die beiden tauchen gemeinsam tief in die Geheimnisse der Morrisey-Bewohner ein. Und wir mit ihnen, denn je mehr sie herausfinden, desto dringlicher wollen sie (und wir LeserInnen) wissen, was hinter dem Mord steckt.

Nicht zuletzt ist aber auch die Frage nach Megs gescheiterter Karriere als Künstlerin tiefgehender, als man erstmal vermutet. Und ein bisschen Drama gibt es auch. Was mich fasziniert ist, dass Eryn Scott es gelingt, all das in ein Buch zu packen, ohne dass es überladen ist oder von irgendeiner Sache zuviel. Im Gegenteil: „Ein Mord in 3B“ hat richtig viel Spaß gemacht und mich gleichzeitig auf eine ganz bestimmte Weise berührt.

Dafür bekommt es

🐀🐀🐀🐀 4 von 5 Leseratten

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2462: Riley Sager – Middle of the night

Die Bücher von Riley Sager sind für mich ein stetiges Auf und Ab. Das eine liebe ich (Hopes End), das andere gefällt mir kaum bis gar nicht (Night). Die Story von „Middle of the night“ hat mich neugierig gemacht, also: Let´s try. Vor 30 Jahren verschwand Ethan Marshs Freund Billy Barringer beim gemeinsamen Zelten im Garten in Hemlock Circle. Im Zelt ein Loch, Billy verschwunden, und seitdem leidet Ethan unter Schlafstörungen. Wie konnte er die Entführung seines besten Freundes verschlafen? Als Ethan 30 Jahre später (seine Eltern sind aus dem Haus der Familie ausgezogen) nach Hemlock Circle, einen ruhigen Vorort, zurückkehrt, merkt er, dass seltsame Dinge vorgehen. Bewegungsmelder-Lampen gehen an, obwohl niemand, nichtmal ein Tier, zu sehen ist, ein Baseball taucht auf, den Ethan eindeutig mit Billy verbindet, und noch mehr. Ist es Billy, der noch irgendwo da draußen ist? Wird Ethan endlich erfahren, was damals mit seinem Freund passiert ist? 

Riley Sager erzählt „Middle of the night“ auf zwei Zeitebenen, mit Ethan im „Jetzt“, nach seiner Rückkehr, aber man blickt auch immer wieder in die Vergangenheit und die Geschehnisse vor der verhängnisvollen Nacht im Zelt. Denn Ethan, Billy und ihre Freunde haben sich mit einem mysteriösen Institut beschäftgt, dem „Hawthorne-Institut“, an dem angeblich mysteriöse Forschung betrieben wurde. Billy interessierte sich außerdem für Übernatürliches und Mystisches. Spielte das eine Rolle – wenn ja, welche? Auf beiden Zeitebenen begegnet man natürlich denselben Familien und teilweise auch Personen, wie den Nachbarn, Familie Chen und Patel bzw. deren Söhne Johnny und Ragesh. Das hat mich natürlich zum Mitüberlegen und Vermuten gebracht: Was ist vor 30 Jahren wirklich passiert, welchen Zusammenhang gibt es mit Billys Verschwinden und wer hing und hängt da mit drin? Warum geschehen nach 30 Jahren so seltsame Dinge?

Ethan versucht wirklich alles, um sich zu erinnern, geht sogar so weit, nochmal im Zelt im Garten zu übernachten. Dabei stehen ihm einige Leute zur Seite – aber trauen kann man eigentlich niemandem so wirklich. Oder passieren doch übersinnliche Dinge, für die sich Billy ja so interessiert hat?

Für mich ist „Middle of the night“ nicht Riley Sagers stärkstes Buch, aber auch nicht sein schwächstes. Irgendwo dazwischen, denn die Auflösung ist zwar gut konstruiert und die vielen Fährten, denen man folgt, führen einen auf zahlreiche falsche (oder richtige?) Spuren. Manchmal war mir das aber fast schon zuviel und die Story wirkte dadurch etwas überladen. Fakt ist, dass sich auch „Middle of the night“ spannend liest und gut weglesen lässt, für mich aber keine absolute Empfehlung ist.

Daher bekommt es

🐀🐀🐀, 5 3,5 von 5 Leseratten

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2459: Annika Strauss mit Sebastian Fitzek – REM

Wenn außergewöhnliche Talente ihre Energien bündeln: Die „German Screamqueen“ und der „King of Thriller“ veröffentlichen mit REM ihren ersten gemeinsamen Horrorthriller. Und der hat es in sich: Alysee, die mit vier Jahren nach ihrer Mutter auch noch ihren Vater verlor, studiert inzwischen. Sie gibt sich die Schuld an seinem Tod. Er hatte ihr gesagt, sie dürfe auf keinen Fall einschlafen – doch sie fiel trotzdem ins Reich der Träume.
Als eine Anwältin ihr das Vermächtnis ihres Vaters überbringt, sieht sie eine Chance, der Wahrheit über ihre Vergangenheit näher zu kommen. Doch sie ahnt nicht, was sie und ihren besten Freund Nico im „Hotel de Ville“ erwartet… Droemer

2456: Katharina Schendel – Mord im Museum

Cosy Crime vom Feinsten, verbunden mit tollen Figuren! Molly wird am Tag der Hochzeit von ihrem zukünftigen Ehemann sitzengelassen. Was für ein Glück – zumindest entpuppt sich diese Katastrophe als solches, als Molly ein Haus inklusive Museum in Cornwall erbt. Voraussetzung: Sie muss ledig sein.
Was ihre Großtanten ihr da vererbt haben, hat es in sich. Als ein Besucher des Museums (der erste und einzige) die Miss-Marple-Wachsfigur beschädigt, sucht Molly den Mann – und findet seine Leiche. Und Molly ist gemeinsam mit Briefträgerin Charlotte und Bestatter Dexter in eine Ermittlung verwickelt, die es in sich hat. Während Beauftragte von Madame Tussauds auf dem Weg sind. Um die der Miss-Marple-Figur zu begutachten… Ullstein

2448: Anna Schneider – Grenzfall. Ihr Grab in den Fluten

Highlight! Hochspannung in einer intensiven Atmosphäre und eine Geschichte mit Tiefgang: Mit „Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten“ hat Anna Schneider einen neuen Höhepunkt in ihrer Grenzfall-Reihe gesetzt! Erneut verbindet sie die Geschichten ihrer Figuren und verschiedene Handlungsebenen zu einem Gesamtplot, der mich absolut mitgerissen hat!
Während Alexa während eines heftigen Unwetters in Bayern für die Koordination von Vermisstenmeldungen und Einsätzen der Rettungskräfte zuständig ist (obwohl sie viel lieber selbst „raus“ und tätig werden will), versucht Krammer, zwei vermisste Jugendliche zu finden. Dann wird eine Leiche gefunden, offensichtlich ein Mord – und Alexa kommt nicht nur doch in den Außeneinsatz sondern ermittelt in einem Fall, der viel tiefer in die Vergangenheit und menschliche Abgründe hineinreicht als gedacht… Fischer

2443: Anne Stern – Die weiße Nacht

Ein atmosphärisch dichter, historischer Kriminalroman mit authentisch geschriebenen Figuren und viel Spannung! Im Berliner Hungerwinter 1946 ist Lou unterwegs und fotografiert – den Schrecken des Krieges, die Zerstörung, eigentlich möchte sie gerne wieder als Fotografin arbeiten – doch das ist schwierig in einer Zeit, zu der jeder froh ist, ein wenig Wärme und Essen abzubekommen. Da findet sie in den Trümmern eine Frauenleiche mit gefalteten Händen. Kriminalkommissar Alfred König beginnt, in dem Fall zu ermitteln – doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Lou hilft König bei der Suche nach einer Wahrheit, die viel tiefer in der Vergangenheit liegt als gedacht… Piper

2437: Thorsten Schleif – Killing Red Jack

Der berühmteste Serienmörder der Geschichte – denn wer kennt ihn nicht, Jack the Ripper? Richter und Autor Thorsten Schleif hat nicht nur ausführlich und intensiv recherchiert, sondern auch eine eigene Theorie zur Identität von „Red Jack“ entwickelt. Und um diese Idee herum eine Geschichte mit richtig starken ProtagonistInnen gebaut, die mich absolut mitgerissen hat! dtv

2433: Viveca Sten – Lügennebel

Der 4. Band der Åre-Morde-Reihe konfrontiert Hanna Ahlander und Daniel Lindskog nicht nur mit dem Mord an einer Studentin, die eigentlich nur mit ihren Freunden zum Feiern und Skifahren nach Åre gekommen war, sondern stellt auch Hanna, Daniel und Anton vor ihre jeweils eigene Probleme. Während sie versuchen, diesen „Whodunit“-Fall zu lösen, kämpfen sie also gleichzeitig an ganz vielen Fronten, wobei besonders Anton mehrfach über sich hinauswächst. dtv

2413: Viveca Sten – Blutbuße

Charlotte Wretlind will ein verfallenes Hotel in der Nähe von Åre auf Vordermann bringen und in ein modernes Resort verwandeln. Doch dann wird sie brutal in dem Hotel, in dem sie untergekommen ist, ermordet. Charlotte hatte sich nicht nur bei den Bewohnern der Gegend, sondern auch bei einem Lokalpolitiker, dem Hotelpersonal, der Frau ihrer Affäre und sogar ihrem Sohn unbeliebt gemacht. Verdächtige gibt es also viele – doch wer ist so weit gegangen, Charlotte umzubringen? dtv

2412: Viveca Sten – Tief im Schatten

Als Serie sind die Åre-Morde auch längst Kult, aber nichts geht über die Bücher: Der zweite Fall für Hanna Ahlander konfrontiert die Ermittlerin mit einem rätselhaften Mord an einem ehemaligen Skifahr-Star. Parallel ist die schwangere Frau eines Pastors verschwunden – und Hanna und Daniel haben auch an der privaten Front eigene Baustellen. Ebenso wie ihr Kollege Anton… dtv

2411: Frida Skybäck – Eisenblume

Ein schwedischer Volltreffer: Unheimlicher Handlungsort, heftiger Background hinter der Geschichte und zwei Protagonisten, die sind wie Tag und Nacht!
Der zweite Fall für Fredrika Storm und Henry Calment führt die beiden in eine verlassene Psychiatrie, in der durch Zufall eine Wand einstürzt – hinter der sich die Reste einer Leiche verbergen. Alle müssen an die beiden 1987 aus selbiger Psychiatrie verschwundenen Jugendlichen denken, die nie gefunden wurden. Fredrika und Henry müssen sich mit der Vergangenheit konfrontieren – in jeglicher Hinsicht: Mit der der Psychiatrie und ihren brutalen Behandlungsmethoden ebenso wie mit diesem Cold Case… dtv

2410: Frida Skybäck – Schwarzvogel

Eine junge Frau läuft auf einen zugefrorenen See, sie bricht ein und stirbt. Doch warum ist es dazu gekommen? Wurde die Frau verfolgt – und wenn ja, wieso?

Frida Skybäcks erster Band mit Fredrika Storm und Henry Calment ist ein Schweden-Krimi vom Feinsten: Zwei sehr gegensätzliche Ermittler und ein komplizierter Fall, der die beiden auf ganz unterschiedliche Weise herausfordert. Denn Henry ist ein verschrobener Typ und Fredrika gerade erst nach Lund zurückgekehrt – und die Frage, wieso eine junge Frau zu Tode kam, führt Fredrika unter anderem zu den Mitgliedern ihrer eigenen Familie… dtv

2408: L.D. Smithson – Die Festung

Bonnie nimmt an einer Reality-TV-Escape-Sendung namens „Die Festung“ teil – anstelle ihrer Schwester Clara, die sich für das Format qualifiziert hatte, aber verletzt ist. Neben kniffligen Rätseln und fordernden Challenges fordert auch die Konkurrenzsituation Bonnie heraus. Doch schnell stellt sich heraus, dass jemand noch ganz andere Pläne mit den Teilnehmenden hat – und die sind lebensgefährlich… Hoffmann und Campe

2381: Iver Niklas Schwarz – Kummersee

Iver Niklas Schwarz haut mit „Kummersee“ ein richtig krasses, gutes Debüt raus! Lena kehrt in das Dorf ihrer Kindheit und Jugend zurück. Vor langer Zeit kam ihr Bruder im Kummersee zu Tode, jetzt soll selbiger See als Endlagerstätte geprüft werden. Lena soll das Vermesserteam schützen. Es hat sie nie losgelassen, was damals möglicherweise passiert ist. Dann verschwindet ein Mitglied des Vermesserteams – und das Grauen erwacht erneut. Vielleicht… Ullstein

2380: Anna Schneider – Grenzfall. Ihre Spur in den Flammen

Auch im 5. Band ihrer Grenzfall-Reihe verbindet Anna Schneider einen hochspannenden Fall mit ihren genialen ProtagonistInnen, die wir längst lieb gewonnen haben. Während Alexa damit kämpft, dass Konstantin im Gefängnis sitzt und Krammer verarbeiten muss, was seiner Kollegin Roza widerfahren ist, haben die beiden mit einer unheimlichen Serie von Bränden zu kämpfen. Ist es Brandstiftung? Wenn ja: Welches Motiv steckt hinter den Feuern? Fischer

2372: Katharina Schendel – Der Mörder ist immer der Esel

Wie sehr habe ich mich auf das Wiedersehen mit Stella Honeycut, den Bewohnern von Hillbrush und besonders natürlich mit den Esel gefreut! Im zweiten Band der Reihe muss Stella den Mord an Lennard Waxflatter aufklären, der tot im Eselsbrunnen liegt. Und das ist gar nicht so einfach – denn Waxflatter als Unsympath könnte vielen Leuten ein Motiv gegeben haben, ihn umzubringen… HarperCollins

2363: Yrsa Sigurdardóttir – Rauch

Eine Gruppe von Freunden fährt auf die Westmännerinseln, um an der Beerdigung einer gemeinsamen Freundin teilzunehmen. Doch alle werden tief in die Vergangenheit zurückgeworfen, als sie im Haus der Verstorbenen auf etwas stoßen. Die Freunde beginnen einander zu misstrauen, es gibt Streit – der nicht gut enden wird… Aber wer muss sterben? Und warum?
Nicht Yrsa Sigurdardóttirs stärkster Thriller, der aber dennoch mit den Protagonisten punkten kann. btb

2362: Yrsa Sigurdardóttir – Nacht

Wie sie mir im Interview verraten hatte, beginnt mit „Nacht“ eine neue Reihe der isländischen Erfolgsautorin Yrsa Sigurdardóttir. Mit drei spannenden neuen ProtagonIstinnen entführt sie uns in eine Ermittlung in der Kälte, bei der lange nicht klar ist, was in der Dunkelheit vorgeht. Auf zwei Zeitebenen erzählt Yrsa Sigurdardóttir rasant von Geheimnissen und daraus resultierenden Vorgängen, von Lüge und Wahrheit, von Gefühlen und Mord… btb

2359: Pascal Engman & Johannes Selåker –Wintersonnenwende

Auch der zweite Band mit den beiden Protagonisten Vera Berg und Tomas Wolf führt uns ins Schweden der 90er Jahre, genauer gesagt ans Ende des Jahres 1994 und den Beginn von 1995. Tomas Wolf, der immer noch unter seinem Trauma leidet, hat einen neuen Fall – und deutliche Todessehnsucht. Vera Berg treibt immer noch die Sorge wegen Sigge um, aber auch die Frage, was mit Tomas Wolfs Bruder passiert ist. Und ein vertrackter Mordfall ist zu lösen, der Tomas Wolf diesmal stark an seine Grenzen und zu den Abgründen der Menschheit bringt… Ullstein

2358: Sven Stricker – Sörensen macht Urlaub

Eigentlich würde ich sagen: Der neue Sörensen ist gewohnt genial, aber dabei kann ich es nicht belassen, denn Sven Stricker legt noch eine Schippe drauf! Mit „Sörensen macht Urlaub“ übertrifft er sich spannungstechnisch, sprachlich, stilistisch, bei der Verbindung von amüsanten Momenten und ernsten Themen und überhaupt: Sörensen at his best!
Sörensen macht Urlaub, mehr oder weniger freiwillig, und will nur kurz bei seiner Exfrau Nele und Tochter Lotta anhalten. Doch schneller als er „Ich fahre dann mal“ sagen kann, steckt er in einer Ermittlung. Ebenso wie Jennifer in Katenbüll. Nur dass die beiden sich das gegenseitig nicht erzählen… rowohlt

2356: Annika Strauss – Nachtfahrt

„Nachtfahrt“ ist das Thriller-Debüt von Annika Strauss – und was für eins! Meisterhaft verbindet die Autorin ihre rasante Story mit Geheimnissen der Vergangenheit und Gegenwart.
Wir erleben Protagonistin Katha (Katharina), die aufgrund des Unfalltods ihres Vaters in die alte Heimat zurückkehrt. Bezweifelt sie doch von Anfang an, dass ihr Vater wirklich verunglückt ist, deuten bald weitere Dinge darauf hin, dass es jemand auf die Fahrschule abgesehen haben könnte. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, begegnet vielen alten Bekannten und muss sich bald fragen, was da eigentlich gespielt wird… Aufbau Verlag

2352: Katharina Schendel – Mord im Dorf der Esel

Was mir an „Mord im Dorf der Esel“ gefällt? Ehrlich gesagt: Alles! ein rätselhafter Fall, ein kleines Dorf mit schrulligen Charakteren in England, eine Agatha-Christie-Expertin als Protagonistin – und: Esel!
Stella Honeycut fährt von Australien nach Hillbrush, um ihrer Tante Jane zu helfen, die sich verletzt hat. Doch als Jane, die „Kräuterhexe“ des Dorfes, des Mordes verdächtigt wird, nimmt Stella die Nachforschungen in die Hand. Zwischen Eseln und eigenwilligen Dorfbewohnern versucht sie, einen Mörder zu finden… HarperCollins

2345: Karen Sander – Der Strand. Vergessen

Im finalen dritten Band von Karen Sanders Strand-Trilogie geht es noch dramatischer zu als in Band 1 und 2. Eine neue Spur deutet darauf hin, dass Lillis Verschwinden möglicherweise mit dem Mord an ihrer Mutter vor langer Zeit zu tun haben könnte. Der Täter wurde gefasst – aber auch der richtige?
Diesmal werden nicht nur Geheimnisse offenbar, sondern es tun sich geradezu Abgründe auf – für das Finale genau richtig! Rowohlt

2344: Karen Sander – Der Strand. Verraten

Die Suche nach Lilli Sternberg wird fortgesetzt – und nach dem Mörder ihres mutmaßlichen Entführers. Ersteres wollen Mascha und Tom, zweiteres sollen sie, aber der Fall Lilli lässt sie einfach nicht los. Dann wird auch noch eine Wasserleiche an den Strand gespült – die aber nicht Lillis DNA hat. Weitere Geheimnisse verschiedener Sellnitzer Bürgerinnen und Bürger kommen ans Tageslicht – aber welche davon haben mit Lillis Verschwinden zu tun?
Der zweite Band der Strand-Reihe ist in meinen Augen der schwächste der Trilogie. Nicht, dass er nicht spannend wäre – aber einige Stränge stagnieren etwas. Nichtsdestotrotz will man natürlich wissen, wie es weitergeht – und, was mit Lilli passiert ist… Rowohlt

2343: Karen Sander – Der Strand. Vermisst

Im ersten Band der Strand- Trilogie von Karen Sander beginnt die Suche nach der vermissten gehörlosen Lilli Sternberg. Die 19jährige verschwindet spurlos – und eine kryptische Nachricht an ihre Freundin Fabienne gibt zusätzliche Rätsel auf. Wurde sie entführt? Oder was steckt dahinter? Und die Bewohner von Sellnitz haben viele Geheimnisse, wie sich herausstellt…
Die eindeutig als Trilogie angelegte Buchreihe eröffnet in diesem ersten Teil nicht nur den Fall Lilli, sondern auch einige andere – denn Lillis verschwinden zieht andere Verbrechen nach sich. Der Thriller punktet außer mit einem spannenden Plot vor allem stark mit den Figuren und ihren Konstellationen. Rowohlt

2331: Fabio Stassi – Die Seele aller Zufälle

Ich gebe zu: An die Bücher der Krimibestenliste wage ich mich oft nicht. Zumindesr nicht, wenn das Buch nicht sowieso schon auf meiner To-read-Liste stand, wie z.B. Jan Costin Wagner.
Bei „Die Seele aller Zufälle“ war das anders. Da bin ich erst durch die Krimibestenliste auf das Buch aufmerksam geworden. Zum Glück – denn hinter diesem „Detektivroman“ verbirgt sich ein literarischer Schatz, eine Spurensuche mit viel Tiefgang, bei der Bibliotherapeut Vince Corso versucht, die Wahrheit zu finden. Die Wahrheit über einen an Alzheimer erkrankten Mann, der stetig dieselben Sätze wiederholt… Edition Converso