KK 803: Ferdinand von Schirach – Der Fall Collini

[aartikel]3492054757:left[/aartikel] 34 Jahre hat der Italiener Fabrizio Collini als Werkzeugmacher bei Mercedes-Benz gearbeitet. Unauffällig und unbescholten. Und dann ermordet er in einem Berliner Luxushotel einen alten Mann. Grundlos, wie es scheint. Der junge Anwalt Caspar Leinen bekommt die Pflichtverteidigung in diesem Fall zugewiesen. Was für ihn zunächst wie eine vielversprechende Karrierechance aussieht, wird zu einem Albtraum, als er erfährt, wer das Mordopfer ist: Der Tote, ein angesehener deutscher Industrieller, ist der Großvater seines besten Freundes; in Leinens Erinnerung ein freundlicher, warmherziger Mensch. Wieder und wieder versucht er die Tat zu verstehen. Vergeblich, denn Collini gesteht zwar den Mord, aber zu seinem Motiv schweigt er. Und so muss Leinen einen Mann verteidigen, der nicht verteidigt werden will. Ein zunächst aussichtsloses Unterfangen, aber schließlich stößt er auf eine Spur, die weit hinausgeht über den Fall Collini und Leinen mitten hineinführt in ein erschreckendes Kapitel deutscher Justizgeschichte … Marion Borcherding meint: Spannend und anspruchsvoll! (Verlag)

KK 802: Arno Strobel – Das Skript

[aartikel]3596191033:left[/aartikel] Eine Studentin bekommt per Post rätselhafte Botschaften zugeschickt – auf Menschenhaut geschrieben. Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christoph Jahn: In dessen Roman schneidet ein Serienkiller jungen Frauen die Haut vom Körper, um darauf den Anfang seines Romans, der von allen Verlagen abgelehnt worden ist, auf grausige Weise neu zu schreiben. So erhofft er sich die Aufmerksamkeit für sein Werk, die es seiner Meinung nach verdient hat. Doch Jahn schiebt die Schuld auf einen geisteskranken Fan, der bereits vor Jahren Verbrechen aus seinen Romanen ›nachgestellt‹ haben soll, aber nie gefasst wurde. Die grausige Geschichte scheint sich zu wiederholen … Petra Böhnke-Cappel meint: Ein fesselndes Buch von einem interessanten Schriftsteller – Psycho von Anfang bis Ende! Grausig gut! (Buchinfo)

KK 801: Richard Montanari – Im Netz des Teufels

[aartikel]3404165977:left[/aartikel] Aleks lebt in einer Welt des Wahns und glaubt, er sei ein „Todesloser“. Aber um die wahrhaftige Unsterblichkeit zu erlangen, benötigt er den Beistand seiner Töchter. Diese wurden jedoch direkt nach ihrer Geburt zur Adoption freigegeben. Nun macht Aleks sich auf die Suche nach ihnen – und hinterlässt eine blutige Spur auf dem Weg zu seinen „Prinzessinnen“ … Justyna Orzechowska meint: Spannend und mitreißend! (Buchinfo)

KK 800: Donald Ray Pollock – Das Handwerk des Teufels

[aartikel]3935890850:left[/aartikel] Zwei Lebensfluchten kollidieren, eine auf dem Weg in die Verdammnis, die andere aus ihr heraus. Der junge Arvin wächst in den fünfziger Jahren im heruntergekommenen Niemandsland des Mittleren Westens auf. Hier hat sich der amerikanische Traum in einen fiebrigen Albtraum verwandelt, der bevölkert wird von psychopathischen Verbrechern, korrupten Sheriffs und religiösen Fanatikern. Arvin ringt um einen Ausweg aus dieser Welt. Doch als seine Freundin vom Ortsprediger missbraucht wird und sich daraufhin erhängt, nimmt auch er das Gesetz in die eigene Hand. Zur gleichen Zeit, nur wenige Meilen entfernt, brechen die beiden Serienkiller Carl und Sandy zur Jagd auf. Sie locken arglose Tramper in ihren Wagen, um sie dort auf brutale Art und Weise umzubringen. Irgendwo in der Tiefe des Hinterlandes, in jenem unsichtbaren Grenzgebiet zwischen Zivilisation und archaischer Grausamkeit, kreuzen sie schließlich Arvins Weg. Melanie Kottig meint: Morbide Spannung bis zur letzten Seite! (Buchinfo)

KK 799: William Boyd – Eine große Zeit (Audio)

[aartikel]3862311813:left[/aartikel] Wien, 1913: Lysander Rief, ein aufstrebender junger Schauspieler, lernt in der Praxis seines Psychoanalytikers die betörende Hetti Bull kennen und ist ihr sofort verfallen. Hetti öffnet ihm die Türen zum ausschweifenden Wiener Künstlerleben und spielt mit ihm ein undurchschaubares Spiel aus Verführung und Verrat, das ihn schließlich zur Flucht nach London und in die Arme britischer Agenten treibt. Melanie Kottig meint: Genau richtig, um in die Zeit der Jahre 1913 und folgende einzutauchen und absolut keine Langeweile zu verspüren! (Buchinfo)

KK 798: Leena Lehtolainen – Sag mir, wo die Mädchen sind

[aartikel]3463406071:left[/aartikel] Innerhalb weniger Wochen verschwinden in Espoo drei muslimische Mädchen. Die Teenager haben oft einen Jugendclub besucht, in dem auch Maria Kallios Tochter Iida gern ihre Freizeit verbringt. Kallio hat vor kurzem die Leitung einer Sondereinheit der Kripo übernommen und befasst sich mit Fällen wie diesem, die aus dem üblichen Ermittlungsraster fallen. Kaum hat Marias Team damit begonnen, Menschen aus dem Umfeld der Mädchen zu befragen, taucht ein weiteres totes Mädchen auf. Die Iranerin Noor wurde mit ihrem eigenen Kopftuch erdrosselt. Schnell stellt sich heraus, dass das Mädchen einen finnischen Freund hatte. Alle Spuren deuten auf einen Ehrenmord. Während der Verbleib der anderen drei Mädchen nach und nach zu klären ist, wird Noors Cousin verhaftet. Dann aber stößt Maria Kallio in dem Jugendclub auf Umtriebe, die sie an ihrem Verdacht zweifeln lassen. Petra Böhnke-Cappel meint: Das war nicht meine Maria Kallio, wie ich sie kenne! Trotzdem ein gut recherchierter Krimi! (Buchinfo)

KK 797: Gisa Klönne – Nichts als Erlösung

[aartikel]3550087772:left[/aartikel] Ein Toter ohne Gesicht mitten in der Kölner Altstadt. Die Ermittlungen führen Hauptkommissarin Judith Krieger in die Vergangenheit. Zu einer Familientragödie. Und zu einem Kinderheim, dessen Wurzeln bis in die NS-Zeit reichen. Ist der Täter ein ehemaliges Heimkind? Ist Rache sein Motiv? Schon bald fordert er Judith Krieger zu einem perfiden Wettkampf heraus. Justyna Orzechowska meint: Als Printausgabe eine super Story – als Hörbuch nicht ganz so gelungen. (Buchinfo)

KK 796: Monica Kristensen – Suche

[aartikel]3442744342:left[/aartikel] Longyearbyen, die Hauptstadt von Spitzbergen: Im städtischen Kindergarten gehen seltsame Dinge vor sich. Immer wieder verschwinden Kinder von dort. Sie sind aber nicht lange fort. Die Erzieherinnen sind beunruhigt, nehmen es aber nicht wirklich ernst, dass die Kinder nicht erzählen wollen, wo sie gewesen sind. Eines Tages tritt dann das Gefürchtete ein: Ein kleines Mädchen verschwindet – und taucht nicht mehr auf. Eine hektische Suche beginnt. Die Spuren, die sie hinterließ, führen in die Grubenschächte, hinunter in die Tiefe stillgelegter Kohlengruben auf Spitzbergen. Und bald wird klar, dass sie nicht die Einzige ist, die in der überschaubaren Welt von Spitzbergen verloren ging … Petra Böhnke-Cappel meint: Ein sanfter Krimi aus dem weißen Spitzbergen! (Buchinfo)

KK 795: Janine Binder – Seine Toten kann man sich nicht aussuchen

[aartikel]3492273149:left[/aartikel] Einsatzstichwort »hilflose Person«. Ein dunkles Treppenhaus, leises Wimmern und keine Ahnung, welches Schreckensszenario sich hinter der Wohnungstür verbirgt. Einsatzstichwort »gefährliche Körperverletzung«. 30 Männer schlagen sich betrunken die Köpfe ein. Ausgang ungewiss, nur eins ist klar: Unverletzt wird Janine Binder heute nicht nach Hause gehen. Seit sie 16 ist, ist die 30-Jährige als Polizistin im Einsatz – und kann heute schon nicht mehr zählen, wie viele Tote sie gesehen hat. Trotzdem würde sie mit niemandem tauschen wollen. Ihr Job ist hart – aber unverzichtbar. Marion Borcherding meint: Ein lesenswertes Plädoyer für den Polizeiberuf. (Buchinfo)

KK 794: Mechtild Borrmann – Wer das Schweigen bricht

[aartikel]386532231X:left[/aartikel] August 1939: In den Wirren des Zweiten Weltkriegs verlieren sich sechs junge Menschen in einem Netz aus Freundschaft, inniger Liebe und tiefgreifendem Hass. Was aber hat das mit Robert Lubisch zu tun, der beinahe 60 Jahre später im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, den SS-Ausweis eines Unbekannten und das Foto einer schönen Frau findet? Lubisch’ Neugierde ist geweckt: War sein Vater doch nicht so makellos, wie er immer angenommen hatte? Und wer ist die Fremde? Auf der Suche nach Antworten stößt Robert Lubisch auf die ehrgeizige Journalistin Rita Albers, die sofort eine große Story wittert. Doch die Wahrheit lockt die Geister der Vergangenheit wieder hervor und zieht grausame Folgen nach sich. Lubisch ahnt, dass die Geschichte seines Vaters noch viel dunkler ist, als er befürchtet hat. Danach ist nichts mehr, wie es einmal war. Susanne Martin meint: Packend und vielschichtig – eine unbedingte Leseempfehlung! (Buchinfo)

KK 793: Camilla Läckberg – Meerjungfrau

[aartikel]3471350160:left[/aartikel] Ein Strauß weißer Lilien, ein Umschlag. Christian Thydell, der beliebte Bibliothekar von Fjällbacka, wird bedroht. »Sie ist immer bei Dir. Und Dein Tod ist nah«, heißt es in dem Brief. Nachts dringt jemand in sein Haus ein und beschmiert seine beiden Kinder mit blutroter Farbe. Die Situation eskaliert, als Christians Freund Magnus tot im Meer gefunden wird. Kommissar Patrik Hedström vermutet ein Familiendrama und beginnt in der Vergangenheit zu graben. Doch erst seine Frau, die Schriftstellerin Erica Falck, entdeckt eine ganz andere Spur. Petra Böhnke-Cappel meint: Schleppender Einstieg, gewinnt aber an Fahrt mit überraschendem Ende! (Buchinfo)

KK 792: Dieter Weißbach – Stockinger

[aartikel]3869061359:left[/aartikel] Sein Großvater Adolf war ein Bergbauer vom alten Schlag und glühender Hitler-Verehrer, sein Vater Jacob dagegen verließ als junger Mann die Heimat, um im Ausland sein Geld zu verdienen, und kehrte erst im Alter in das Werdenfelser Land zurück. Alfons Stockinger wird 1937 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Er tritt nicht in die Fußstapfen seiner männlichen Vorfahren, denn Alfons Stockinger ist anders. Seine Kindheit auf dem elterlichen Hof nahe der tiefen Partnachklamm endet abrupt mit einem schrecklichen Ereignis, das von nun an sein Dasein überschattet und ihn nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Über Jahrzehnte folgt der Leser ihm ab diesem Zeitpunkt durch sein wechselvolles, pralles Leben, begleitet ihn durch seine Ehen, Affären, bei den Geburten seiner Kinder, in dunkelsten Zeiten und raren Momenten der Freude. Susanne K. meint: Das Buch hat alles, was man braucht, um Bestseller zu werden. (Buchinfo)

KK 791: Wulf Dorn – Dunkler Wahn

[aartikel]3453267052:left[/aartikel] Ein Rosenstrauß ohne Absender. Geschenke vor der Haustür. Briefe unter dem Scheibenwischer … Der Psychiater Jan Forstner wird von einer Unbekannten mit Liebesbezeugungen überhäuft. Anfangs glaubt Jan noch an die harmlose Schwärmerei einer ehemaligen Patientin. Doch dann bittet ihn ein Journalist um Mithilfe im Fall einer geistig gestörten Person und wird kurz darauf ermordet. Jan erkennt, dass er ins Visier einer Wahnsinnigen geraten ist. Und seine Verfolgerin schreckt vor nichts zurück. Stefan Baumgartner meint: Dorn zeichnet ein feines Portrait einer wahnsinnigen Stalkerin und sorgt für absolute Gänsehaut. Spannend bis zur letzten Seite! (Buchinfo)

KK 790: Gilbert Keith Chesterton – Father Browns Geheimnis (Audio)

[aartikel]3942416905:left[/aartikel] 10 neue Geschichten mit dem sympathischen Priester, der mit psychologischem Einfühlungsvermögen und durch logische Schlüsse auch die scheinbar mysteriösesten Kriminalfälle löst, in die er wie durch Zufall hineinstolpert.

Melanie Kottig meint: Wunderbar, um die Gedanken schweifen zu lassen und mitzurätseln! (Verlag)

KK 784: Jo Nesbø – Die Larve

[aartikel]3550088736:left[/aartikel] Harry Hole ist endgültig aus dem Polizeidienst ausgestiegen und lebt in Hongkong. Doch dann erreicht ihn ein Alarmruf: Oleg, der Sohn seiner großen Liebe Rakel, sitzt im Gefängnis. Angeklagt wegen Mordes an einem Freund. Sämtliche Indizien deuten darauf hin, dass Oleg tatsächlich der Täter ist. Harry Hole glaubt nicht an diese einfache Lösung. Er kehrt nach Oslo zurück, um den wahren Mörder zu finden – und muss sich seiner eigenen Vergangenheit stellen. Petra Böhnke-Cappel meint: Packend und fesselnd, ein absolutes Lesemuss! (Verlag)

KK 783: Franziska Franke – Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris

[aartikel]3942446197:left[/aartikel] Der englische Buchhändler David Tristram besucht seinen Freund Sherlock Holmes im südfranzösischen Montpellier, wo dieser abseits der Großstadthektik seinen chemischen Experimenten nachgeht. Gemeinsam statten sie einem Antiquariat in Nîmes einen Besuch ab. Dort ist Holmes nämlich keine geringere Lektüre als das Tagebuch seiner Großmutter angeboten worden. Doch der Besitzer des Manuskrips, ein Anwalt, erscheint nicht zum vereinbarten Zeitpunkt, und am folgenden Tag müssen sie der Zeitung entnehmen, dass der Anwalt in Paris ermordet aufgefunden worden ist … Melanie Kottig meint: Schön für zwischendurch, aber leider nicht nach Doyles Vorbild. (Verlag) Nachtrag: Melanie weist auf ein Misverständnis hin: „Und zwar habe ich in der Rezi gesagt, dass in dem Buch Watson kein Arzt sei. Jedoch ist in dem Buch so die gewohnte Holmes-Watson-Stimmung aufgekommen, dass ich schlichtweg einfach Holmes‘ neuen Assistenten Tristam mit Watson assoziiert habe.“

KK 781: Kurt Palm – Bad Fucking

[aartikel]3499256533:left[/aartikel] Für ihr Ferienlager hat die Cheerleadergruppe Vienna Honeybees ein hübsches, ruhiges Fleckchen ausgewählt. Doch es braut sich etwas zusammen im idyllischen Bad Fucking: Der Sonderling Vitus Schallmoser liegt plötzlich tot in seiner Wohnhöhle, der Zahnarzt Dr. Ulrich wird von seiner Putzfrau mit Nacktfotos erpresst, und dann verschwindet auch noch die Innenministerin spurlos. Sie wollte am Höllensee ein Asylantenheim errichten lassen. Camilla Glyck vom Bundeskriminalamt steht vor einem Rätsel. Das alles (und noch viel mehr) geschieht, während sich Tausende Aale und ein Mordsunwetter auf Bad Fucking zubewegen … Stefan Baumgartner meint: Was als vielversprechender und skurriler Austrokrimi beginnt, endet in einem wirren, flachwitzigen und unbefriedigtem Werk, das nicht weiß, was es sein will und welche Themen es noch nicht oberflächlich behandelt hat. Einzig der Wortwitz im Titel bleibt lustig, aber auch nur, bis man ihn im Roman zu Tode erklärt hat. (Buchinfo)

KK 779: Sara J. Henry – Ein Herzschlag bis zum Tod

[aartikel]3423248882:left[/aartikel] Mit einem lebensgefährlichen Sprung von einer Fähre rettet die Journalistin Troy einem kleinen Jungen das Leben. Offenbar wird er von niemandem vermisst. Was ist geschehen? Nach und nach gewinnt sie das Vertrauen des kleinen Paul, und er erzählt ihr eine furchtbare Geschichte: Er wurde gemeinsam mit seiner Mutter entführt und monatelang in einem kahlen Zimmer gefangengehalten. Wer steckt hinter der Entführung? Etwa der Vater? Troy beschließt, den Kleinen auf keinen Fall den Behörden oder dem Vater zu übergeben, ohne sicher zu sein, dass dieser nichts mit dem Verbrechen zu tun hatte. Ein Entschluss, der dramatische und hochgefährliche Folgen haben wird … Melanie Kottig meint: Mein absolutes Jahreshighlight 2011! (Buchinfo)

KK 778: Anne Kuhlmeyer – Die Spur der Zugvögel

[aartikel]3935263910:left[/aartikel] In das St. Vincenz-Hospital werden die Opfer einer schweren Schlägerei eingeliefert: Ein 15-jähriger Libanese, komatös, und Kriminalhauptkommissar Conrad Böse, der dem Jungen zu Hilfe kommen wollte. Ein banaler Streit unter Jugendlichen, der ausgeartet ist? Ein ausländerfeindlicher Hintergrund? Merkwürdig, dass sich zunächst keine Zeugen finden lassen. Böses Mitarbeiter tun sich schwer. Die Personaldecke ist dünn. Julia Morgenstern ist zwar nach einer Auszeit voller Zweifel wieder in den Dienst zurückgekehrt und bereits mit dem Fall einer vermissten jungen Frau befasst, aber sie kämpft mit anderen Problemen. Ihr Kollege Sven Bentrup scheut Ermittlungen vor Ort und verkriecht sich hinter seinem Polizei-Computer. Das Team wird durch den dramatischen Verlauf der Ereignisse auf eine harte Probe gestellt … Marion Borcherding meint: Gut lesbar, aber keine reine Krimikost. (Buchinfos)

KK 776: Olle Lönnaeus – Der Tod geht um in Tomelilla

[aartikel]3862520161:left[/aartikel]Als sich die Gefängnistore für Mike Larsson öffnen, hat der Ex-Kleinkriminelle mit dem großen Herzen nur einen Gedanken: endlich ein anständiges Leben führen und seinem Sohn Robin ein guter Vater sein. Mike kehrt zurück in seine Heimat, das Provinznest Tomelilla. Dort kommt er bei seinem alten Kumpel Rolle unter und findet Arbeit bei Schrotthändler Boris. Doch ganz so glatt läuft es dann doch nicht. Als Boris ihn nach Litauen schickt, um einen kleinen Auftrag zu erledigen, entpuppt sich der als nicht ganz harmlos. Irgendwie scheinen auch Robin und Rolle etwas vor ihm zu verbergen. Und welche Absichten hat die geheimnisvolle Amela, die plötzlich auf Boris’ Schrottplatz auftaucht? Wieder einmal spielt das Leben Mike einen Streich. Ehe er sich’s versieht, hat er eine Leiche in der Tiefkühltruhe und steht unter Mordverdacht … Petra Böhnke-Cappel meint: Ein Krimi der anderen Art; das muss man mögen – oder eben nicht! (Buchinfos)

KK 774: Kristina Ohlsson – Aschenputtel

[aartikel]3809025917:left[/aartikel]Hochsommer in Schweden. Es regnet Bindfäden. Der voll besetzte Schnellzug nach Stockholm muss außerplanmäßig halten. Eine junge Frau tritt hinaus auf den Bahnsteig, um ungestört zu telefonieren – und wird von ihrer Tochter getrennt, als der Zug ohne Vorwarnung weiterfährt. Der Schaffner wird alarmiert, doch als er das kleine Mädchen abholen will, ist es spurlos verschwunden. Dutzende potenzieller Zeugen haben nichts beobachtet. Das Ermittlerteam um Kommissar Alex Recht und Fahndungsspezialistin Fredrika Bergman wird auf den Fall angesetzt. Zunächst sieht es so aus, als stecke der Vater des Mädchens selbst dahinter. Doch dann wird das Kind tot in Nordschweden gefunden. Wenig später wird ein zweites Kind verschleppt, und der Fall entwickelt sich zu einem Albtraum – denn der Mörder ist nicht nur skrupellos, sondern geradezu brillant in seinem Tun … Petra Böhnke-Cappel meint: Schwieriges Thema, toll geschrieben! Absolut lesenswert! (Buchinfo)

KK 773: Antje Friedrichs – Brüderchen, tanz mit mir

[aartikel]3935263902:left[/aartikel]Sommer 1992. Ein altes Familiengeheimnis führt Tine Korthus zurück nach Paderborn. Im Gepäck hat sie ein Fotoalbum aus dem Nachlass ihrer Mutter. Darin versteckt ist das Bild eines Säuglings. Wer ist dieses Kind? In ihrer alten Heimatstadt begibt sie sich auf Spuren­­suche. Doch ihre Fragen stoßen auf Ablehnung. Aus­gerechnet auf Libori holen die Schatten der Ver­gangen­heit sie ein, und Tine gerät in große Gefahr.  Simone Schultze meint: Dieser Krimi lädt den Leser ein, Paderborn zu besuchen! (Buchinfo)

KK 771: Rudolf Jagusch – Eifelbaron

[aartikel]3897058847:left[/aartikel]Im Wald von Mechernich macht der Förster bei seinem Rundgang einen grausigen Fund: An einem Steindenkmal lehnt eine kopflose männliche Leiche. Der Eifeler Hauptkommissar Horst Fischbach von der neu eingerichteten Mordkommission Euskirchen und sein Kölner Kollege Welscher übernehmen die Ermittlungen. Dabei weht ihnen nicht nur die eisige Winterluft der Eifel entgegen, sondern sie müssen auch in die tiefsten Abgründe menschlicher Verkommenheit blicken … Simone Schultze meint: Unbedingt lesen, war rundum gut! (Buchinfo)

KK 769: Elke Schwab – Mörderisches Puzzle

[aartikel]3932927370:left[/aartikel]Saarbrücken heute. Die Polizeibeamten Lukas Baccus und Theo Borg bekommen es mit einem äußerst schwierigen Fall zu tun: Erwin Frisch, Chefredakteur der führenden Saarländischen Tageszeitung, verschwindet spurlos. Kurze Zeit später treffen Postpakete bei den Ermittlern ein, obwohl sie nichts bestellt haben. Diese Pakete beinhalten abgetrennte Körperteile eines Mannes, die der Pathologe dem Vermissten zuordnen kann. Weiterhin stellt er zum Entsetzen aller fest, dass das Opfer noch leben muss. Damit beginnt für Baccus und Borg ein Wettlauf gegen die Zeit … Susanne K. meint: Ich war überrascht, dass ein Regionalkrimi so spannend sein kann! (Buchinfo)

KK 768: Norbert Horst – Splitter im Auge

[aartikel]3442475465:left[/aartikel] Thomas Adam, 50, genannt Steiger, ist Mitglied des Einsatztrupps der Dortmunder Polizei. Vor kurzem untersuchte er den Sexualmord an einem jungen Mädchen. Der Täter war schnell gefasst und durch eindeutige Spuren überführt. Trotzdem hat Steiger Zweifel. Zum Ärger seiner Dienststelle ermittelt er weiter und stößt auf zwei ähnliche Fälle. Handelt es sich um einen Serienmörder? Und wie kommen die Spuren an die Tatorte, die auf andere Täter hinweisen? Die Wahrheit ist so ungeheuerlich, dass der Fall selbst dem abgebrühten Steiger an die Nieren geht. Petra Böhnke-Cappel meint: Ein Krimi aus Sicht des Polizeialltags, der sehr realistisch dargestellt ist. Klasse! (Buchinfo)

KK 767: Jens Lapidus – Mach sie fertig

[aartikel]3502101949:left[/aartikel]Wie zum Teufel war er nur in diese Situation geraten? Er wollte doch eigentlich das Leben genießen. War endlich raus aus dem Knast. Doch dann kam das hier. Konnte Game over bedeuten. Verdammte Scheiße. – Durch einen brutalen Mord, der von höchsten Regierungskreisen vertuscht werden soll, kreuzen sich die Wege von Mahmud, einem unvorsichtigen Drogendealer, Thomas, einem gestrauchelten Polizisten und Niklas, einem ehemaligen Söldner im Irak. Jeder versucht auf seine Weise, mit diesem Leben fertig zu werden, denn schon lange ist die Grenze zwischen Gut und Böse aufgehoben. Und es gibt einen, der die Fäden zieht: Radovan Kranjic, der große Pate der Unterwelt. Miriam Voßmann meint: „Mach sie fertig“ ist ein komplexer Thriller, der durch seinen außergewöhnlichen Erzählstil auffällt, mich aber leider gar nicht begeistern konnte. (Buchinfo)

KK 766: Christian von Ditfurth – Das Moskau-Spiel

[aartikel]3462042602:left[/aartikel] Moskau, 2010. Der beste Mann des BND stirbt bei einem Verkehrsunfall. Nachwuchsagent Theo Martenthaler wird nach Russland geschickt, um die Formalien zu regeln. Eine traurige Routinesache, glaubt er, bis die Moskauer Rechtsmedizin ihm statt der Leiche eine Urne aushändigt, und sich die Indizien für ein Verbrechen mehren. Obwohl es gegen seinen Auftrag und russische Gesetze verstößt, recherchiert Martenthaler auf eigene Faust weiter. Als er ein Leichenfoto findet, das die Unfallversion widerlegt, reist er ab, den Mordbeweis im Gepäck. Doch es stellt sich heraus, dass Martenthaler einem raffinierten Gegner in die Falle gegangen ist. Das Spiel scheint beendet. Aber Martenthaler gibt nicht auf. Und erfährt, dass er ganz woanders suchen muss: bei seinem eigenen Vater. Friederike Brühöfener meint: Ein guter historischer Roman, aber kein Thriller. (Buchinfos)

KK 764: Todd Ritter – Das Schweigen der Toten

[aartikel]349925588X:left[/aartikel] Ein gefesselter Mann, die Augen verbunden.
Er lauscht in die Dunkelheit. Er hört Schritte.
Er will schreien und kann es nicht.
Seit Menschengedenken hat sich in Perry Hollow kein Gewaltverbrechen ereignet. Doch an diesem Morgen wird ein Bürger des kleinen Ortes gefunden: in einem Sarg, die Lippen zugenäht, der Körper ausgeblutet. Während sich Kat Campbell, Sheriff der kleinen Stadt, an die Ermittlungen macht, geht bei der Perry Hollow Gazette der Text für eine weitere Traueranzeige ein. Todeszeit: in einer halben Stunde. Susanne K. meint: Gelungenes Debüt – spannend bis zum Schluss! (Buchinfo)

KK 763: Lars Kepler – Paganinis Fluch

[aartikel]3785724284:left[/aartikel] Carl Palmcrona wird im Stockholmer Nobelstadtteil Östermalm in seiner Wohnung tot aufgefunden. Das Zimmer, in dem er an einem Strick hängt, ist unmöbliert – es gibt darin nichts, worauf er hätte steigen können, um Selbstmord zu begehen. Am selben Tag wird auf einer Jacht, die in den Stockholmer Schären treibt, eine tote Frau entdeckt. Ihre Lungen sind mit Meerwasser gefüllt, ihr Körper und ihre Kleider jedoch vollkommen trocken. Sie ist auf einem Boot ertrunken, das noch schwimmt …  Petra Böhnke-Cappel meint: Das Buch ist trotz der 621 Seiten super spannend. Ich hoffe, dass solche Alpträume niemals wahr werden! (Buchinfo)

KK 762: Volker Streiter – Fressen ihn die Raben

[aartikel]3935263805:left[/aartikel] Am Königssee explodiert ein voll besetzter Reisebus. Fieberhaft laufen die Ermittlungen. Jetzt werden alle Polizeikräfte in Berchtesgaden gebraucht. Dagegen scheinen die Probleme oben am Funtensee eher klein: ein erpresserischer Gastronomie-Kritiker und ein gestohlenes Satellitentelefon. Doch dann fällt plötzlich über dem Steinernen Meer eine Hand vom Himmel. Die Hütten-Wirtin ist gar nicht begeistert, als ein Bergwanderer mit diesem Fund zu ihr kommt. Gut, dass gerade eine vermeintliche Rechtsmedizinerin im Haus ist, denn die zuständigen Kommissare Schartauer und Heustapel sind im Tal vorerst unabkömmlich. Jennifer Orr meint: Nur für Berchtesgadenfans und Alpenwanderer zu empfehlen! (Buchinfo)