1984: Lesley Kara – Das Gerücht

Es ist nur ein Gerücht… oder doch nicht? Als Joanna mit ihrem kleinen Sohn aus London wegzieht, weil dieser in der Schule gemobbt wird, hofft sie auf ein ruhiges Leben in ruhiger Umgebung. Zunächst scheint das auch zu klappen, doch dann hört Joanna das Gerücht, dass die Kindermörderin Sally McGowan im Ort leben soll. Joanna erzählt es weiter – und eine fatale Geschichte beginnt, denn Misstrauen macht sich breit und nicht nur Joanna muss sich fragen, ob McGowan wirklich in ihrer Nähe lebt und wenn ja, wer sie heute ist. Dann geschehen bedrohliche Dinge, und Joanna fragt sich, was sie da losgetreten hat – und ob sie dem entkommen kann.
Lesley Kara hat einen Psychothriller geschrieben, der den Leser bis zur letzten Seite fesselt und eine unheimlich-bedrohliche Atmosphäre aufbaut. Vorhersehbar: Null. Nervenkitzel: Hundert. dtv

1971: Joe Fischler – Die Toten vom Lärchensee

Im zweiten Band der Arno-Bussi-Reihe muss dieser sich um einen Cold Case kümmern. Wäre da doch nicht die Sache mit der Frau des Innenministers gewesen… dann wäre vielleicht endlich die Karriere, die Arno eigentlich anstrebt, in Aussucht. Allerdings stellt er schnell fest, dass am schönen Lärchensee seit der Tat vor 5 Jahren beiweitem nicht alles super ist: Der Streit um eine Neubebauung um den See herum sorgt für Aufruhr, dann gibt es einen Toten. Ist er etwa nicht nur wegen des Cold Case dorthin geschickt worden und es gibt einen anderen Grund für seine Anwesenheit..?
Joe Fischler ist ein Meister der skurrilen, aber dennoch glaubwürden Charaktere. Soweit überzogen wie notwendig, um den Lesern sehr gut im Gedächtnis zu bleiben, sind alle seine Figuren glaubwürdig und seine Geschichten unwahrscheinlich-wahrscheinlich. In „Die Toten vom Lärchensee“ beweist der Autor erneut, dass schräge, witzige Krimis nicht albern oder abgedroschen sein müssen – sondern einfach nur unterhaltsam, kurzweilig und spannend sein können! Kiwi

1969: Patrick Quentin – Mord im Irrenhaus

Wer besondere, hochqualitative, spannende und oft ungewöhnliche Bücher sucht, ist bei ATRIUM genau richtig: Dort gibt es immer wieder und ausschließlich herausragende Literatur – auch für Krimifans. „Mord im Irrenhaus“ ist ein solch herausragendes Buch, denn das Autorenduo, das sich hinter dem Pseudonym Patrick Quentin verbirgt und das Buch 1936 herausbrachte, hat mit diesem Werk für uns Leser ein Rätsel vorbereitet, dem wir einfach auf den Grund gehen müssen. Ohne zu wissen, was wahr ist und was den Krankheiten der Sanatoriumspatienten entspringt folgen wir Protagonist Peter Duluth in den Wahnsinn hinein – oder doch nur auf die Spur eines kaltblütigen Mörders? Atrium (bei Politycki & Partner)

1920: Melanie Raabe – Die Wälder

Was für ein unglaublich genialer Thriller! Melanie Raabe lässt in “ Die Wälder“ Ärztin Nina nach der Wahrheit über das Verschwinden von Gloria suchen, der Schwester ihres besten Freundes aus Kindertagen. Tim hatte versucht, Nina zu erreichen, sie hatte nicht zurückgerufen – und jetzt ist Tim tot. All das lässt Nina einen Plan ausführen, der auf den ersten Blick verrückt zu sein scheint und sie am Ende doch mehr herausfinden lässt, als Nina jemals geahnt hätte. btb

1837: Elly Griffiths – Grabesgrund

In Norfolk wird auf dem ehemaligen Land der alten Adelsfamilie Blackstock ein Kampfflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Darin befinden sich die Überreste einer Leiche, Fred Blackstock. Die forensische Archäologin Dr. Ruth Galloway unterstützt die Polizei bei der Klärung der Hintergründe, denn die Leiche kam nicht in diesem Flugzeug ums Leben. Kurze Zeit später werden auf dem Anwesen der Blackstocks weitere Knochen gefunden und Familienangehörige attackiert. Wird es DCI Harry Nelson gelingen, die Hintergründe zu klären ? rororo

1813: Harlan Coben – Suche mich nicht

Harlan Cobens Bücher sind immer wieder eine echte Überraschung – zumindest die Wendungen, mit denen man einfach nicht rechnet und nicht rechnen kann, sind es! In „Suche mich nicht“ ist Simon (in Widerspruch zum Titel) auf der Suche nach einem seiner frei Kinder, ohne zu ahnen, was er damit lostritt. Oder gerät er vielmehr in etwas hinein, das er – und auch andere – ziemlich unterschätzt haben? Für Simon steht bei der ganzen Geschichte vor allem eine Frage im Raum: Wo ist seine Tochter? Goldmann

1791: Andrew Hart – Im Dunkeln bist du nie allein

Eigentlich wollte Janice mit ihren Urlaubsbekanntschaften
von vor 5 Jahren – Melissa, Simon, Brad, Kristen und Marcus – erneut eine tolle Zeit in Griechenland verbringen. Doch jetzt ist sie gefangen, angekettet und hat keine Ahnung, was und wer dahintersteckt. Durch die zwei Erzählstränge – einer erzählt vom Beginn des Urlaubs an, was die 7 erleben (es gibt noch einen unerwarteten weiteren Urlaubsgast…) und der andere von Janice´ Gefangenschaft – baut Andrew Hart psychologische Spannung auf, die mit einigen Überraschungen aufwartet. Piper

1790: Lina Bengtsdotter: Löwenzahnkind

Sie ist eine verdammt gute Ermittlerin – mit einer geheimnisvollen Vergangenheit… Charlie kehrt für eine Ermittlung in den Ort zurück, in dem sie großgeworden ist: Gullspång. Dort ist eine Jugendliche verschwunden, und Charlie soll den Fall mit ihrem Kollegen lösen. Auch wenn sie dort niemand erkennt, kämpft Charlie mit dem, was sie früher erlebt hat – und kommt nicht nur dem Geheimnis um Annabelles Verschwinden, sondern auch ihrer eigenen Vergangenheit näher. Penguin

1740: Niklas Natt och Dag – 1793

Stockholm 1793 – zwischen den politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungen versuchen der Jurist Winge (zuständig für besondere Fälle) und der Veteran Cardell einen Mörder zu finden, der sein Opfer bestialisch gefoltert und verstümmelt hat. Das ist in dieser düsteren Zeit alles andere als einfach – und die Wahrheit, auf die sie stoßen, ist dramatisch und furchtbar zugleich… Piper

1724: Linus Geschke – Tannenstein

Der Wanderer hat wie aus dem Nichts 11 Menschen getötet – in Tannenstein. Alexander Born, ein Ex-Cop mit fragwürdiger Vergangenheit ist auf der Suche nach dem Wanderer – denn der hat seine Geliebte getötet. Die Suche ist nicht einfach, denn der Wanderer scheint nicht zu fassen zu sein. Aber Born wird nicht aufgeben – und eine blutige Jagd beginnt… Welche Rolle spielt der russische „Unternehmer“ Koslow in der ganzen Geschichte? Wird Born seine Rache am Ende bekommen? dtv

1692: Stephen King – Der Outsider

Ein Junge wird ermordet aufgefunden. Zeugen, deren Aussagen der Leser auch zu sehen bekommt, und Spuren deuten auf Terry Maitland. Ausgerechnet der  Englischlehrer und Trainer der Jugendmannschaft im Basketball soll ein Kind ermordet haben? Maitland hat ein Alibi, es gibt aber eindeutige DNA-Beweise. Wie kann er an zwei Orten gleichzeitig gewesen sein und hat er die Tat wirklich begangen? Was geht in Flint City vor?  Heyne

1613: Sabine Kornbichler – Der letzte Gast

Die alte Berna möchte sterben – denn sie ist unheilbar krank. Bevor sie sich auf die letzte Reise macht, kümmert sich Dogwalkerin Mia um Bernas Pudel Coco. Eines Tages verhält Berna sich merkwürdig, was Mia sich kaum erklären kann, und als sie zwei Stunden später noch einmal zu Bernas Haus kommt, ist diese tot. Ermordet, wie sich herausstellt. Aber wer bringt eine Frau um, die ihren Tod sowieso schon geplant hat? Mia gerät selbst in Gefahr, da der Täter weiß, dass sie vielleicht mehr gesehen hat, als Mia selbst denkt… Piper

1589: Judith Rossell – Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert

So vielseitig wie das Cover ist auch die Geschichte in diesem Buch – Stella versucht, ihren griesgrämigen Tanten auszuweichen und beobachtet ein sehr seltsames und unheimliches Verbrechen. Kurz darauf steckt sie Hals über Kopf in einer Sache, die im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Züge hat. Thienemann

1398: Nele Neuhaus – Im Wald

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Ein neuer Fall für Bodenstein und Kirchhoff – oder genauer gesagt für Bodenstein und Sander, denn Pia hat ja inzwischen geheiratet. Der Titel des Buches ist kurz und prägnant – und zutreffend: Der größte Teil der Geschichte spielt tatsächlich im Wald, in dem sich unheimliche und grausame Dinge zutragen – und zugetragen haben! Bodenstein wird nämlich außerdem mit seiner Vergangenheit konfrontiert, was für ihn nicht einfach ist. Ein von Oliver Siebeck großartig gelesenes Hörbuch auf audible.

1303: Stephen King – Finderlohn

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Nach ihrer Begeisterung über „Mr. Mercedes“ konnte Caro kaum abwarten, „Finderlohn“ zu hören, wieder gelesen von David Nathan und natürlich mit Bill Hodges – und dann geht es auch noch um einen Schriftsteller, seine Bücher und die Liebe zu einem Werk bzw. den Figuren eines Werkes… Wie ihr der zweite Teil der Trilogie gefallen hat, hört ihr hier. audible

1280: Pasi Ilmari Jääskeläinen – Lauras Verschwinden im Schnee

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Dass aus Finnland schon einige gute Kriminalromane gekommen sind, wissen die meisten – aber dieses Buch ist mehr als ein simpler Kriminalroman. „Lauras Verschwinden im Schnee“ ist in Caros Augen ein Geheimtipp für alle Bücherfreunde, denn Laura verschwindet nicht nur, sondern die literarische Gesellschaft, der sie angehörte, hat anscheinend ein Geheimnis. Dies zu ergründen fällt Ella, der Protagonistin des Romans, nicht leicht, und der Autor mit dem fast unaussprechbaren Namen spielt mit Wirklichkeit und Fiktion.. aufbau

1231: Renee Knight – Deadline

464_1929_159954_xxlEine Hörbuchrezension von Melanie Kottig. Catherine wird niemals diesen Tag vor zwanzig Jahren vergessen. Was damals passierte, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, von dem niemand jemals erfahren darf. Doch dann hält sie dieses Buch in den Händen, das ihre Geschichte bis ins Detail erzählt. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will dieser jemand von ihr? Als sie die letzte Seite erreicht, fürchtet sie, die Antwort gefunden zu haben. Sie endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine ahnt, dass dies nicht nur eine Drohung ist … Der Hörverlag

1215: Guillaume Musso – Nacht im Central Park

nachtimcentralparkEine Buchrezension von Caro Kruse. Alice und Gabriel wachen aneinandergefesselt auf einer Parkbank auf und haben keine Ahnung, wie sie in diese Situation geraten sind. Zumal sie sich nicht einmal kennen. In der Nacht zuvor ist Alice mit Freundinnen auf den Champs-Elysées ausgegangen, Gabriel hat in einem Club in Dublin Klavier gespielt. Wie konnten sie in nur so kurzer Zeit nach Amerika gelangen? Wurden sie mit einem Privatjet entführt? Von wem stammen die Blutflecken auf Alice‘ T-Shirt? Warum trägt sie eine fremde Waffe, in der eine Kugel fehlt? Alice und Gabriel bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam herauszufinden, was passiert ist. Ihre Suche führt sie auf die Spur eines Serienmörders, der Alice schon einmal um ein Haar das Leben gekostet hätte und sie nun ein weiteres Mal bedroht. Piper/Pendo

1165: Rudi Jagusch – Mordsommer

mordsommerEine Buchrezension von Caro Kruse. Ein anonymer Brief erreicht die angehende Oberstaatsanwältin Nina Lehmann. Die Enthüllung eines streng gehüteten Geheimnisses würde ihre Karriere ruinieren. Doch sie will sich nicht einschüchtern lassen und fährt zu dem im Brief genannten abgelegenen Ort in der Eifel. Zu ihrer Überraschung ist sie nicht allein einbestellt worden. Nach und nach treffen weitere fünf Mitglieder ihrer alten Schulclique ein, die ebenfalls etwas zu verbergen haben. Ein grauenhaftes Psychospiel beginnt. Heyne Verlag