2466: Sven Jacobs – Letzte Stunde Tod

Eine starke Story mit interessanten Charakteren – aber auch ein paar Schwächen.

Vom Buchblogger zum Autor zu werden, ist schon eine krasse Leistung, vor der ich schon vor dem Lesen von Svens Debütthriller meinen Hut gezogen habe. Ich glaube fast jede/r, der/die liest, träumt davon, ein eigenes Buch herauszubringen. Das ist allerdings gar nicht so leicht, immer wieder hört man von der Vielzahl der Einsendungen, die bei Verlagen eingehen, wie oft Ablehnungen kommen usw. Aber Sven hat es geschafft – und ich wollte seinen Thriller natürlich unbedingt lesen! 

Nach dem schon leicht unheimlichen Prolog, in dem wir Protagonist Max kennenlernen, starten wir gleich mitten in die Handlung hinein: Max, ein junger Lehrer am Gymnasium, der auf Männer steht, lebt sein Leben gerne leicht und unabhängig. Er tetilt seine Wohnung mit seinem Kater Balu, trifft sich gerne seinen FreundInnen Amelie und Julian, die gleichzeitig auch KollegInnen sind, und hat manchmal auch Dates – ohne etwas Festes zu wollen. Doch nach genau so einem Treffen ohne weiteren Verpflichtungen kehrt er nochmal in die Wohnung seines Dates zurück, das ihm geschrieben hatte – und findet den jungen Mann grausam ermordet auf. Max selbst wird niedergeschlagen, und damit beginnt eine rasante Abfolge von Ereignissen: Jemand scheint in Max´ Wohnung eingedrungen zu sein, es scheint, als habe er einen Stalker, der mit ihm spielt – und es gibt weitere Vorkommnisse. Wer hat es auf Max abgesehen und warum? 

Sven Jacobs hat mit „Letzte Stunde Tod“ ein richtig gut geplottetes Verwirrspiel mit vielen falschen Fährten und Abgründen geschaffen. Ich habe die ganze Zeit überlegt und mitgedacht und versucht herauszufinden, wer sich verdächtig verhält und ob er oder sie vielleicht dieses irre Spiel mit Max spielt. Eigentlich habe ich zu jeder Zeit immer mindestens eine Person verdächtigt – sogar Max´ Freunde, seine KollegInnen, SchülerInnen und andere.

Gleichzeitig war mir Max als Figur manchmal nicht nahbar genug und blieb ein wenig auf der Oberfläche. So richtig warm geworden bin ich mit ihm leider nicht. Außerdem passiert wirklich sehr viel in „Letzte Stunde Tod“, was mir manchmal schon fast zu viel war. Das trifft leider auch auf das Ende zu – wobei aber das „Ende nach dem Ende“ dann wieder richtig richtig stark ist, finde ich!

Die Rasanz der Geschichte und der Aufbau haben mir also insgesamt richtig gut gefallen, und die kleinen Abstriche machen das Buch keinesfalls schlecht! Für ein Debüt finde ich „Letzte Stunde Tod“ wirklich gelungen und es bekommt

🐀🐀🐀,5 3,5 / 5 Leseratten

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Ullstein

2062: Alexandra Fischer-Hunold – Eine Leiche zum Tee. Mord in der Bibliothek

Wir sind zurück in Ashford-on-sea! Und zurück bei Amy und ihrer Tante Clarissa, die einen reizenden kleinen Teeladen hat. Nachdem die beiden schon einmal einen Mordfall lösen konnten, ist ihr kriminalistisches Interesse natürlich nicht abgeflaut. Als während der Projektwoche an der Bilton Boarding School ausgerechnet die berühmte Krimiautorin Olivia Hartcastle stirbt, sind Amy, ihre neue beste Freundin Willow, Tante Clarissa und der Ashford-Crime-and-murder-Club natürlich direkt am Start. Und sie müssen sich mit Geistern, einem alten Geheimbund und den Gespenstern der Vergangenheit herumschlagen… ueberreuter

2055: Marc Hofmann – Der Mathelehrer und der Tod

Erfrischend, unterhaltsam und spannend – und das definitiv nicht nur für Pauker: Gregor Horvath ist Lehrer – und neuerdings auch Ermittler. Denn als ein Kollege scheinbar Selbstmord begeht, kommt ihm das seltsam vor. Kaum hat er begonnen, nach anderen Möglichkeiten zu suchen (mithilfe seiner Schüler) scheint es eine Vielzahl von Möglichkeiten zu geben,was zum Tod des Mathelehrers geführt haben könnte. Und eine davon könnte für ihn selbst gefährlich werden, weil sie die Wahrheit ist… Knaur

1779: Simon Mason – Running Girl

Er ist superschlau, hat ein fotografisches Gedächtnis, bemerkt die kleinsten Details und kann die richtigen Schlüsse ziehen – kein Wunder, dass Garvie Smith´Freunde ihn gerne mal „Sherlock“ nennen. Auf Lernen hat Garvie aber gar keine Lust, und das passt seiner Mutter genausowenig wie der Umgang mit bestimmten Freunden – und sie versucht, ihn unter Druck zu setzen. Dabei findet Garvie, dass Kommissar Singh, der den Fall um seine ermordete Exfreundin Chloe lösen soll, dringend Hilfe dabei braucht. Rowohlt

939: Aydin, Klamroth – Schulsachen

Auf dem Gelände des renommierten Prinz-von-Nassau-Gymnasiums entdeckt ein Hund die Leiche eines Schülers. Der Vater des Opfers ist unzufrieden mit dem Vorgehen der Polizei und will mithilfe einer Privatdetektivin, die sich in Hofheim auskennt, den Mörder seines Sohnes finden. Doch Elfriede Schmittke entspricht so gar nicht seinem Bild von einer erfolgreichen Ermittlerin: vollschlank, chaotisch, verarmt, allein erziehend und ihre Berufserfahrung bei der Polizei liegt auch schon fünfzehn Jahre zurück … Nur mit Mühe kann Elfriede ihn überreden, sie für zwei Tage zu engagieren. Diese Chance lässt sie sich nicht entgehen: Resolut und hartnäckig stöbert sie hinter den Kulissen des Schulalltags. Sie stößt auf Gewalt, Mobbing, Erpressung und Hass. Der Polizei ist sie schnell ein Stück voraus. Wenn da nur nicht Tante Ingeborg wäre, die sich ungefragt bei Elfriede einquartiert hat und ihr Privatleben gehörig durcheinanderbringt. Eine Buchvorstellung von Melanie Kottig. (Verlag)

KK 826: Rob Alef – Kleine Biester

[aartikel]3867891362:left[/aartikel] In Berlin verschwinden Kinder von Spielplätzen. Genauer: Sie stürzen in riesige Krater, die sich urplötzlich dort auftun. Hysterie macht sich breit. Was die Kinder verbindet, ist ihre Schulsituation: Der Wechsel aufs Gymnasium stand kurz bevor. Kommissar Pachulke ermittelt im Kreis der Eltern …Carola Nümann meint: Ein Buch, das mit extremer Spannung und satirischen Zügen Dinge auf den Punkt bringt. (Verlag)

KK 519: Jilliane Hoffman – Mädchenfänger

„P.S. Pink steht dir.CUL8R“. Die zwölfjährige Lainey kann es kaum fassen. Zach, der gut aussehende Sonnyboy aus dem Chatroom steht offensichtlich auf sie. Und er will sie treffen. Als sie von der Schule nicht nach Hause kommt, nehmen alle an, dass Lainey weggelaufen ist. So wie ihre ältere Schwester Denise vor ein paar Jahren. Routinemäßig wird FBI Agent Bob Dees in die Untersuchung miteinbezogen. Bobby ist Spezialist für verschwundene Kinder – nicht nur beruflich, sondern auch privat. Seine eigene Tochter Katy verschwand vor fast einem Jahr und niemand hat seitdem wieder etwas von ihr gehört. Lainey ist nicht weggelaufen, da ist sich Bob sicher. Doch zunächst führen alle Spuren ins Nichts. Bis ihm ein schreckliches Gemälde zugespielt wird – es zeigt eine gefesselte junge Frau. Anhand des Gemäldes findet Bobby heraus, wo das Mädchen gefangen gehalten wird – doch sie kommen zu spät. Das Mädchen ist tot. Es ist nicht Lainey, doch im Bild finden sich Hinweise auf sie. Bobby kommt der Verdacht, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben, der es auf junge Mädchen abgesehen hat, von denen alle denken, sie seien weggelaufen. So wie Katy… >>>> Miriam Voßmann stellt vor: „Mädchenfänger“ von Jilliane Hoffman, übersetzt von Sophie Zeitz, als gebundene Ausgabe im Juli 2010 bei Wunderlich (464 Seiten, 19,95 EUR). Hier klicken, um die Besprechung anzuhören: