1394: Thomas Nommensen – Wintertod

wintertod

Eine Leiche auf einem Friedhof ist nichts Besonderes, außer wenn sie dort nicht regulär beerdigt, sondern ermordet abgelegt wurde. Und es steckt mehr hinter diesem Fall, als sich Arne Larsen und seine neue Kollegin Mayla Aslan zunächst vorstellen. Währenddessen nimmt eine traumatisierte Lehrerin seltsames Verhalten bei einer ihrer Schülerinnen wahr… rowohlt

KK 820: Simon Urban – Plan D

Ostberlin 2011: Die Wiedervereinigung hat es nie gegeben, Egon Krenz ist seit 22 Jahren an der Macht und die DDR nahezu pleite. Die Hauptstadt: ein maroder Moloch, verpestet und verdreckt von Millionen Ölmotoren des Trabant-Nachfolgers Phobos. Die letzte Chance für den Sozialismus: Wirtschaftsverhandlungen mit der BRD und ihrem Bundeskanzler Oskar Lafontaine. Doch dann wird ein ehemaliger Berater von Krenz ermordet aufgefunden – und alles weist darauf hin, dass die Täter aus den Reihen der Stasi kommen. Als auch noch der SPIEGEL über diesen Fall berichtet, ist klar: Wird die Unschuld der Stasi nicht bewiesen, ist die DDR endgültig erledigt. Carola Nümann meint: „Spöttisch-ironisch, erheiternd, spannend, kontrafaktisch und einfach genial.“ (Verlag)

KK 765: Wolfram Fleischhauer – Torso

Zwei Tote. Ein Rätsel. Keine Gnade. In einem leerstehenden Berliner Hochhaus macht die Polizei einen grausigen Fund. Ein makaber drapierter Frauentorso stellt alles in den Schatten, was Hauptkommissar Zollanger in seiner Laufbahn je zu sehen bekam. Anderswo in Berlin will eine verzweifelte junge Frau nicht an den »Selbstmord« ihres Bruders glauben – und sticht ahnungslos in ein Wespennest aus Gier, Verrat und Vertuschung übelster politischer Machenschaften. Carola Nümann hat den ersten Thriller des Autors gelesen und meint: Solide, lesenswert, aber nicht Fleischhauers bestes Buch. (Buchinfo)

KK 295: Sammelrezension Sednik, Gaertner

Roland Sednik – Abgründe: Dreihundert Tage Sonne im Jahr und ein Lebensgefühl, das seinesgleichen sucht. Das ist der Tessin, die Sonnenstube der Schweiz. Doch wo viel Licht, da ist auch viel Schatten. In Locarno am Lago Maggiore wird ein Toter gefunden. Es ist Padre Dante Permossa aus dem nahen Bergdorf Sonogno. Was ist geschehen? Wie kommt es, dass ein bekannter und allseits beliebter Padre mit eingeschlagenem Schädel auf der Straße liegt? Bei ihren Ermittlungen treffen die Kommissare Andrea Tozzi und Franco Ferenci auf eine Mauer des Schweigens. Sonogno wirkt wie eine uneinnehmbare Festung, die keinen Blick hinter die Kulissen erlaubt. Doch mit Hilfe des ehemaligen Dorfpolizisten Botazzi stoßen die Kommissare schließlich in ein Wespennest aus Intrigen und kriminellen Machenschaften, an denen der Padre nicht unbeteiligt war. Dann geschieht ein zweiter Mord, und die Karten werden neu gemischt…

Ulrich W. Gaertner – Rot macht tot: Was zunächst so betulich beginnt und sich fast wie eine deutsche Familiensage der fünfziger Jahre ausmacht, weitet sich in der Folge zu einem Thriller beider deutscher Staaten aus, in dessen Zentrum sich zwei Männer bekämpfen, die einst Jugendfreunde waren. Der eine, ein BRD-Kommissar bei der Inspektion Lüneburg, der damals als Zehnjähriger seinem Kamerad bei einer Mißbrauchssituation das Leben rettete, der andere, ein inzwischen linientreuer Spitzenagent der DDR, der für hochrangige Sonderaufträge zuständig ist. So entfaltet sich nicht nur ein Kampf der Systeme, sondern auch der zweiter hartgesottener Männer. (…)

Rezensentin: Friederike Brühöfener.