
Ich mag es ja auch durchaus gerne mal cosy, und als ich „Ein Mord in 3B“ entdeckt habe, war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Ihr müsst nämlich drei Sachen über Protagonistin Meg Dawson wissen:
1. Sie kehrt ins Morrisey nach Seattle zurück, weil ihre Karriere als Künstlerin nicht geklappt hat.
2. Sie kann Geister sehen und mit ihnen sprechen, z.B. mit ihrer besten Freundin Ripley (die ein Geist ist).
3. Meg findet eine Leiche – und will diesen Mord, der im Morrisey geschehen ist, lösen.
Ermordet wurde ein Nachbar aus dem Haus, Mathew Miller, der sehr zurückgezogen gelebt hat. Kaum jemand hat ihn je gesehen. Wer könnte ein Interesse gehabt haben, ihn zu ermorden, und warum? Meg, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte erzählt wird, macht sich gemeinsam mit Ripley auf die Suche nach der Wahrheit. Und mit Laurie, ihrem Nachbarn, den sie früher schon viel zu sehr gemocht hat.
„Ein Mord in 3B“ bringt so vieles mit. Es gibt ein Verbrechen und die Suche nach dem Täter, gleichzeitig aber auch den leicht „übersinnlichen“ Anteil, da Meg Geister sehen kann (und andere nicht – was teilweise zu lusitgen Situationen führt). Neben Ripley gibt es nämlich noch einen Geist, auf dessen Spuren die beiden sich begeben – und bei dem die Frage ist, wieso er zu diesem Zeitpunkt an einem bestimmten Ort auftaucht und wie er zum Geist geworden ist. Denn das spielt eine Rolle, und wir lernen einiges über die „Regeln“ der Geisterwelt. Doch das ist längst nicht alles: Gleichzeitig gibt es die Schwärmerei von Meg für Laurie, und die beiden tauchen gemeinsam tief in die Geheimnisse der Morrisey-Bewohner ein. Und wir mit ihnen, denn je mehr sie herausfinden, desto dringlicher wollen sie (und wir LeserInnen) wissen, was hinter dem Mord steckt.
Nicht zuletzt ist aber auch die Frage nach Megs gescheiterter Karriere als Künstlerin tiefgehender, als man erstmal vermutet. Und ein bisschen Drama gibt es auch. Was mich fasziniert ist, dass Eryn Scott es gelingt, all das in ein Buch zu packen, ohne dass es überladen ist oder von irgendeiner Sache zuviel. Im Gegenteil: „Ein Mord in 3B“ hat richtig viel Spaß gemacht und mich gleichzeitig auf eine ganz bestimmte Weise berührt.
Dafür bekommt es
🐀🐀🐀🐀 4 von 5 Leseratten
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