2476: Benjamin Cors – Nebelbeute

Nur noch ein paar Seiten (und dann ist es halb 2 nachts…)

Dass Benjamin Cors Thriller kann, hat er ja eindrücklich mit den ersten beiden Bänden um die „Gruppe 4“ bewiesen. Fans der Reihe (wie ich) haben natürlich auf diesen dritten Band gewartet, und das aus mehreren Gründen: In meinen Augen sind die Charaktere erstklassig. Allen voran natürlich Mila Weiss und Jakob Krogh, aber auch Lucy (die ich einfach super finde) sowie „der Finne“, Lasse, Ludger und die anderen. Oh, nicht zu vergessen den Profiler Bender – der nun wirklich speziell ist. Gleichzeitig schafft Benajmin Cors es, Spannung aufzubauen und uns LeserInnen zu überraschen. Wer die ersten beiden Teile kennt, weiß, dass es einen Fall gibt, der Mila schon lange nicht loslässt, und um den geht es in „Nebelbeute“ (unter anderem): Das Verschwinden der beiden Mädchen Mathilda und Romy. Den beiden hat Mila versprochen, sie zu finden, hat dafür alles gegeben – und jetzt hat sie einen Hinweis, wo sie den möglichen Verantwortlichen Johannes Toblach finden kann. Daher ist sie in eine einsame Berggegend gefahren, um ihn zu jagen. Doch das ist für sie selbst auch nicht ganz ungefährlich. Sie verschwindet.

„Nebelbeute“ wird in drei Teilen erzählt. Der erste Teil –  mit dem Fokus auf Mila – verfolgt vor allem ihre Suche nach Toblach und lässt uns LeserInnen miterleben, wie sie in den einsamen Wäldern strategisch versucht, ihn zu finden und WIE viel ihr das bedeutet. Das Versprechen ist alles für Mila – und sie ist bereit, alles zu tun. Dabei lernt sie auch die BewohnerInnen eines kleinen Bergdorfs kennen. Die sind genau so eigent, wie man sich Dorfcharaktere wünscht: Die Wirtin Maria, der Pfarrer Benedikt Emmler, der Besitzer des Kramladens, der in der Trauer über den Tod seiner Frau versinkt und natürlich auch der Sonderling des Dorfes, der nicht spricht und immer im Lokal sitzt und zeichnet. Kurz nach Milas Ankunft wird eine brutal drapierte und zugerichtete Leiche gefunden, und dann verschwindet Mila – und wir Leser folgen im zweiten Teil verstärkt Jakob und dem Rest der „Gruppe 4“, die Milas Spur in die Bergwälder folgen. Wegen der dort stattfindenden Morde, aber in erster Linie wegen Mila – wovon die örtlichen Ermittler Tom Hillgarten und Rieke Spengler mäßig begeistert sind. Auch Mila hatten sie schon kennengelernt, weil der Mord kurz nach Milas Auftauchen natürlich für Skepsis gesorgt hat – und dann geht der wilde Ritt erst richtig los.

„Nebelbeute“ bringt so vieles mit, was wir begeisterten Thriller-LeserInnen lieben: Hochspannung, einen Serientäter, schrullige Charaktere (das Szenario in dem Bergdorf ist super!), Ermittlungsarbeit und falsche (und richtige) Fährten. Dabei entwickelt Benjamin Cors die Charaktere der „Gruppe 4“ weiter, und zwar jeden und jede für sich. Mila und Jakob mit ihren jeweiligen Geheimnissen, und auch die anderen haben im privaten Bereich jede/r Neuigkeiten. Und jede/r macht das, was er oder sie am besten kann – ein richtig tolles Team. Manchmal (und das ist mein einziger, kleiner Kritikpunkt) vielleicht etwas zu perfekt. Am meisten überrascht hat mich dabei (ebenso wie die KollegInnen) wohl Profiler Max Bender. Und als ich gestern einfach noch ein paar Seiten lesen wollte, konnte ich auf den letzten 150 Seiten einfach nicht aufhören und bin nur so durch das Buch geflogen.

Denn während der genial (!!!) eingebauten Auflösung hält Benjamin Cors noch einen echten Knaller bereit. Und außerdem…. nein, das müsst ihr selbst lesen, denn es ergibt sich aus dem Verlauf dieser irre spannenden Geschichte.

„Nebelbeute“ bekommt daher

🐀🐀🐀🐀,5 4,5 von 5 Leseratten

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DTV

1999: Christian White – Das andere Mädchen

Kim führt ein geordnetes Leben in Australien, kennt ihre Eltern und Geschwister, hat einen Job und Freunde. Das denkt sie zumindest, bis eines Tages Stuart Went vor ihrer Tür steht und behauptet, sie wäre seine seit über 30 Jahren vermisste Schwester. DAV

1906: Taylor Adams – No Exit

Darby strandet an einer Raststätte. Ein Schneesturm schließt sie und einige andere Reisende ein – und als Darby auf den Parkplatz geht, sie sieht ein Kind in einem der dort stehenden Wagen. Einer der anderen muss ein Kinderentführer sein – aber wer? Darby versucht verzweifelt, sich und dem Kind das Leben zu retten. RandomHouse Audio

1840: Alex North – Der Kinderflüsterer (Audio)

Auch als Audio ist das Buch von Alex North besonders: Tom Kennedy und sein Sohn Jake versuchen vom Schicksal gezeichnet ein neues Leben in Featherbank anzufangen. Doch dem introvertierten Jungen fällt die Eingewöhnung nicht leicht und dann scheint der Kinderflüsterer zu ihm Kontakt aufzunehmen. RandomHouseAudio

1647: Marc Raabe – Schlüssel 17

Melanie hat sich „Schlüssel 17“ als Hörbuch, gelesen von Sascha Rotermund, angehört. Der Serienauftakt um Tom Babylon verspricht einen spektakulären Thriller. Wie es ihr gefallen hat, hört ihr hier. HörbuchHamburg

1405: Catherine Shepherd – Krähenmutter

Eine Kindesentführung, die so gar nicht dem gewohnten Muster entspricht bringt die Ermittlerin Laura Kern ins Schwitzen. Ein wirklich ungewöhnlicher Fall, der nicht nur die Ermittlerin fesselt, sondern auch die Hörer dieses Buches. audio|media

1233: Elizabeth George – Nur eine böse Tat

464_1780_160755_xxlEine Hörbuchrezension von Melanie Kottig. Barbara Havers sorgt sich um ihren Freund Taymullah Azhar: Dessen Freundin hat ihn verlassen, sich nach Italien abgesetzt, und die gemeinsame Tochter Hadiyyah ist dort spurlos verschwunden. Inspector Lynley reist in die Toskana, um die Ermittlungen in dem kleinen Ort Lucca zu begleiten. Doch bald wird Azhar selbst mit der Entführung des Kindes in Verbindung gebracht. Barbara ist fassungslos und kämpft mit allen Mitteln darum, die Unschuld ihres Freundes zu beweisen. Bis sie einen Schritt zu weit geht … der Hörverlag

1114: Carl-Johan Vallgren – Schattenjunge

Eine Hörbuchrezension von Melanie Kottig.688_2679_148241_xxl

Stockholm 1970. Ein Junge verschwindet spurlos von einem Bahnsteig. Stockholm 2012. Auch sein Bruder verschwindet unter mysteriösen Umständen. Danny Katz wird von der Frau des Verschwundenen auf den Fall angesetzt. Und er ist nicht allein. Je tiefer er in die Machenschaften eines mächtigen Familienimperiums eintaucht, umso komplexer wird der Fall. RandomHouse Audio

KK 779: Sara J. Henry – Ein Herzschlag bis zum Tod

[aartikel]3423248882:left[/aartikel] Mit einem lebensgefährlichen Sprung von einer Fähre rettet die Journalistin Troy einem kleinen Jungen das Leben. Offenbar wird er von niemandem vermisst. Was ist geschehen? Nach und nach gewinnt sie das Vertrauen des kleinen Paul, und er erzählt ihr eine furchtbare Geschichte: Er wurde gemeinsam mit seiner Mutter entführt und monatelang in einem kahlen Zimmer gefangengehalten. Wer steckt hinter der Entführung? Etwa der Vater? Troy beschließt, den Kleinen auf keinen Fall den Behörden oder dem Vater zu übergeben, ohne sicher zu sein, dass dieser nichts mit dem Verbrechen zu tun hatte. Ein Entschluss, der dramatische und hochgefährliche Folgen haben wird … Melanie Kottig meint: Mein absolutes Jahreshighlight 2011! (Buchinfo)