2464: Eryn Scott – Die geheime Treppe

ACHTUNG SPOILERWARNUNG: Erst Band 1 lesen, ansonsten werdet ihr in der Rezi eventuell gespoilert! Nachdem ich „Ein Mord in 3B“ gelesen hatte, wollte ich unbedingt direkt danach den zweiten Band der „Morrisey Mysteries“ lesen.

Inzwischen hat sich Meg im Morrisey-Gebäude eingelebt, und die Situation hat sich gerade ein wenig beruhigt (und mit ihr die Bewohner). Zumindest weitestgehend, denn das Vorhandensein von Gängen am Gebäude beunruhigt doch einige. Als es um das Verschließen dieser Gänge geht, findet Meg durch Zufall eine geheime Treppe, die in den Untergrund führt. Und ein Skelett – inkluisve des dazugehörigen Geistes. Doch dabei bleibt es nicht, es gibt außerdem eine Flüsterkneipe (ein Speakeasy) dort unten mit Retro-Geistern – und eine „frische“ Leiche. Megs Schwarm Laurie, der sich aktuell auf einer Insel weit weg befindet, kann ihr bei der Lösung beider Fälle diesmal nur aus der Ferne zur Seite stehen. Zum Glück gibt es ja noch Detective Anthony und vor allem Ripley, Megs beste Freundin (und ein Geist).  

Dieser 2. Band der Cosy-Crime-Reihe ist anders als Teil 1- aber genau so spannend, cosy, unterhaltsam und ungewöhnlich wie „Ein Mord in 3B“! Die Charaktere, die man schon kennt, hat man längst liebgewonnen: Meg mit ihrer gescheiterten Kunst-Karriere, die sie immer noch nicht vollständig loslassen kann, Laurie, der echt ein netter und sympathischer Typ ist und Megs Geisterfreundin Ripley, die sich gerne mal unglücklich verliebt stehen im Fokus der Story. Aber auch die anderen Bewohner des Morrisey und Hausverwalterin Nancy kennt und mag man. Aber auch die neuen Charaktere sind interessant, und bei ihnen weiß man ja auch nicht, wem man trauen kann und wem nicht – z.B. verschiedene Geister, die eine Rolle spielen oder Barkeeperin Zoe.

Die Fälle selbst sind gar nicht so leicht zu entwirren, und trotz des Jahrhunderts, das beide Tode trennt, scheint es einen möglichen Zusammenhang zu geben.

Auch „Die geheime Treppe“ kommt ohne blutige Schilderungen oder viel Action aus, aber das Setting inklusive des Speakeasy ist nochmal ganz anders als im Vorgängerband. Außerdem ist das Gedankenexperiment mit den Geistern richtig toll umgesetzt – dass es sich für einen Geist z.B. anders anfühlt, wenn ein Mensch durch sie hindurchläuft, als wenn eine Katze das tut, und noch mehr.

Mir hat auch dieser 2. Band der Reihe wirklich gut gefallen und er bekommt daher

🐀🐀🐀🐀 4/5 Leseratten

[ad/unbezahlte Werbung, selbst gekauft] Oetinger