1997: Guillermo Martínez – Die Oxford- Morde

Bei weitem nicht nur für Mathematik-Profis ist „Die Oxford-Morde“ (das bereits schon einmal auf Deutsch als „Die Pythagoras-Morde“ erschienen ist) spannend: „Die Oxford-Morde“ stellt den Ich-Erzähler und uns Leser vor ein (eigentlich vor mehrere, nur merkt man das erst später – genial umgesetzt!) logisches Rätsel. Eine Reihe von Morden, verbunden durch Symbole, deren Ursprung in der Geschichte der Mathematik zu sein scheint, macht dieses Buch zu mehr als einem simplen Serienmörder-Buch. Es ist vielmehr ein vielschichtiger, schlauer Krimi, der extrem viel Lust auf den zweiten Band macht! Eichborn

1420: Gabriel Rolón – Der Psychologe

„Ich wollte sie bitten, dem dem Mörder meines Vaters zu helfen“, sagt die junge Frau zu Pablo. Der Psychologie soll ein Gutachten erstellen, in dem er bescheinigt, dass Paulas Bruder nicht zurechnungsfähig ist und daher nicht ins Gefängnis gebracht werden kann. Pablo hinterfragt jedoch, ob Javier die Tat überhaupt begangen hat oder ob nicht doch etwas anderes dahintersteckt. Ein spannender Krimi und gleichzeitig ein großartiges Buch über Psychologie und die genaue Bedeutung von Worten. btb

1328: James Marrison – Das Mädchen im Fenster

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Ein Verdacht, den Inspector Downes nie beweisen konnte und ein Verdächtiger, der nun tot ist – Downes muss sich mit seinem neuen Assistenten einer Vielzahl von möglichen Theorien stellen. Caro fand diesen Krimi durchgehend spannend! Bastei Lübbe

KK 761: Jean-Christophe Grangé – Im Wald der stummen Schreie

[aartikel]3431038158:left[/aartikel] Jeanne Korowa, eine erfolgreiche Untersuchungsrichterin in Paris, wird mit ihrem Kollegen François Taine auf eine besonders grausame Mordserie angesetzt: Drei Frauen wurden brutal ausgeweidet, ihre Leichen makaber in Szene gesetzt und Teile ihrer Körper offenbar vom Täter verspeist. Im Zuge der Ermittlungen stößt Jeanne auf einen besorgten Vater, der von den unverständlichen Taten seines autistischen Sohnes berichtet. Er ahnt, dass dieser zu unglaublichen Verbrechen in der Lage ist. Könnte der junge Mann der Täter sein? Die Suche nach der Wahrheit führt Jeanne bis in den Dschungel Argentiniens. Was sie dort entdeckt, hätte sie sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können … Eine Rezension von Carola Nümann (Buchinfos)

KK 493: Ernesto Mallo – Der Tote von der Plaza Once

Buenos Aires zur Zeit der Militärdiktatur. Comisario Lascano erhält einen Anruf: Am Riachuelo wurden zwei Leichen entdeckt. Als er am Tatort eintrifft, findet er jedoch drei Tote vor: zwei, deren Gesichter durch mehrere Schüsse entstellt sind – die typische Handschrift des staatlichen Terrors -, und eine Leiche, die eine gewöhnliche Schusswunde aufweist. Schnell findet Lascano heraus, dass es sich bei dem dritten Opfer um Biterman, den gefürchteten Geldverleiher aus dem Once-Viertel handelt. Und bald ist der Comisario dem Mörder dicht auf den Fersen. Doch reichen dessen Beziehungen bis in die höchsten Kreise des Regimes, und Lascano hat viel zu verlieren: Er hat sich in die Widerstandskämpferin Eva verliebt und hält sie bei sich versteckt. Trotzdem entschließt er sich, den Fall aufzuklären – mit allen Konsequenzen.

Friederike Brühöfener bespricht „Der Tote von der Plaza Once“ von Ernesto Mallo, übersetzt von Matthias Strobel, im März 2010 als gebundene Ausgabe im Aufbau-Verlag.