Folge 163 – Die Krimikiste stellt vor: Kate Atkinson „Lebenslügen“

LebenslügenEs ist Reggie, 16 Jahre alt und Waise, die einem ans Herz wächst. Denn sie ist es, die in diesem Buch immer wieder zurückgelassen wird: Von ihrer Mutter, die in einem grässlichen Badeanzug im Spanienurlaub ertrinkt, von ihrer Hauslehrerin, die mit ihrem Auto eine Brücke hinabstürzt und ein Zugunglück verursacht, und von Dr. Hunter, deren Haushaltshilfe und Vertraute sie ist. Letztere ist immerhin nicht nachweislich tot, so dass Reggie sich mit Hilfe des ehemaligen Ermittlers Jackson Brodie auf die Suche macht. Was sie nicht weiß: Joanna Hunter ist die einzige Überlebende eines Amoklaufes, dessen Täter bald freikommt.

++ Mehr über das Buch beim Verlag, mehr über die Autorin auf ihrer Webseite. ++ Kommentare und Rezensionen im Krimitime’s Blog, im Literaturblog, bei mord-und-buch.de und krimiblog.at, sowie bei Focus online und Perlentaucher. ++

Folge 162 – Die Krimikiste stellt vor: Chris Tvedt „Frei von Schuld“

Frei von SchuldAnwalt Mikael Brenne aus dem norwegischen Bergen spielt mit dem Feuer: Obwohl er wenig impulsiv und risikofreudig wirkt, dreht sich sein Liebesleben um drei Damen gleichzeitig und seine finanziellen Erfolge lassen sich sehen. Doch die Arbeit für einen zwielichtigen Geschäftsmann aus Osteuropa hat auch einige Schattenseiten. Der brutale Umgang mit ungeliebten Gästen sowie die Ermordung eines Imbiss-Besitzers öffnen Brenne endgültig die Augen, er fühlt sich verfolgt und in die Enge getrieben. Als die Situation eskaliert und der Druck zu groß wird, greift Brenne zum letzten Mittel und macht sich mitschuldig…

++ Mehr über Buch und Autor beim Verlag. ++

Folge 161 – Die Krimikiste stellt vor: Heinrich Thies „Schweinetango“

Schweinezüchter Cord Kröger lernt beim Dorftanz die Russlanddeutsche Jelena kennen. Die beiden verlieben sich und sehen einer rosigen Zukunft entgegen, doch dann wird alles anders: Ein Feuerteufel, der schon seit längerem im Dorf sein Unwesen treibt, entzündet Cords Scheune, die der wiederum an Jelenas Brüder verpachtet hatte. In den Trümmern wird eine weibliche Leiche gefunden und plötzlich steht Cord wieder ganz alleine da. Hat sein Ziehsohn Björn etwas damit zu tun? Oder haben Jelenas Brüder etwas vertuschen wollen, was mit ihrem Gebrauchtwagenhandel zu tun hat?

++ Mehr über Buch und Autor beim Verlag. ++ Herausgeberin der neuen Krimireihe ist übrigens Susanne Mischke. ++

Folge 160 – Die Krimikiste stellt vor: Leena Lehtolainen „Auf der falschen Spur“

Mario Kallio ermitteltEigentlich hatte Maria Kallio der Espooer Polizei den Rücken gekehrt, nun muss sie – mehr oder weniger gegen ihren Willen – dort wieder als leitende Kommissarin arbeiten. Ein Mann stirbt (vermutlich vergiftet) bei einer Festivität, wenig später explodiert eine Autobombe. Offenbar war die Sportjournalistin Jutta Särkikoski, wiederum eine Bekannte von Marias Freundin Leena, das eigentliche Ziel dieser Anschläge. Jutta hatte vor einiger Zeit einen Dopingskandal aufgedeckt und sich damit viele Feinde gemacht. Marias Ermittlungen gestalten sich schleppend, zu viele Beteiligte der finnischen Leistungssport-Szene schweigen, lügen oder sind nicht ansprechbar.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über die Autorin auf ihrer deutschen Website. ++ Kommentiert wurde die Neuerscheinung bereits von Silke Schröder, einen Beitrag über finnische Krimis habe ich im Spiegel gefunden. ++

Folge 159 – Die Krimikiste stellt vor: Rudolf Lorenzen „Bad Walden“

oder El sueño de la razon produce monstruosDas Ehepaar Jordan – er ein labiler Antiquitätenhändler, sie die 24 Jahre jüngere Begleiterin – steuert eher zufällig den verschlafenen Kurort Bad Walden an. Ein paar Tage wollen sie hier ausspannen, doch nun im Herbst, Ende der 70er Jahre, sind sie kaum willkommen. Das Örtchen und seine Bewohner wirken abweisend und ein wenig unheimlich. Nach ihrer Rückkehr sehen die beiden plötzlich eine schauerliche Szene auf ihrem Reise-Video, wenig später erhalten sie ein Erpresserschreiben. Statt zur Polizei zu gehen, kehren die beiden nach Bad Walden zurück und versuchen unbeholfen ihre Unschuld zu beweisen.

++ Mehr über Buch und Autor beim Verlag. ++ Besprechungen bei Watching the detectives sowie von Tina Manske, Ulrich Noller, Bernd Kochanowski und Stefan May (seine Audio-Version gibt es hier). ++

Folge 158 – Die Krimikiste stellt vor: Natsuo Kirino „Teufelskind“

TeufelskindAiko Matsushima, geboren in einem Bordell und aufgewachsen in einem Heim, rechnet mit den Geistern ihrer Vergangenheit ab: Mal spürt sie ihre Opfer gezielt auf, mal laufen sie ihr scheinbar zufällig über den Weg. Je mehr Blut fließt, je mehr Feuer sie legt, desto klarer entfaltet sich ihr Schicksal – nämlich keine Ruhe, keine Zufriedenheit, kein Glück zu finden, sondern immer weiter durch Japan zu ziehen, auf der Suche nach ihrer Mutter. Als sie diese findet, dreht sich die Spirale der lustlosen Gewalt unaufhaltsam weiter, und sie muss erkennen, dass sie ihre Erfüllung in diesem Leben wohl nicht mehr finden wird.

++ Mehr über Buch und Autorin beim Verlag, in der Wikipedia und auf ihrer Homepage. ++ Besprechungen bei der Krimilady, bei Watching the detectives, beim Büchervielfalt-Blog und bei der Krimi-Couch. ++ Eine Diskussion zum Buch hat sich bei der Büchereule entwickelt. ++ Bestseller: Viel Aufmerksamkeit und Lob erhielt Kirino für ihren sozialkritischen Thriller „Die Umarmung des Todes“. ++

Folge 157 – Die Krimikiste stellt vor: Heinrich Steinfest „Mariaschwarz“

Das Leben ist voller Sackgassen und Standby-Zeiten. Für den einen (Vinzent Olander) heißt es auszuharren und nach dem einen Kind (Clara) zu suchen, für den anderen (Kommissar Lukastik) heißt es aufzuwachen und seine Liebe von früher anzuheizen. Und sobald der Play-Button gedrückt wird, taucht ein Skelett auf, fallen Schüsse, flüchtet jemand und am Ende finden die zueinander, die zusammengehören – ein Buch über Verlust, Liebe, Verwirrung, Inzest, Lügen und vieles, vieles mehr, irgendwo rund um einen pechschwarzen See in Österreich.

++ Mehr über Buch und Autor beim Verlag. ++ In den Medien wurde viel, lang und breit diskutiert und geschrieben, z.B. von Thomas Klingenmaier, Ekkehard Knörer, Beate Mainka und Sonja Fouraté.++ Zuweilen persönlicher und dafür kunterbunter in der Blogosphäre: z.B. von lottalotter, dem Dünenwanderer und Ralf Koss sowie bei zeitsturz und auf Eselsohren.at. Auch Annik Rubens erwähnt das Buch kurz. ++ Frisch gekürt: Der Roman hat den dritten Platz beim Deutschen-Krimi-Preis belegt. ++