KK 347: John Buchan – Die neununddreißig Stufen

Seit drei Monaten weilt Richard Hannay in London. Da läuft ihm Franklin P. Scudder über den Weg, ein amerikanischer Agent, der ihn um Hilfe bittet und ihm eine völlig verrückte Geschichte erzählt. Als Hannay noch abwägt, wieviel er davon für bare Münze nehmen kann, findet er seinen Gast – tot, mit einem Messer auf den Fußboden genagelt.

Rezensentin: Kristine Greßhöner.

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2 Gedanken zu „KK 347: John Buchan – Die neununddreißig Stufen“

  1. Hallo Kristine,

    schön, dass Du Dir mal einen echten Klassiker vornimmst. Den Autor spricht man übrigens „Backen“ aus. Die 39 Stufen sind einer der ersten Spionagethriller überhaupt und in puncto Hauptfigur und Handlungsablauf Vorbild für die James-Bond-Romane.
    Den Einfluss von Buchans Werk darf man nicht unterschätzen. Es wurde vielen Jugendlichen als Lektüre empfohlen, weil der Held die „Public-School“-Werte verkörperte. (Dass im Roman kaum Frauen erscheinen, hängt auch wohl damit zusammen. Das hat Hitchcock natürlich geändert!) Aus heutiger Sicht wirken die Romane ideologisch etwas zweifelhaft: stockkonservativ (ein liberaler Politiker wird als Dummkopf dargestellt, Arbeiter helfen dem Helden selbstverständlich), nationalistisch, xenophob und sogar antisemitisch. Buchan schrieb den Roman, nachdem er sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hatte, aber nicht angenommen worden war. Dieser Roman war quasi sein Beitrag zum Krieg. Der „Schwarze Stein“ sind natürlich deutsche Spione (Warnung vor verdächtigen Ausländern in Großbritannien!), und Schuld am Krieg sind natürlich die Deutschen. Rule Britannia!

    Beste Grüße,
    Jost

  2. Lieber Jost,
    danke für die interessanten Hintergrundinformationen. Da hätte es sich wahrlich gelohnt, vorher viel mehr zu recherchieren, wie ich zähneknirschend neidlos gestehen muss! 😉
    Grüße von Kristine

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