1455: Britta Hasler – Das Sterben der Bilder

Britta Haslers Buch führt uns in das Jahr 1908 nach Wien – und dort gibt es einige seltsame Vorgänge. Julius, der überraschend an eine Arbeit im Kunsthistorischen Museum kommt, hat eine besondere Gabe, die er entdeckt, als ein Serienmörder grausame Morde begeht. Aber auch im Museum selbst scheint Merkwürdiges vorzugehen – nur was hat das alles mit dem Tod von Julius´ Vater zu tun? Für Kunstinteressierte und Leser historischer Krimis ist dieses Buch eine wahre Fundgrube an Spannung. Gmeiner

1188: Berndt Anwander, Thomas Askan Vierich – Praterglück

praterglückEine Buchvorstellung von Kristine Greßhöner. Eine kriminalistische Imbiss-Groteske in Briefen, Post-its, E-Mails und SMS: Das Praterglück – eine Institution im Wiener Würsteluniversum. Am Grill: zwei Brüder, so unterschiedlich wie Currywurst und Käsekrainer. Die beiden, der eine Berliner, der andere Wiener, können sich nicht ausstehen. Also beschließen sie, nur noch schriftlich miteinander zu kommunizieren – mit Schmäh und Schnauze. Den gegenseitigen Arbeitsanweisungen folgen üble Beschimpfungen, skurrile Betrachtungen über das Leben, deutsch-österreichische Missverständnisse – und schließlich eine Verabredung zum Mord. Atlantik

1163: Andreas Gruber – Todesurteil

464_1575_156089_xxlEine Hörbuchrezension von Melanie Kottig. In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört an einem nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes „Inferno“ tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen den Fällen – und das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat … Hörverlag

KK 748: Frank Tallis – Der Tod und das Mädchen

Wien 1903: Die Starsängerin der Hofoper wird tot aufgefunden. Zunächst scheint es, dass sie an einer Überdosis Beruhigungsmittel gestorben ist. Doch der Pathologe stellt einen Rippenbruch fest: Jemand muss sie erstickt haben. Der Verdacht fällt auf ihre Konkurrentin in der Oper, der sie die Rolle der Senta im »Fliegenden Holländer« weggeschnappt hat. Doch dann stellt sich heraus, dass sie schwanger war vom Wiener Oberbürgermeister, der gerade eine beispiellose Kampagne gegen Juden beginnt. Inspektor Rheinhardt und sein Freund, der Psychoanalytiker Liebermann, müssen sich wappnen, um gegen die politischen Ränkeschmiede bestehen zu können. Eine Rezension von Carola Nümann. (Buchinfos)

KK 742: André Igler – Das falsche Fräulein

Albin Schwarz ist jetzt 54 Jahre alt und Oberst im Landeskriminalamt Wien. Und soll für seinen Chef eine heikle Aufgabe übernehmen – ein schwuler deutscher Politiker will privat mit seinem Lebensgefährten den Lifeball besuchen. Doch im Hotel, das Schwarz für den Besucher vorab inspiziert, findet sich ein totes Zimmermädchen. Was sich zuerst als unangenehme, aber banale Aufgabe präsentierte, mutiert blitzartig zu einer turbulenten Hetzjagd durch Wiens Schwulenszene. Und dann wird auch noch der Sekretär des Politikers tot aufgefunden. War es ein Terrorakt? Oder doch eine Beziehungstat aus Eifersucht? Und wieso ist das Zimmermädchen kein Zimmermädchen? Und was hat die fesche Polizeipsychologin damit zu tun? Und welche Rolle spielt die Staatsanwaltschaft Sankt Pölten? Wie sich das für Wien gehört, ist am Ende alles anders, als es zu Anfang ausgesehen hat. Lars Glindkamp meint: Lesenswert, da es wunderbar wienerisch ist. (Buchinfos)

KK 736: Daniela Larcher – Zu Grabe

An der altehrwürdigen Wiener Alma Mater Rudolphina-Universität wurde Professor Vitus Novak ermordet. Und ausgerechnet Leander Lorentz, ein Freund von Chefinspektor Otto Morell, soll ihn umgebracht haben. Novak war Archäologe und einer von mehreren Ausgrabungsteilnehmern in Syrien, die nach dem sagenumwobenen Schatz des Alulim suchten. Einer der Teilnehmer kehrte seinerzeit von dieser Expedition nicht zurück und gilt seither als verschollen. Hat diese Ausgrabung etwas mit dem Mord an dem Professor zu tun? Morell eilt seinem Freund zu Hilfe und stößt auf ein Netz von Intrigen, Korruption und Verrat. Miriam Voßmann meint: Das Lesen hat mir einfach Spaß gemacht. Die Story hat alles, was ein Krimi in meinen Augen braucht: Spannung, Witz und liebenswerte Hauptdarsteller. (Buchinfos)

KK 418: Georg Haderer – Schäfers Qualen

Die Vergangenheit ist ein Hund – und wenn sie zubeißt, lässt sie einen nicht mehr los. Diese schmerzhafte Erfahrung macht Johannes Schäfer von der Wiener Kriminalpolizei, als er in einem Mordfall in Kitzbühel ermittelt: Ein Unternehmer aus der Stadt wurde bewusstlos geschlagen und an einem Gipfelkreuz aufgehängt. Wenig später geschieht ein zweiter brutaler Mord. Dass die Fälle zusammenhängen, scheint auf der Hand zu liegen – aber plant der Täter noch weitere Morde? Und wie passt der ehemalige RAF-Terrorist ins Bild, auf den Schäfer bei seinen Nachforschungen stößt?

Besprochen von Stefan Baumgartner.

KK 399: Christoph Wagner – Muj und der Herzerlfresser von Kindberg

Ein Mordfall in Kindberg, der idyllischen steirischen Kleinstadt an der Südbahn-Strecke, das wäre an und für sich schon ungewöhnlich genug – aber wenn dann noch der Brustkorb der Leiche fein säuberlich geöffnet und das Herz verschollen ist, dann wird auch der sonst stets gelassene Bezirksinspektor Muj hellhörig: Hat etwa der lokale Satanisten-Zirkel seine Finger im Spiel? Oder ist gar ein Nachahmungstäter des legendären „Herzerlfressers von Kindberg“ aus der Barockzeit am tödlichen Werk? Der mürrische, stets eine Virginier paffende Muj setzt seine legendäre Körperfülle in Bewegung und taucht ein in die kriminellen und zwischenmenschlichen Abgründe, die sich in der verschlafenen Provinz südlich des Semmerings auftun…

Besprochen von Kristine Greßhöner.

Folge 5 – Die Krimikiste stellt vor: Eva Rossmann „Ausgekocht“

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51H83S606ML._SL500_AA240_.jpgSpannung für Genießer: Eva Rossmann lässt ihre Heldin, die Wiener Lifestylejournalistin Mira Valensky, leidenschaftlich gerne kochen. Selbst ausgebildete Köchin beschreibt Rossmann in dem 5. Krimi der mehrbändigen Reihe den ganz normalen Alltag in einer Österreichischen Sterneküche. Wenn da nicht die blutigen Finger in der Wurstmaschine wären, die zum fast tödlichen Wurfgeschoss gewordene Wassermelone und die Fliegenpilzereste im Essen, man könnte meinen, es handle sich „nur“ um ein spannendes Kochbuch. Im Podcast ist übrigens auch die Rede von Teil 2 „Ausgejodelt“ (Stichwort: Volksmusik) und Teil 3 „Freudsche Verbrechen“ (Stichwort: Nationalsozialismus) .

++ Infos aus erster Hand bietet www.evarossmann.at ++ Die Taschenbücher kosten zwischen 6,95 und 7,95 Euro, umfassen meist um die 300 Seiten und sind bei Bastei Lübbe erschienen. Eine chronologische Auflistung der Titel findet sich auf der Krimi-Couch. ++