1380: Interview mit Thomas Raab (Braunschweiger Krimifestival)

raabinterview

Gerade ist der neuste Band aus seiner Metzger-Reihe erschienen – eines der lustigsten und offensten Interview dieses Jahr hat Caro mit Multitalent Thomas Raab geführt. Er plauderte mit ihr nicht nur über die Benutzung von Facebook, den Roman „Still“, den Metzger sowie den Lehrerberuf, sondern auch über Mehlwürmer und seine Pläne für die nächsten Bücher!

Hier geht zur Rezension von „Der Metzger„.

1226: Bernhard Aichner – Totenhaus

totenhausEine Buchbesprechung von Caro Kruse. Bei einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Schnell wird klar, dass es sich um ein Verbrechen handeln muss, dass hier die Leichenteile eines vor einem Jahr spurlos verschwundenen Schauspielers liegen. Nur eine Person kommt als Täterin in Frage: die Bestatterin, die die Verstorbene damals versorgt und eingebettet hat. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Brünhilde Blum den Schauspieler getötet hat. Doch die ist wie vom Erdboden verschluckt … btb

1188: Berndt Anwander, Thomas Askan Vierich – Praterglück

praterglückEine Buchvorstellung von Kristine Greßhöner. Eine kriminalistische Imbiss-Groteske in Briefen, Post-its, E-Mails und SMS: Das Praterglück – eine Institution im Wiener Würsteluniversum. Am Grill: zwei Brüder, so unterschiedlich wie Currywurst und Käsekrainer. Die beiden, der eine Berliner, der andere Wiener, können sich nicht ausstehen. Also beschließen sie, nur noch schriftlich miteinander zu kommunizieren – mit Schmäh und Schnauze. Den gegenseitigen Arbeitsanweisungen folgen üble Beschimpfungen, skurrile Betrachtungen über das Leben, deutsch-österreichische Missverständnisse – und schließlich eine Verabredung zum Mord. Atlantik

1154: Joe Fischler – Veilchens Winter

1154Eine Buchvorstellung von Kristine Greßhöner. Auf die feucht-fröhliche Willkommensfeier an ihrem neuen Innsbrucker Arbeitsplatz folgt direkt die Audienz beim Landeshauptmann. Und der Fall, der ihr dort übertragen wird, hat es in sich: Die kleine Tochter eines russischen Oligarchen wurde aus ihrem Skikurs entführt. Das darf im Heiligen Land Tirol keine Wellen schlagen, weshalb die Untersuchungen streng geheim bleiben müssen. Und auch die neuen Kollegen machen der resoluten Ermittlerin das Leben nicht gerade leicht. Haymon Verlag

1128: Wolf Haas – Brennerova

haas_brennerovaEine Buchbesprechung von Kristine Greßhöner
Ob du es glaubst oder nicht. Zuerst wird der Brenner von einem Zehnjährigen bewusstlos geschlagen. Und dann versucht seine Freundin, ihn vor den Traualtar zu schleppen. Es läuft nämlich gerade ausgesprochen gut zwischen den beiden. Einziges Problem: Mit seiner anderen Freundin läuft es auch sehr gut. Da ist es für den Brenner ein Glück, dass noch eine dritte Frau in sein Leben tritt, indem sie verschwindet. Vermutlich ist sie von Mädchenhändlern entführt worden, und die Suche nach ihr hilft dem Detektiv bei der Lösung seiner privaten Probleme, sprich Flucht in die Arbeit. Denn nie kannst du besser über das Glück nachdenken, das ein Ehering bietet, als wenn der berüchtigtste Zuhälter der Stadt gerade dazu ansetzt, dir die Hände abzuhacken. Hoffmann und Campe

868: Rossmann – Unter Strom

Wenn es um die Zukunft der Energieversorgung geht, herrscht Hochspannung: Ein kleines Dorf in der Nähe Wiens macht vor, wie in naher Zukunft alle ihre eigene Energie erzeugen könnten. Unterdessen kämpfen die großen Konzerne um die Macht über das internationale Leitungsnetz. Und die Internetbewegung „Cybersolar“ hackt nicht nur Websites, sondern mobilisiert in ganz Europa mehr und mehr junge Leute gegen Atomstrom und den Einfluss der internationalen Energie-Multis. Doch dann werden Gasleitungen gesprengt und ein europäischer Energielobbyist verschwindet spurlos. Sind da tatsächlich Ökoterroristen am Werk? Die Wiener Journalistin Mira Valensky und ihre Freundin Vesna Krajner verfolgen die Spuren von aggressiven Umweltaktivisten, korrupten Politikern und einem Konzern, dessen Eigentümer lieber im Dunkeln bleiben. Eine Buchvorstellung von Kristine Greßhöner. >>> Verlag

KK 841: Walter Müller – Aus. Amen!

Ein Mann liegt tot in seiner ­Wohnung. Jovanka, die Putzfrau, hat ihn gefunden. Die Bücherwand in seinem Arbeitszimmer ist umgekippt und hat ihm das Genick gebrochen. „Wahnsinn. Dass einer von Büchern erschlagen worden ist, das hab ich auch noch nie gehört“, sagt der Notarzt. Mord, Selbstmord, ein Unfall mit „autoerotischem Hintergrund“? Die Spuren lassen alles offen: Bücher über den Tod, Porno­kassetten, Kuverts mit Geld und verdächtigem Inhalt. „Okay. Bitte keine Legendenbildung! Kann ich alles aufklären, hört zu …“, sagt der Tote. Sagt er es, denkt er es? Warum erzählen die anderen, die Nachbarn, der Freund, die Halbschwester so viel Mist über ihn? Märchen, Lügen, lauter Lügen! Und was, verdammt noch mal, steht da in der Zeitung?! Was bleibt von der echten Lebensgeschichte? Und wer kümmert sich um ein würdevolles Begräbnis? Wird man zum Freiwild, nur weil man tot ist? Wenn man sich bloß wehren könnte! Kann man sich wehren, wenn man tot ist? Eine Buchvorstellung von Simone Schultze und Kristine Greßhöner. (Verlag)

KK 781: Kurt Palm – Bad Fucking

Für ihr Ferienlager hat die Cheerleadergruppe Vienna Honeybees ein hübsches, ruhiges Fleckchen ausgewählt. Doch es braut sich etwas zusammen im idyllischen Bad Fucking: Der Sonderling Vitus Schallmoser liegt plötzlich tot in seiner Wohnhöhle, der Zahnarzt Dr. Ulrich wird von seiner Putzfrau mit Nacktfotos erpresst, und dann verschwindet auch noch die Innenministerin spurlos. Sie wollte am Höllensee ein Asylantenheim errichten lassen. Camilla Glyck vom Bundeskriminalamt steht vor einem Rätsel. Das alles (und noch viel mehr) geschieht, während sich Tausende Aale und ein Mordsunwetter auf Bad Fucking zubewegen … Stefan Baumgartner meint: Was als vielversprechender und skurriler Austrokrimi beginnt, endet in einem wirren, flachwitzigen und unbefriedigtem Werk, das nicht weiß, was es sein will und welche Themen es noch nicht oberflächlich behandelt hat. Einzig der Wortwitz im Titel bleibt lustig, aber auch nur, bis man ihn im Roman zu Tode erklärt hat. (Buchinfo)

KK 752: Anna Sigmund – Leichenroulette

Hermine wächst in der Idylle einer österreichischen Kleinstadt heran. Sie ist keine Schönheit, aber aufgeweckt und voller Gerechtigkeitssinn. Schon als Mädchen lässt sie sich nichts gefallen, und auch als Bankangestellte und Ehefrau in einer spießigen Wiener Vorstadtsiedlung weiß sie sich zu wehren – wobei ihr jedes Mittel recht ist. Kein Wunder, dass um sie herum immer wieder tragische Unfälle geschehen. Als passionierte Krimileserin verwischt Hermine geschickt ihre Spuren. Doch die Gefahr, entdeckt zu werden, lauert an jeder Ecke… Eine Rezension von Carola Nümann. (Buchinfos)

KK 742: André Igler – Das falsche Fräulein

Albin Schwarz ist jetzt 54 Jahre alt und Oberst im Landeskriminalamt Wien. Und soll für seinen Chef eine heikle Aufgabe übernehmen – ein schwuler deutscher Politiker will privat mit seinem Lebensgefährten den Lifeball besuchen. Doch im Hotel, das Schwarz für den Besucher vorab inspiziert, findet sich ein totes Zimmermädchen. Was sich zuerst als unangenehme, aber banale Aufgabe präsentierte, mutiert blitzartig zu einer turbulenten Hetzjagd durch Wiens Schwulenszene. Und dann wird auch noch der Sekretär des Politikers tot aufgefunden. War es ein Terrorakt? Oder doch eine Beziehungstat aus Eifersucht? Und wieso ist das Zimmermädchen kein Zimmermädchen? Und was hat die fesche Polizeipsychologin damit zu tun? Und welche Rolle spielt die Staatsanwaltschaft Sankt Pölten? Wie sich das für Wien gehört, ist am Ende alles anders, als es zu Anfang ausgesehen hat. Lars Glindkamp meint: Lesenswert, da es wunderbar wienerisch ist. (Buchinfos)

KK 458: Thomas Glavinic – Der Kameramörder

»Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben.« Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen am Karfreitag begangenen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her. Angewidert und zugleich voller Lust an der Sensation, kommentieren sie das Vorgehen der Medien. Draußen, in der »wirklichen« Welt, wird unterdessen fieberhaft nach dem Mörder gesucht.

Stefan Baumgartner bespricht: „Der Kameramörder“ von Thomas Glavinic, u.a. 2006 als Taschenbuch bei dtv.

KK 434: Manfred Wieninger – Prinzessin Rauschkind

Marek Miert, schwergewichtiger Hinterhof-Detektiv aus Harland, ist nicht gerade vom Erfolg verwöhnt. Die trostlosen Jobs, mit denen er sich über Wasser hält, sind nicht gut fürs Renommee. Den verschwundenen Liebhaber eines verzweifelten Mädchens zu suchen, gehört da schon zu den besseren Aufträgen. Doch dann stolpert Miert über eine Leiche, die dem Gesuchten zum Verwechseln ähnlich sieht, und schon sitzt der Diskont-Detektiv mit Hang zu Mozartkugeln, Mannerschnitten und tiefgründigen Rotweinen selbst in der Bredouille.

Besprochen von Simone Schultze.

KK 418: Georg Haderer – Schäfers Qualen

Die Vergangenheit ist ein Hund – und wenn sie zubeißt, lässt sie einen nicht mehr los. Diese schmerzhafte Erfahrung macht Johannes Schäfer von der Wiener Kriminalpolizei, als er in einem Mordfall in Kitzbühel ermittelt: Ein Unternehmer aus der Stadt wurde bewusstlos geschlagen und an einem Gipfelkreuz aufgehängt. Wenig später geschieht ein zweiter brutaler Mord. Dass die Fälle zusammenhängen, scheint auf der Hand zu liegen – aber plant der Täter noch weitere Morde? Und wie passt der ehemalige RAF-Terrorist ins Bild, auf den Schäfer bei seinen Nachforschungen stößt?

Besprochen von Stefan Baumgartner.

KK 399: Christoph Wagner – Muj und der Herzerlfresser von Kindberg

Ein Mordfall in Kindberg, der idyllischen steirischen Kleinstadt an der Südbahn-Strecke, das wäre an und für sich schon ungewöhnlich genug – aber wenn dann noch der Brustkorb der Leiche fein säuberlich geöffnet und das Herz verschollen ist, dann wird auch der sonst stets gelassene Bezirksinspektor Muj hellhörig: Hat etwa der lokale Satanisten-Zirkel seine Finger im Spiel? Oder ist gar ein Nachahmungstäter des legendären „Herzerlfressers von Kindberg“ aus der Barockzeit am tödlichen Werk? Der mürrische, stets eine Virginier paffende Muj setzt seine legendäre Körperfülle in Bewegung und taucht ein in die kriminellen und zwischenmenschlichen Abgründe, die sich in der verschlafenen Provinz südlich des Semmerings auftun…

Besprochen von Kristine Greßhöner.

KK 384: Edith Kneifl – Schön tot

Eine hübsche Frau wird grausam getötet, eine junge Serbin kommt bei einer mysteriösen Gasexplosion ums Leben, eine dritte, die eigentlich keine Frau ist, entgeht dem Tod nur knapp. Dann schlägt der Serienkiller noch ein weiteres Mal zu… Die rothaarige Romni Katharina Kafka, Kellnerin in einem Margaretner Café, verfolgt die Morde in ihrem Stadtviertel mehr mit Neugier als mit Schrecken. Doch als der geheimnisvolle Täter dann auch sie ins Visier zu nehmen scheint, nimmt sie selbst die Fährte auf. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem exaltierten Transvestiten Orlando, verfolgt sie die Spuren des Täters quer durch Margareten.

Rezensentin: Kristine Greßhöner.

Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Frisch vom Tatort: LeseLustFrust aus Wien sieht das Ganze aus heimischer Perspektive.

KK 300: Anni Bürkl – Schwarztee

Das beschauliche Altaussee im Salzkammergut. In Berenike Roithers neu eröffnetem Teesalon trifft man sich zur Lesung des skandalumwitterten Autors Sieghard Lahn. Doch ein Besucher steht zur Pause nicht mehr auf und schnell ist klar: Der Journalist Robert Rabenstein wurde ermordet. Kein guter Auftakt für Berenikes beruflichen Neuanfang. Aber als Frau der Tat beschließt sie, selbst Licht ins Dunkel zu bringen – auch wenn sie sich dazu im fernen Wien der eigenen Vergangenheit stellen muss …

Mit Unterstützung des Gmeiner-Verlages verlosen wir drei Exemplare des Buches. Die drei Gewinnfragen erfahrt ihr in dieser Folge. Mitmachen könnt ihr per E-Mail an info[at]krimikiste.com bis zum 24.12.09 um 14 Uhr.

Rezensentinnen: Susanne Kellersmann, Kristine Greßhöner.

++ Die Autorin hat auf Ihrer Website eine Liste von Rezensionen zusammengestellt. ++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ ++ Die Krimikiste unterstützen und dieses Buch jetzt bei Amazon bestellen. ++

KK 288: Thomas Himmelbauer – Tod in Pannonien

Im kleinen südburgenländischen Ort Güttenbach, dessen Bevölkerungsmehrheit kroatisch spricht, werden zwei Ausländer ermordet: zunächst eine slowakische Altenpflegerin und rund ein Monat später der Leiter einer slowakischen Volkstanzgruppe. Bei den Ermordeten werden Plakate mit der Aufschrift Bajuwarische Befreiungsfront gefunden. Erinnerungen an die Attentate von Franz Fuchs werden wach. Ein junger Beamter des Innenministeriums, Anton Geigensauer, soll den Fall lösen. Doch kaum hat Geigensauer die Einwohner von Güttenbach kennen gelernt, geschieht ein weiterer Mord.

Rezensentin: Friederike Brühöfener.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Eine Besprechung im LeseLustFrust-Blog. ++ Dieses Buch jetzt bei Amazon bestellen. ++

KK 266: Thomas Askan Vierich – Blutgasse

Barbara, die kapriziöse Tochter eines bekannten Wiener Baulöwen, wird verfolgt und bedroht. Sie überredet den Journalisten und Lebemann Alfred Brinkmann, sie als eine Art Leibwächter zu begleiten. Dann wird Barbaras Vater tot aufgefunden, eingegossen in Beton. Und Alfred gerät in ein Netz erotischer Versuchungen, tödlicher Intrigen im Baumilieu und dunkler Familiengeheimnisse, in dem Lüge und Vergessen, Sex und Business, Mord und Totschlag nah beieinander liegen …

Rezensentin: Kristine Greßhöner.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über den Autor auf seiner Website. ++ Besprechungen beim Literaturhaus und im Büchertreff.  ++ Die Krimikiste unterstützen und dieses Buch jetzt bei Amazon bestellen. ++

KK 251: Wolf Haas – Der Brenner und der liebe Gott

Der Brenner, Expolizist und Exdetektiv, hat endlich einen guten Job gefunden. Noch nie im Leben hat er sich so wohlgefühlt. Aber es wäre nicht der Brenner, wenn es lange dauern würde, bis wieder was passiert. So sorgt eine Tafel Schokolade für eine Kettenreaktion, an deren Ende sieben Begräbnisse stehen.

Sprecher: Kristine Greßhöner, Jan Joachimsen.

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KK 178: Pierre Emme – Schneenockerleklat

Dieses Mal ist Sven zu Gast. Der Berliner schreibt auf seiner Webseite www.lesensiegut.de – na klar – über Bücher und twittert regelmäßig über seinen Alltag. Hier sein Text zum Wiener Krimi:

In seinem neunten Fall arbeitet Mario Palinski als Organisator der 50. Jahresversammlung der European Federation of Investigative Criminalists. Fünf Tage soll diese dauern. Wenn alles perfekt läuft, kann für Palinski eine Stelle als Eventmanager in der EFIC herausspringen. Doch dann kommt alles anders: Schon im Zug, der die Gäste zum Veranstaltungsort bringt, wird eine Leiche gefunden. Alles deutet auf einen natürlichen Tod hin – zumindest auf den ersten Blick. Und dann wird auch noch Albert, ein Cousin von Palinskis Lebensgefährtin Wilma, entführt.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über den (verstorbenen) Autor im Krimilexikon. ++ Ebenso verhalten wie Sven äußert sich Elisabeth Pratscher. Lob kommt von Marianne Fischer. ++ Caren Löwner hat die anderen Titel der Reihe rezensiert. ++ Kurz und knapp unzufrieden mit einem anderen Band: Watsons Brainstorm. ++ In Krimikiste 127 habe ich euch den Vorgänger „Florentinerpakt“ vorgestellt. ++

KK 174: Stefan Slupetzky – Lemmings Zorn

Der Lärm höhlt den Schädel aus, dazu kommt die Kälte des Wiener Winters: Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen kann der Lemming nur die Hände ringen, denn Bauarbeiten zerstören die Idylle des frischgebackenen Vaters und seiner Beinahe-Angetrauten Klara. Wie gut, dass es den Schutzengel Angela Lehner gibt – zudem tatkräftige Geburtshelferin, die den kleinen Benjamin in ihre Obhut nimmt. Wenig später ist Angela tot, vergiftet mit einem Mittel im warmen Kakao.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über den Autor auf krimiautoren.at ++

Folge 157 – Die Krimikiste stellt vor: Heinrich Steinfest „Mariaschwarz“

Das Leben ist voller Sackgassen und Standby-Zeiten. Für den einen (Vinzent Olander) heißt es auszuharren und nach dem einen Kind (Clara) zu suchen, für den anderen (Kommissar Lukastik) heißt es aufzuwachen und seine Liebe von früher anzuheizen. Und sobald der Play-Button gedrückt wird, taucht ein Skelett auf, fallen Schüsse, flüchtet jemand und am Ende finden die zueinander, die zusammengehören – ein Buch über Verlust, Liebe, Verwirrung, Inzest, Lügen und vieles, vieles mehr, irgendwo rund um einen pechschwarzen See in Österreich.

++ Mehr über Buch und Autor beim Verlag. ++ In den Medien wurde viel, lang und breit diskutiert und geschrieben, z.B. von Thomas Klingenmaier, Ekkehard Knörer, Beate Mainka und Sonja Fouraté.++ Zuweilen persönlicher und dafür kunterbunter in der Blogosphäre: z.B. von lottalotter, dem Dünenwanderer und Ralf Koss sowie bei zeitsturz und auf Eselsohren.at. Auch Annik Rubens erwähnt das Buch kurz. ++ Frisch gekürt: Der Roman hat den dritten Platz beim Deutschen-Krimi-Preis belegt. ++

Folge 156 – Die Krimikiste stellt vor: Eva Rossmann „Verschieden“

Mira Valensky, Journalistin aus Wien, muss ihrer Kollegin Gerda Hofer helfen. Deren Mann will überraschend die Scheidung und Gerda wegen ihres Ehebruchs keinen Pfennig abgeben. Das Hin und Her findet aber schnell ein Ende, als die Leiche ihres Mannes in einem Steinbruch gefunden wird. Doch damit fängt das Schlamassel erst an: Wieso lügen Gerda und ihr Liebhaber und was hat ihr minderjähriger Sohn mit dem Mord zu tun? Von dem Gefühlschaos angesteckt macht Mira ihrem Oskar einen Heiratsantrag per SMS und der nimmt die weinselige Idee sehr, sehr ernst…

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über die Autorin auf ihrer Homepage. ++ Ein Kommentar zu Krimi und Wein vom Winzer Bernhard Fiedler. ++ Über Putzfrauen in Büchern äußert sich Gesine Schulz. ++ Dies ist der 8. Krimi der Reihe mit Mira Valensky. Der 10. ist kürzlich im Folio-Verlag erschienen. ++

Folge 145 – Die Krimikiste stellt vor: Wolf Haas „Wie die Tiere“

„Jetzt ist schon wieder was passiert.“ Im Wiener Augarten streut jemand mit Nadeln gespickte Hundekekse aus. Selbsterklärte Tierfreunde und hundelose Eltern mit Kindern bilden zwei feindlich gesinnte Parteien, jeder hat jeden im Verdacht. Privatdetektiv Brenner, wohnhaft über einer Bar namens White Dog, soll den Attentäter finden. Dann wird eine attraktive Spendensammlerin tot gebissen und ein Hund erschossen und Brenner bekommt eine Ohrfeige, bei dem ihm Hören und Sehen vergehen.

++ Besprechungen und Kommentare zu den Büchern von Wolf Haas finden sich in erschöpfender Breite hier. ++ Einzelne Artikel stammen von Philipp Steglich, Tobias Gohlis, Manfred Papst, Uwe Wittstock und Iris Kammerer. ++ Reaktionen in der Blogosphäre von Katha und bei krimi.krimi, in der Portraetgalerie und bei Zingara. ++

Folge 134 – Die Krimikiste stellt vor: Robert Pucher „Krokodilstränen“

KrokodilstränenIrgendjemand meuchelt Versicherungsvertreter und irgendwer hat einen quicklebendigen Alligator in die Donau entlassen. Erstere mag Dr. Simone Reichenbach sowieso nicht, nichtsdestotrotz muss sie die Ermittlungen leiten. Bezirksinspektor Doppler ist ihr dabei keine große Hilfe – einerseits wegen seines strengen Körpergeruchs, andererseits wegen seiner privaten Jagd auf einen Anlageberater. Auch Mag. Kleist ist auf Abwegen und soll, dies allerdings auf dem Dienstweg, das ominöse Reptil jagen. Am Ende sind – typisch Pucher – mal wieder einige private und berufliche Katastrophen sowie mehrere menschliche und tierische Opfer zu beklagen. Herrlich unanständig!

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über den Autor auf seiner Homepage. ++ Besprechungen gibt es hier, hier und hier. ++

Folge 133 – Die Krimikiste stellt vor: Eva Rossmann „Wahlkampf“

Beschäftigt sich Mira Valensky sonst mit chicen Lifestyle-Themen, geht es diesmal sehr viel bodenständiger zu – wenn auch nur auf den ersten Blick. Der Zufall will es bzw. ihr Chef bestimmt, dass Mira strafversetzt wird in das Wiener Wahlgeschehen. Und das gerät plötzlich zu einem Schaulaufen von Todesfällen.

++ Mehr über die Bücher beim Verlag. ++ Mehr über die Autorin auf ihrer Homepage und akustisch beim ORF. ++ Besprechungen des Buches sowie Übersichten der Reihe um Mira Valensky gibt es hier, hier, hier und hier. ++ Das neueste Buch ist kürzlich erschienen und heißt „Russen kommen„. ++

Folge 127 – Die Krimikiste stellt vor: Pierre Emme „Florentinerpakt“

Dem Wiener Bankdirektor Garber wird übel mitgespielt: Seine Villa fliegt mitsamt der ungeliebten Gattin in die Luft, er soll eine Vergewaltigung begangen haben und zu allem Überfluss erlebt er hautnah einen Bankraub mit. Kriminologe Mario Palinski quartiert derweil einen Zahnarzt in seinem Büro ein, weil der glaubt, er müsse – zu Recht, wie sich herausstellt – um sein Leben fürchten. Als der Doktor zur Tarnung in Damenkleidung auftritt, hat Palinskis Lebensgefährtin die Schnauze voll und ihr Liebster findet heraus, dass Garbers Fall und die Todesangst des Arztes zusammenhängen.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Informationen über den kürzlich verstorbenen Autor auf krimilexikon.de ++ Rezensionen bei LeseLustFrust und (zu anderen Titeln der Reihe) von Caren Löwner ++

Folge 125 – Die Krimikiste stellt vor: Beate Maxian „Tod mit Seeblick“

Attersee KrimiAm Attersee geht ein Mörder um: Die nackte Leiche einer angesehenen Richterin wird im Garten ihrer Villa gefunden. Später stoßen Taucher auf eine versenkte Frauenleiche im See. Kriminalistin Sandra Anders und ihre Assistentin Rosa Mairinger ermitteln in Justiz-Kreisen und machen sich zuweilen ziemlich unbeliebt. Nebenbei bestimmen Liebeskummer und Alltagsstress das Leben der beiden Polizistinnen.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über die Autorin auf maxian.at und in einem Interview. ++ Sie ist übrigens Mit-Organisator eines Krimifestivals. ++

Folge 115 – Die Krimikiste stellt vor: Peter Oberdorfer "Kreuzigers Tod"

Im gespaltenen Schädel des Opfers steckt noch die Axt, während direkt daneben der Künstler Mannlechner im Wald hockt und die Szenerie zeichnet. Der verschrobene Polizist, in diesem schmalen Krimi der Ich-Erzähler, wird von der alten Mühlbacherin an den Tatort gelotst und kann angesichts des grotesken Bildes nur überfordert staunen. Verdächtige gibt es in dem österreichischen Bergdorf so einige, obwohl die Einwohnerzahl überschaubar ist. Leichtsinn, Übermut, Alkoholismus und die düsteren Geschehnisse der Nazizeit beeinflussen die Ereignisse und sorgen für mehrere Schusswechsel.

++ Mehr über Buch und Autor beim Verlag. ++ Weitere Rezensionen auf x-zine.de, krimi-couch.de, focus.de und krimiblog.de ++

KK 111: Thomas Raab – Der Metzger sieht rot

Auf den Rängen eines Fußballstadions werden Menschen zu Tieren und tragen ihre Verdorbenheit zur Schau – so meint Willibald Adrian Metzger. Still und leise leidet er unter den Verbalattacken der Fans, als plötzlich der geschmähte, farbige Torwart tot auf dem Spielfeld zusammenbricht. Ziemlich mitgenommen – mehr von einer nahenden Grippe, denn vom Sterben auf dem Rasen – schleppt sich der Metzger ins heimische Bett. Als seine geliebte Danjela wenig später vor dem Stadion zusammengeschlagen wird und ins Koma fällt, da erfasst den Metzger die Wut und er sucht die Täter.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über den Autor auf thomasraab.com ++ Rezensionen von Dieter Paul Rudolph, Jörg von Bilavsky, Dietmar Jacobsen und Jochen König. ++ Der erste Teil mit dem Metzger heißt „Der Metzger muss nachsitzen“ und erscheint im Oktober als Taschenbuch. ++