1986: G.S. Locke – Neon. Er tötet dich

Ungewöhnliche Charaktere durch und durch! Ein Polizist und Auftragskillerin sollten eigentlich erbitterte Gegner sein.. doch Matt Jackson wurde vom Fall „Neon“ abgezogen, nachdem seine Frau dem Serienmörder zum Opfer fiel. Jackson hat nur noch zwei Dinge, die er erledigen will: Neon soll sterben. Und er selbst danach auch… Kann ihm Iris dabei helfen? Auch sie hat etwas zu verbergen, sehr viel mehr, als Jackson ahnt. HarperCollins

1984: Lesley Kara – Das Gerücht

Es ist nur ein Gerücht… oder doch nicht? Als Joanna mit ihrem kleinen Sohn aus London wegzieht, weil dieser in der Schule gemobbt wird, hofft sie auf ein ruhiges Leben in ruhiger Umgebung. Zunächst scheint das auch zu klappen, doch dann hört Joanna das Gerücht, dass die Kindermörderin Sally McGowan im Ort leben soll. Joanna erzählt es weiter – und eine fatale Geschichte beginnt, denn Misstrauen macht sich breit und nicht nur Joanna muss sich fragen, ob McGowan wirklich in ihrer Nähe lebt und wenn ja, wer sie heute ist. Dann geschehen bedrohliche Dinge, und Joanna fragt sich, was sie da losgetreten hat – und ob sie dem entkommen kann.
Lesley Kara hat einen Psychothriller geschrieben, der den Leser bis zur letzten Seite fesselt und eine unheimlich-bedrohliche Atmosphäre aufbaut. Vorhersehbar: Null. Nervenkitzel: Hundert. dtv

1983: Bella Ellis – Die verschwundene Braut

Facts vs. fiction: Der historische Kriminalroman ist eine Herausforderung für sich, insbesondere wenn auch noch reale historische Persönlichkeiten in ihm eine Rolle spielen. Und genau so ist es in „Die verschwundene Braut“ von Bella Ellis, denn die Brontë-Schwestern betätigen sich als Ermittlerinnen. Dass das zu ihrer Zeit nicht gerade einfach war, kann man sich vorstellen – und Bella Ellis ist es gelungen, ihr großes Wissen über die Familie Brontë in die Geschichte einfließen zu lassen und gleichzeitig einen spannenden Krimi zu verfassen! Piper/Pendo

1982: Christine Brand – Die Patientin

Habt ihr euch am Ende von „Blind“ auch gefragt, was wohl aus Carole Stein geworden ist? Zum Glück liefert uns Christine Brand in ihrem neuen hochspannenden Kriminalroman die Antwort: Sie liegt im Wachkoma. Oder lag, denn nun ist sie tot. Oder verschwunden, denn Nathaniel, der mit Caroles Sohn Silas immer wieder im Krankenhaus in ihrem Zimmer war, glaubt nicht daran, dass sie einfach so gestorben ist. Milla Nova arbeitet währenddessen an einer Story über eine Forscherin, die das ewige Leben erschaffen will. Und Sandro, ihr Freund und gewissenhafter Polizist, kämpft mit einem Fall um mutmaßliche Selbstmörder. Das alles hat nichts miteinander zu tun. Oder doch? Und wenn ja, was? Meisterhaft führt Christine Brand ihre Leserinnen und Leser auf richtige und falsche Fährten, während sie mit den Protagonisten ermitteln, leiden, hoffen und kämpfen… blanvalet

1981: Robert C. Marley – Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht

Die Londoner Gesellschaft hat ein Faible für Geisterbeschwörungen und Hellseherei entwickelt – und die Reichen und Schönen feiern Feste und Seancen. Wir Leser erleben auch den Alltag einer jungen Frau, die als Medium gilt und beliebt ist.
Als ein Straßenjunge tot gefunden wird, denken alle zunächst an einen Unfall, denn schließlich sterben alle naselang Leute, vor allem die, die auf der Straße leben. Doch der mutmaßliche Unfalltod entpuppt sich als Mord, und Swanson und Phelbs müssen feststellen, dass dieser vielleicht mit dem Hang zur Esoterik der viktorianischen Gesellschaft zu tun hat… Dryas

1979: Anne Nordby – Kalte Nacht

Nach „Kalter Strand“ riskiert Tom Skagen im zweiten Band von Anne Norbys Reihe Kopf und Kragen: Er muss sich mit seinem Trauma auseinandersetzen und ist eigentlich krankgeschrieben. Dennoch fährt er nach Schweden, wo eine deutsche Familie einen Autounfall hatte, denn eine der Ermittlerinnen ist eine alte Freundin von ihm. Der Vater und die ältere Tochter sind tot, die jüngere Tochter verletzt und die Mutter verschwunden. Die Bewohner des kleinen Ortes scheinen Informationen nur widerwillig preiszugeben. Tom verschweigt, dass er eigentlich gar nicht offiziell ermittelt – damit setzt er seinen Job aufs Spiel. Doch das, was hinter dem Autounfall steckt, ist für Tom und manch anderen sehr viel gefährlicher, als man denken könnte.
„Kalte Nacht“ hat alles, was ein guter Thriller braucht: Hochspannung, Gefahr für den Protagonisten, der außerdem kein Standard-Skandinavienkrimi-Kommissar ist und eine in Teilen ungewöhnliche Handlung, bei der wir Leser mitdenken müssen. Das einzig kleine Manko sind ab und an auftretende Längen. Das ist aber zu vernachlässigen – und daher ist „Kalte Nacht“ absolut empfehlenswert! Gmeiner

1977: Hendrik Falkenberg – Die Schatten der Vergangenheit

Es ist der eine Fall, der den alten Fritz nicht loslässt – der eine Fall, der bis heute ungelöst ist und in den er auch persönlich verwickelt war. Angesichts ihrer Freundschaft und der fortschreitenden Krankheit seines Mentors beschließt Hannes, den Cold Case neu aufzurollen. Das entpuppt sich als gar nicht so einfach: Hannes muss tief in der Vergangenheit graben. Währenddessen geht es Fritz zunehmend schlechter, und Hannes muss darum bangen, ob er Fritz aus der Ungewissheit erlösen kann, bevor er dies nicht mehr mitbekommt. audible

1976: Maureen Johnson – Ellingham Academy. Die geheimnisvolle Treppe

Stevie kehrt unter leicht mekrwürdigen Umständen an die Ellingham Academy zurück. Doch sie hat nicht lange Zeit, sich darüber Gedanken zu machen: Ein Hinweis führt sie auf die Spur des „wahrhaftigen Lügners“, in dessen Brief die Entführung von Iris und Alice Ellingham angekündigt wurde. Doch nicht nur das hält Stevie auf Trab – und am Ende der Geschichte hat Stevie zwar einen Teil des großen Rätsels um die Geschehnisse in der Vergangenheit gelöst, steht aber vor einer noch offenen Frage, deren Antwort sie unbedingt finden will.
Maureen Johnson erzählt meisterhaft zwischen Gegenwart und Vergangenheit, gibt uns Lesern und ihren Charakteren Rätsel auf und lässt uns mit ihnen nach möglichen Antworten jagen. Definitiv nicht nur für Jugendliche ein unglaublich spannendes Leseerlebnis! Loewe

1974: Eva García Sáenz – Die Herren der Zeit

Im abschließenden dritten Teil der Reihe um Unai Lopez de Ayala – auch Kraken genannt – wird es noch einmal richtig gefährlich. Und spannend, denn Eva García Sáenz baut ihre Geschichte als „Buch im Buch“ auf. Die Morde, die Unai untersucht, sind im Roman „Die Herren der Zeit“ in ganz ähnlicher Form eingebaut. Der spielt im Mittelalter, was man den Methoden auch anmerkt. Der Autor? Unbekannt. Die Handlung? Historisch. Der Ausgang des Ganzen? Ungewiss… Fischer Verlag

1972: Mark Fahnert – Lied des Zorns

Wiebke ist ehemalige Elitesoldatin, ihre Schwester Saskia war Geheimagentin – bis sie durch eine Autobombe stirbt. Wiebke fühlt sich schuldig und setzt alles, was sie kann und ist ein, um herauszufinden, wer ihre Schwester getötet hat und warum. Dabei geht es um viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint, denn Saskia war einer großen Sache auf der Spur, der vielen Menschen das Leben kosten könnte.
Mark Fahnert erschafft mit Wiebke Meinert eine faszinierende Protagonistin, die ebenso wie seine anderen Charaktere absolut glaubwürdig ist. Neben der actionreichen Spannung merkt man „Lied des Zorns“ die weitreichenden Fachkenntnisse an, die Fahnert besitzt, denn er ist bei der Polizei im Bereich „politisch und religiös motivierte Delikte“tätig. Piper

1971: Joe Fischler – Die Toten vom Lärchensee

Im zweiten Band der Arno-Bussi-Reihe muss dieser sich um einen Cold Case kümmern. Wäre da doch nicht die Sache mit der Frau des Innenministers gewesen… dann wäre vielleicht endlich die Karriere, die Arno eigentlich anstrebt, in Aussucht. Allerdings stellt er schnell fest, dass am schönen Lärchensee seit der Tat vor 5 Jahren beiweitem nicht alles super ist: Der Streit um eine Neubebauung um den See herum sorgt für Aufruhr, dann gibt es einen Toten. Ist er etwa nicht nur wegen des Cold Case dorthin geschickt worden und es gibt einen anderen Grund für seine Anwesenheit..?
Joe Fischler ist ein Meister der skurrilen, aber dennoch glaubwürden Charaktere. Soweit überzogen wie notwendig, um den Lesern sehr gut im Gedächtnis zu bleiben, sind alle seine Figuren glaubwürdig und seine Geschichten unwahrscheinlich-wahrscheinlich. In „Die Toten vom Lärchensee“ beweist der Autor erneut, dass schräge, witzige Krimis nicht albern oder abgedroschen sein müssen – sondern einfach nur unterhaltsam, kurzweilig und spannend sein können! Kiwi

1969: Patrick Quentin – Mord im Irrenhaus

Wer besondere, hochqualitative, spannende und oft ungewöhnliche Bücher sucht, ist bei ATRIUM genau richtig: Dort gibt es immer wieder und ausschließlich herausragende Literatur – auch für Krimifans. „Mord im Irrenhaus“ ist ein solch herausragendes Buch, denn das Autorenduo, das sich hinter dem Pseudonym Patrick Quentin verbirgt und das Buch 1936 herausbrachte, hat mit diesem Werk für uns Leser ein Rätsel vorbereitet, dem wir einfach auf den Grund gehen müssen. Ohne zu wissen, was wahr ist und was den Krankheiten der Sanatoriumspatienten entspringt folgen wir Protagonist Peter Duluth in den Wahnsinn hinein – oder doch nur auf die Spur eines kaltblütigen Mörders? Atrium (bei Politycki & Partner)

1967: Hendrik Falkenberg – Das Ende der Hoffnung

Der erste länderübergreifende Fall für Hannes Niehaus führt ihn nach Schweden – dabei hat er zuhause noch die ein oder andere Baustelle: Seine Freundin verhält sich seltsam, und auch wenn Hannes eine Affäre oder etwas in der Art vermutet, wissen wir Hörer, dass etwas ganz anderes dahintersteckt. Die neue Art der Ermittlung gemeinsam mit den schwedischen Kollegen stellt Hannes vor weitere Herausforderungen. Ob er die am Ende alle bewältigen kann, hört ihr in unserer neusten Folge! audible

1966: Sharna Jackson – Highrise Mystery. Ein tödlicher Sommer

Etwas ist faul im Hochaus „The Tri“ – oder vielleicht auch gleich mehrere Sachen. Der exzentrische Hugo wird ermordet, viele Bewohner scheinen etwas verbergen zu wollen. Was davon hat mit Hugos Tod zu tun und was hat ganz andere Gründe? Für die zwei sehr unterschiedlichen Schwestern Nik und Norva ist das gleichzeitig ein Fall und eine Herzensangelegenheit, denn Hugo war ihnen wichtig und ihr Vater ist einer der dringend Mordverdächtigen im Tri … Knesebeck

1964: Robert C. Marley – Inspector Swanson und der Magische Zirkel

Selbst wenn Inspector Donald Swanson eigentlich in Ruhe eine Zaubershow besuchen will, landet er am Ende mitten in einem Fall. Als Swanson und seine Frau die Entfesselungsnummer des großen van Dyke ansehen, kann dieser sich fast nicht mehr aus dem nassen Gefängnis befreien. Schnell stellt sich heraus, dass ein Mörder es auf die Illusionisten der Show abgesehen hat – doch warum? Die Ermittlung stellt sich als extrem knifflig heraus, denn was ist Schein und was ist Sein? Illusion von Wahrheit zu unterscheiden ist gar nicht so einfach, wie Swanson schon bald feststellen muss… Dryas

1963: Megan Miranda – Little Lies

Journalistin Leah zieht mit ihrer Bekannten Emmy in ein altes Landhaus. Alles scheint gut zu laufen, doch dann verschwindet Emmy und Leah muss sich fragen, ob ihre Vergangenheit – die uns Lesern lange unklar bleibt – sie einholt.
Leider konnte mich „Little Lies“ im Gegensatz zu Megan Mirandas Jugendbuch „Trügerisch“ so gar nicht überzeugen. Die Gründe dafür erfahrt ihr in unserer neusten Krimikistenfolge! Penguin

1962: Fiona Barton – Der Trip

Fiona Barton versteht es meisterhaft, den Blick auf ihre verschiedenen Protagonistinnen und Protagonisten zu lenken. Durch eine Ich Perspektive – die von Journalistin Kate – gibt sie der Geschichte eine teilweise subjektive Färbung. Während Kate auf der Suche nach ihrem Sohn Jake und einer guten Story ist, hat Bob Sparkes mit der Sche nach zwei in Bangkok vermissten Teenagerinnen zu kämpfen. Doch Kampf bedeutet für ihn etwas ganz anderes, wenn er an seine schwer krebskranke Frau denkt. Familie ist natürlich auch für die Mütter der vermissten Mädchen ein wichtiges Stichwort – doch gefühlt hat jeder in dieser Geschichte mindestens ein Geheimnis zu verbergen… Wunderlich

1960: Ursula Poznanski – Vanitas. Grau wie Asche

Carolin ist nach den fatalen Vorkommnisen aus dem ersten Band in den Blumenladen am Wiener Zentralfriedhof zurückgekehrt. Sie muss immer auf der Hut sein, denn sie hat weiterhin große Angst, dass Andrei oder einer seiner Schergen sie aufspüren. Leider wird ihr das Versteckspiel nicht gerade leicht gemacht: Auf dem Friedhof werden nacheinander ausgegrabene Leichen mit Hühnerköpfen im Mund gefunden, die Grabsteine mit seltsamen Zeichen beschmiert. Carolin muss fürchten, dass entweder der Clan sie entdeckt oder der anwesende Ermittler auf ihre doch seltsam leere Vergangenheit aufmerksam wird – und wer garantiert ihr, dass sich in den Reihen der Polizei nicht doch ein Maulwurf verbirgt? Ihr Misstrauen und die Angst treiben Carolin zu extremen Taten. Denn: Wem sie kann sie trauen und wem nicht? Knaur

1958: Judith Bergmann – Gerecht ist nur der Tod

Psychologin und Journalistin Ina Reich begleitet die Kripo Köln bei ihren Ermittlungen um den ermordeten Unternehmer Hajo Reimer. Sie soll eine Reportage über die Belastung der Kripo-Mitglieder schreiben, auch, um das Image der Polizei in der Öffentlichkeit etwas reinzuwaschen. Allerdings ist nicht nur die Ermittlung schwierig, auch Ina hat ihre eigenen Ziele, die sie bei diesem Auftrag verfolgt. Und es zeigt sich, dass auch Kommissarin Bulut und Ina selbst Geheimnisse zu haben scheinen… dtv

1957: Tina Frennstedt – Cold Case

Tess ist die Leiterin des Cold-Case-Teams, Abteilung Gewaltverbrechen. Als ein aktueller Fall eine Verbindung zu dem ungelösten Fall der vor vielen Jahren verschwundenen, 19-jährigen Annika aufweist, ist Tess wie elektrisiert: Vielleicht hilft dieser aktuelle Mord dabei, das damals nicht geklärte Verbrechen zu entschlüsseln und der Mutter von Annika endlich Frieden zu geben. Doch Tess ahnt noch nicht, welche Konsequenzen die Ermittlungen ihres Teams haben. Außerdem dringen dauernd Informationen nach außen, das Leck ist unklar…
Tina Frennstedt erschafft mit der Cold-Case-Reihe eine vielversprechende neue Krimiserie mit interessanten und ungewöhnlichen Charakteren, vielen rätselhaften Vorgängen und sehr viel Spannung. Lübbe

1955: Katrine Engberg – Glasflügel

Der dritte Fall für Anette Werner und Jeppe Korner – oder eher: Eigentlich nur für Jeppe, denn Anette ist in Mutterschutz. Jeppe vermisst sie unerwartet heftig bei der Bearbeitung eines schlimmen Mordfalls, und Anette fehlt der Job, obwohl sie eigentlich mit ihrer kleinen Tochter einfach glücklich sein sollte. Doch sie kann sich nicht zurückhalten und mischt sich quasi heimlich in die Ermittlungen ein – mit fatalen Folgen. Denn jemand hat Rechnungen offen, deren Begleichung er mehr als ernst nimmt… Diogenes

1953: Dirk Kurbjuweit – Haarmann

Hannover: Robert Lahnstein, der als Ermittler nach Hannover versetzt worden ist, erlebt einen echten Albtraum: Immer wieder verschwinden Jungen. Anscheinend geht ein Serientäter in der Stadt um, und Lahnstein will ihn aufhalten. Bei jeder Frau, die aufs Revier kommt, hat er Angst, dass wieder ein Sohn als verschwunden gemeldet wird. Bald gerät Fritz Haarmann in den Fokus des Ermittlers, doch es gelingt Lahnstein nicht, ihm etwas nachzuweisen – obwohl Haarmann etwas Seltsames an sich hat. Doch auch Lahnstein selbst hat etwas zu verbergen, das in der damaligen Zeit einfach kaum denkbar war und für das er geächtet worden wäre. Und er ist nicht der einzige, der Geheimnisse hat…
Dirk Kurbjuweit verbindet ein Gesellschaftsportrait der 20er Jahre mit einem historischen Kriminalfall, der in Deutschland einer der bekanntesten sein dürfte. Kurbjuweit schafft dabei auf grandiose Weise, Spannung mit realistischen Einblicken in die damalige Zeit zu verknüpfen. Penguin

1951: Holly Jackson – A good girl´s guide to murder

Pippa hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sondern ist auch ein außergewöhnliches Mädchen. Obwohl in ihrem Heimatort alle damit abgeschlossen haben und fest überzeugt sind, dass Andie Bell, die vor 5 Jahren verschwand, von ihrem Freund Sal ermordet wurde, glaubt Pip das einfach nicht. Daher macht sie die damaligen Vorgänge zum Thema ihres Schulprojektes. Doch je weiter sie in den Fall einsteigt, desto verwirrender wird das Ganze: Einige Dinge passen einfach nicht zusammen. Pippa will die Wahrheit herausfinden: War Sal doch unschuldig? Und was geschah in Wirklichkeit mit Andie? Dabei bringt sie sich ohne es zu ahnen selbst in Gefahr… one (Luebbe)

1949: Michael Tsokos – Abgefackelt

Da Paul Herfeld nach seinem ersten Fall psychisch angeschlagen ist, soll er eigentlich einige Zeit Urlaub machen. Allerdings kommt in Itzehoe ein Pathologe zu Tode und der Leiter der renommierten Klinik braucht dringend Ersatz. Als Rechtsmediziner kennt Herzfeld sich aus, und so fährt er nach Itzehoe – um festzustellen, dass mit dem Tod des Kollegen irgendetwas ganz gewaltig nicht stimmt… Knaur

1948: Rudolf Ruschel – Ruhet in Friedberg

Wenn Rudolf Ruschel nicht irgendwann auf der Bestsellerliste erscheint, weiß ich es auch nicht: „Ruhet in Friedberg“ ist ein grandioser schwarzhumoriger, rasanter Kriminalroman mit überraschenden Wendungen, in dem der Autor den Rahmen der vorstellbaren Übertreibung weit ausdehnt und dennoch immer in der Realität bleibt. Er berührt die Grenzen zum Stil von Tarantino-Filmen ebenso wie zu den besten skandinavischen skurrilen Kriminal-Filmen und lässt seine Leser erstaunen und auf Leichen stoßen – und das nicht zu knapp. Alles in allem: Ein skandalös gutes Buch! btb

1947: Kate Penrose – Dunkel leuchten die Klippen

Der zweite Fall für Ben Kito spielt auf der zweitgrößten Scilly-Insel: Tresco. Dort kam die sportliche Taucherin Jude ums Leben – und es ist kein Unfall. Aber warum tauchte Jude in der Nacht? Schnell entpuppt sich dieser Mord als sehr viel weitreichender, als Ben anfangs vermutet, und die Anzahl der Verdächtigen unter den Inselbewohnern ist nicht gerade klein. Fischer Verlag

1946: Alison Belsham – Der Tattoosammler

Tattookünstlerin Marni Mullins findet eine tätowierte Leiche in einem Müllcontainer, der ein Stück Haut fehlt. Als eine zweite Person ermordet wird, sieht es so aus, als würde jemand Tattoos stehlen. Die Polizei bittet Marni um Hilfe, sie jedoch möchte eigentlich alles andere, nur keinen Kontakt mit Beamten. Denn sie hat schlechte Erfahrungen gemacht – und noch das ein oder andere Geheimnis. Aber Francis Sullivan braucht ihre Hilfe: Er ist DI geworden – der derzeit jüngste. Das ruft Neider auf den Plan, und er will den Fall des Tattoodiebs unbedingt lösen. Leider glauben die Kollegen zunächst nicht an seine Theorien, was schwerwiegende Folgen hat … Penguin

1945: Megan Miranda – Trügerisch

Mit „Trügerisch“ hat Megan Miranda ein Buch für Jugendliche geschrieben, das aber für Leser aller Altersklassen geeignet ist: Sie erzählt aus der Ich-Perspektive der jungen Jessa, die das Zimmer ihres verstorbenen Exfreundes Caleb ausräumen muss. Jessa findet Gegenstände, anhand derer sie sich an die gemeinsame Geschichte erinnert – und gleichzeitig wird ihr klar, dass Caleb noch eine andere, geheime Seite hatte. Hat die etwas mit seinem Unfall und Tod zu tun? Jessa beginnt, genauer hinzusehen… Carlsen

1943: Antti Tuomainen – Klein Sibirien

Während Pfarrer Joel erfährt, dass seine Frau schwanger ist – definitiv nicht von ihm, was er weiß, sie aber nicht – fällt ein Meteorit in den Wagen des ehemaligen Rennfahrers Tarvainen. Da das gute Stück einiges wert sein soll, sind bald zahlreiche Personen hinter dem Meteoriten her, inklusive des organisierten Verbrechens. Joel und andere Mitglieder der Dorfgemeinschaft wollen den Meteoriten bewachen, aber Joel muss auch ja auch noch herausfinden, wer seine Frau geschwängert hat. Oh, und Pfarrer ist er ja auch noch, und selbst die Seelsorge entpuppt sich unter diesen Umständen als schwierig.
Mit gewohnt skurrilen Charakteren und einer abgefahrenen Handlung beweist Antti Tuomainen erneut, was für ein außergewöhnlicher Schriftsteller er ist. Die Übersetzung von Jan Costin und Katariina Wagner sorgt für sprachliche Brillianz. rowohlt

1941: Arno Strobel – SPY Hotspot Kingshasa

Im zweiten Band der rasanten Agentenreihe für junge Leser macht sich Nick, der immer noch seine Ausbildung absolviert, auf den Weg ins ferne Kinshasa, um seinen Vater zu finden. Mit der Unterstützung von Carol muss er dann versuchen, einen der mächtigsten Verbrecher der Welt aufzuhalten: Victor Drago. Diese Mission ist gefährlich und birgt einige Überraschungen, die beiweitem nicht alle angenehm sind… Loewe