KK 250: Simon Beckett – Leichenblässe

Ein Toter in einer Jagdhütte in den Smoky Mountains. Die Leiche ist bis zur Unkenntlichkeit zersetzt. Sein alter Mentor Tom Lieberman bittet David Hunter um Unterstützung. Die Hinweise, die die beiden Experten für forensische Anthropologie finden, sind widersprüchlich. Jemand will David in die Irre führen, jemand, der viel näher ist, als David glaubt…

Sprecherinnen: Carola Kruse, Friederike Brühöfener.

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2 Gedanken zu „KK 250: Simon Beckett – Leichenblässe“

  1. GENAU _diese_ Eindrücke (wie Carola) hatte ich schon bei „Chemie des Todes“ und bin absolut hingerissen, dass ich damit nicht allein da stehe. *Hand reich*

  2. Sehr schöne Folge!

    Ich kann Carolas Argumente sehr gut nachvollziehen: mit der Brechstange konstruiert Simon Beckett einen Plot, der den größtmöglichen Effekt erzielen soll. Da das bei Becketts Konsequenz aber letztlich wieder sehr berechenbar ist, wusste auch ich sehr zeitig, wer der Täter sein musste (gäbe es in dem Buch ein siebenjähriges Kind mit Querschnittlähmung, dann wäre es eben dieses gewesen -> Simon Beckett hätte das schon zurechtgebogen).

    Anders als Carola werde ich kommende David-Hunter-Fälle trotzdem verfolgen. In der Hauptsache aber deswegen, um festzustellen, ob Simon Beckett es wagen wird, diese Figur noch „weinerlicher“ zu gestalten. In „Leichenblässe“ soll David Hunter als ein an seinen beruflichen Fähigkeiten Zweifelnder, von verschiedensten Traumata Gezeichneter erscheinen. Das wäre ja durchaus plausibel, wenn es Beckett gelingen würde, einen wirklich komplexen Charakter zu gestalten – so aber haben wir einen in Passivität und Phlegma fast erstarrenden David Hunter, der sich in einer Schleife von permanentem Selbstmitleid befindet (allerdings einem Selbstmitleid der oberflächlichsten Sorte) und seine Narben befingert.

    Wahrscheinlich setze ich die Figur des David Hunter aber schon viel zu sehr mit dem mir von den zugängigen Fotos sehr unsympathisch erscheinenden Simon Beckett gleich, so dass ich einfach hoffe, er (David Hunter) möge in einem der nächsten Bücher irgendwann an der Summe der ihm zugefügten Wunden verscheiden – und da möchte ich dann gern dabei sein.

    Naja, und den Showdown hat Beckett ganz sicher im Drogenrausch geschrieben – wenngleich ich in anderem Kontext sicher meinen Spaß daran gehabt hätte. Ich denke, diese Seiten hätte Beckett gut und gerne an Tarantino verkaufen können.

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