Folge 155 – Die Krimikiste stellt vor: Stefan Kiesbye „Nebenan ein Mädchen“

Ende der 70er Jahre in einer kleinen Industriestadt: Da gibt es die Angestellten und die Arbeiter und zwei Jugendbanden, die sich spinnefeind sind. Harmlosen Streichen sind die Jungen längst entwachsen: Was sie umtreibt, ist die Suche nach Anerkennung und Identität. Zufällige Begegnungen, heimliche Beobachtungen und pupertäre Verwirrung mischen sich zu einem Cocktail, der immer wieder überschwabt und sich in kaltblütiger Gewalt entlädt – ein düsteres Gemälde, das man so nicht erwartet hat.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über den Autor auf seiner Homepage. ++ Besprechungen von Ulrich Noller sowie Ludger Menke. ++ Voll des Lobes: Das Buch wurde ausgewählt für die KrimiWelt-Bestenliste Januar 2009. ++

VERLOSUNG: Einen echten Otto Dix gibt es nicht, dafür verlose ich mein wie neu aussehendes  Leseexemplar dieser beklemmenden Erzählung. Einfach einen Kommentar schreiben und einen Lese-Tipp abgeben: Was ist euer derzeitiges Lieblingsbuch und warum? Die Verlosung endet 72 Stunden nach Erscheinen dieser Folge. Der/die Glückliche wird ausgelost.

10 Gedanken zu „Folge 155 – Die Krimikiste stellt vor: Stefan Kiesbye „Nebenan ein Mädchen““

  1. Mein derzeitiges Lieblingsbuch ist das Trekking-Handbuch Outdoor-Praxis .

    Vom Urlaub zu träumen macht viel mehr Spaß als Winter in Osnabrück und man lernt so viel tolle Sachen: vorgestern, wie man mit einem Kompass oder ohne navigiert, gestern, wie man sich in Bärengebieten verhält. Große Klasse.

  2. Hi Ho,

    habe jetzt wahrscheinlich nur ein Viertel von dem mitbekommen, was du in deinen Podcast erzählt hast (Den Grund habe ich ja schon auf Twitter bekannt gegeben 😉 )
    Aber hat sich interessant angehört und wenn es Bücher gibt, dann bin ich doch auch mal dabei.

    Lieblingsbuch zur Zeit hmmmmm…… :

    Schwesternmord von Tess Gerritsen ( http://www.lesensiegut.de/modules/news/article.php?storyid=348 )

    Warum, ja hmmm… ich liebe den Schreibstil von ihr und da es jetzt schon das zweite Buch von ihr war, was mit wirklich super gefallen hat, ist dass derzeit auf dieser Position des Lieblingsbuches gelandet. Werde dieses Jahr sicher noch ein, zwei weitere von ihr lesen.

    Mehr Nachdenken ist heute bei mir nicht möglich, aber ob sich das in den nächsten 48 Stunden ändert, ist fraglich. Ich hoffe das reicht also aus.

    kranke grüße aus Berlin
    sven

  3. Hallöchen, also noch stehen eure Chancen 50:50. Freut euch! Da sieht man mal, wie wenige Hörerinnen und Hörer den Text zur mp3 lesen, ein interessantes Ergebnis. Allerdings so ganz ohne Text würde so ein Posting ja kahl und leer und trist wirken. Ist also auch nicht angebracht, hier was zu ändern. Die nächste Folge erscheint am 29. um 8.30 Uhr, mal sehen, wie viele bis dahin noch kommentieren. Grüße, eure Kristine

  4. Die Chancen pendeln sich nunmehr bei 33,33333333333 Prozent ein…

    (… aber nein. So wie Du ein Problem mit „verstörenden Bildern“ hast, habe ich eines mit „verstörenden Büchern“ – ich möchte bitte nicht in den Lostopf, es bleibt also 50:50)

    Trotzdem verrate ich meine Lieblingsbücher:

    Das Krimi-/Thrillergenre betreffend schließe ich mich Sven an: Tess Gerritsen macht süchtig – trotz mitunter extremsten Kitsches, einer manchmal etwas unfreiwillig komischen (sehr amerikanischen) Moral und teilweise anstrengenden Esoterikanleihen. Die für mich relevanten „Parameter“ – Spannung und Atmosphäre – sind aber fast immer auf verlässlich hohem Niveau. Am gelungensten bisher: „Scheintot“

    Mein genreübergreifendes Lieblingsbuch wird wohl für alle Zeit Bulgakows „Meister und Margarita“ bleiben. Ich denke nicht, dass ich irgendwann an anderer Stelle diese – für mich perfekte – Mischung aus Pathos, Witz und souveräner Sprache noch einmal finden werde.

    Sehr interessant und bemerkenswert fand ich in dieser 155. Folge den Otto-Dix-Vergleich. Ich denke, dass die meisten Menschen durch ihr Wissen um den Wert der Bilder diese – anders als vielleicht Du – in erster Linie als Luxusgegenstände wahrnehmen und sich die dargestellte Hässlichkeit in der Wahrnehmung dieser Menschen in etwas „faszinierendes“ (weil „wertvolles“) umkehrt. D.h. der Wert des Bildes „überstrahlt“ den dargestellten Inhalt. Wahrscheinlich hätten „diese“ Leute auch kein Problem, sich champagnernippend eine halbe Stunde lang Dix´ Kriegskrüppel anzuschauen (oder „hindurchzusehen“), während sie – würden sie diesen Krüppeln real auf der Straße begegnen – vor Erschrecken umfallen würden. Immerhin hat sich Abramowitsch ja auch mit dem nicht minder verstörenden Francis Bacon (für 57 Millionen) potenzielle Albträume ins Wohnzimmer geholt…

    Zu Deinem Kommentar zu den Kommentaren: Ich denke nicht, dass so wenige Leute diese lesen. Die meisten werden einfach nur zu faul sein, eine Anmerkung zu hinterlassen. Jedenfalls solltest Du diese Texte unbedingt beibehalten, vielleicht ja aber Gewinnspiele wie dieses zukünftig kurz auch im gesprochenen Text anreißen.

    Viele Grüße
    Falk

    P.S. Folge 154 muss ich mir noch aufsparen, da ich „Kalte Asche“ gerade selbst lese. Hänge da aber seit Tagen ungefähr auf Seite 40 fest – es ist alles so ländlich und das Personal so einschläfernd…

  5. Mein derzeitiges Lieblingsbuch, das ist ja eine für mich fast nicht zu beantwortende Frage 🙂 Ich muss da wohl auch zwischen Krimi und Nicht-Krimi unterscheiden, und würde sagen, dass aufs Krimi-Genre bezogen bei mir inzwischen eine leichte Serienmörder-Müdigkeit aufgekommen ist. Ich steh derzeit sehr auf die Krimis, die dem guten, alten englischen Kriminalroman folgen und finde, dass sich da „Mord auf ffolkes Manor“ von Gilbert Adair sehr hervorgetan hat, auch wenn das Büchlein leider ziemlich unbekannt zu sein scheint. Ich mag den Stil, in dem es geschrieben ist, die Art, wie der Spannungsbogen aufgebaut wird und einfach die Situation.. verschneites Haus, Dartmoor.. ganz mein Ding. Infos gibts unter http://www.krimi-couch.de/krimis/gilbert-adair-mord-auf-ffolkes-manor.html
    Der Nachfolgeband erscheint als Taschenbuch kommenden Monat und soll nicht ganz so gut sein, ich bin aber trotzdem sehr gespannt.

    Zwischen Krimi und Comedy befindet sich „Glennkill“ von leonie Swann, der Schafskrimi, über den ich wohl nicht viel sagen muss, den ich aber auch immer wieder gerne lese.

    Wenn es um Nicht-Krimis (was für ein Wort) geht, dann liebe ich seit langer, langer Zeit „Drei Minuten mit der Wirklichkeit“ von Wolfram Fleischhauer. Man könnte drum streiten, obs nicht doch ein Krimi ist, aber für mich dreht sich das Buch mehr um die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten und den Tango als um das Verschwinden und die (sehr wohl vorhandene!) Spannung. Es ist berührend, traurig, spannend und ich find es einfach sehr, sehr toll. Hier zu finden: http://www.droemer-knaur.de/buecher/Drei+Minuten+mit+der+Wirklichkeit.181052.html

    Ach, die Entscheidung fällt wirklich nicht leicht. Aber als Momentaufnahme kann ich das wohl so stehenlassen. 🙂

  6. Danke für eure Kommentare! Noch ca. 14 Std. und bislang nur drei Teilnehmer. Das wird spannend. Natürlich wars mal ein Test, dass ich die Verlosung nicht in der Audio-Datei erwähne. Fazit: Besser darüber reden als nur darüber schreiben! 😉

  7. Mein Lieblingsbuch ist derzeit „Gomorrha“ von Roberto Saviano. Und nicht nur, weil das Cover so schön pink ist. Sondern weil es so erschreckend sachlich geschrieben ist und man sich das Grauen dahinter selbst vorstellt beim Lesen.

  8. Mein derzeitiges Lieblingsbuch ist kein Krimi, aber ich erwähne es trotzdem: Dan Simmons – Terror.

    Auf den ersten Blick ein Tausend-Seiten-Wälzer mit Segelschiff, kaputten Menschen und Packeisschollen auf dem Cover.

    Auf den zweiten Blick ein sehr detaillierter Bericht über die berühmt-berüchtigte Franklin-Expedition aus den 1850ern. Die Nordwest-Passage sollte gefunden werden und die beiden Schiffe, die „HMS Erebus“ und die „HMS Terror“, sind bis heute verschollen.

    Auf den dritten Blick aber der höchst geglückte Versuch, zwei darbende Genres zu verbinden: Das zurecht der Faktenhuberei bezichtigte Polar-Expeditions-Berichts-Genre und das zurecht der Beliebigkeit bezichtigte Fantasy-Thriller-Irgendwas-Genre. Hier treffen die Stärken beider zusammen und lassen die Schwächen links liegen. Glücklicherweise wird dem Leser zugestanden, einige hundert Seiten der Orientierung und des Einfindens zu benötigen. Hat man sich eingefunden wird es packend und spannend und bewegend gleichermaßen.

  9. Hallo und guten Morgen, die virtuelle Glücksfee Random.org hat entschieden:

    1. Tobias
    2. Miriam
    3. Leonore
    4. Sven
    5. Carola

    Herzlichen Glückwunsch, Tobias!

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