KK 171: Joergen Gunnerud – Hatz

Hatz - KriminalromanIm Keller eines Jugendheims liegt die Leiche von Anne Soerli. Neben der erstochenen Betreuerin sitzt ein verwirrter Junge, mit Blut beschmiert, der die Tat sofort gesteht. Alles scheint klar zu sein, doch Kommissar Knut Moen merkt schnell, dass sich hinter dem Offenkundigen vielmehr verbirgt. In einem nahgelegenen Haus findet sich ein weiterer Toter. Kurz darauf wird ein Mann festgenommen, der unter Drogen steht. Offenbar sind aber weitere Hintermänner involviert, denn trotz der angebrachten Siegel bricht jemand in Annes Büro ein – allerdings ohne Gewalt und mit dem passenden Schlüssel.

++ Mehr über das Buch beim Verlag, mehr über den Autor auf schwedenkrimi.de ++ Besprechungen von Hendrik Werner und Kirsten Reimers. ++

KK 170: Pentti Kirstilä – Klirrender Frost

Ein Fall für Lauri HanhivaaraSakari Kaarto, wohlhabender Unternehmer und Vater zweier erwachsener Kinder, zelebriert seinen eigenen Wahnsinn: Er heuert einen Einbrecher an, seinen Safe zu knacken, er versucht den neuen Freund seiner Tochter mit Kündigung und Geld zu vertreiben, er trinkt plötzlich große Mengen Alkohol und verstößt seine Geliebte – schlussendlich tötet er mit mehreren Messerstichen seine Frau. Kommissar Lauri Hanhivaara begegnet Kaarto das erste Mal anlässlich eines Einbruchs, später geht es dann um Mord. Oder etwa doch Selbstmord?

++ Mehr über das Buch beim Verlag, mehr über den Autor bei schwedenkrimi.de und Wikipedia. ++ Besprechungen von Thomas Kürten, Dieter Paul Rudolph, Claus Kerkhoff, Daniel Raifura und Ulrich Noller. ++

PS: Kürzer ist besser, dachte ich mir, also haben die Postings bzw. Podcast-Folgen nun deutlich kürzere Titel. Ich hoffe, dies kommt insbesondere all jenen zu Gute, die mich auf dem MP3-Player hören!

Folge 169 – Die Krimikiste stellt vor: Jörg Juretzka „Alles total groovy hier“

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41W2aCV3wFL._SL500_AA240_.jpgIrgendwo im staubigen Spanien, an einer wenig einladenden Küste, scheint Schisser – ein Mitglied der Motorradgang Stormfuckers – mit 180.000 Euro im Gepäck verschwunden zu sein. Kristof Kryszinski reist ihm mit Kumpel Scuzzi hinterher. Auf einem Campingplatz voller Hippies richten sich die beiden ein: Während Scuzzi anbandelt und die meiste Zeit gleichgültig-bekifft ist, macht Kristof sich eigentlich überall unbeliebt. Auf einer einsamen Ranch, per Schiff und inmitten einer stinkenden Müllhalde machen sie sich auf die Spurensuche.

++ Mehr über das Buch beim Verlag, mehr über den Autor in der Wikipedia. ++ Eine Besprechung von Lars Schafft sowie Berichte in Der Westen und der Stuttgarter Zeitung. ++

Krimikiste-Videocast 3: Detering, Siegmann, Pleyter

In diesem Video stelle ich euch drei Bielefeld-Krimis vor, die im dort ansässigen Pendragon-Verlag erschienen sind. Monika Detering lässt in ihrem Krimi „Es ist niemand im Haus“ Kommissar Weinbrenner ermitteln. Warum drängt sich ihm die junge Jonna auf? Und wer terrorisiert die Sargmalerin Marlene Lachner? Eine düstere Geschichte um Inzest, Missbrauch und fehlende Liebe. Renée Pleyter schickt zwei rivalisierende Archäologen auf den Hermannslauf. Auch beim Joggen streiten sich die beiden über die Varusschlacht und angeblich bahnbrechende Funde. „Tödlicher Hermannslauf“ ist ein Krimi, der insbesondere regionalgeschichtlich Interessierten Spaß machen dürfte. Jürgen Siegmann lässt seinen Kommissar Lippe „Am Abgrund“ stehen: Seine Tochter und ein weiteres Mädchen sind offenbar entführt worden. Wenig später finden die Ermittler eine weibliche Leiche – eine bedrückende Erzählung, die die ganze Tragik von elterlichen Gefühlen wiederspiegelt.

Krimikiste-Videocast 2: Mothwurf, Berndorf

Heute mal wieder ein Video! Darin stelle ich euch die folgenden Titel vor: Ono Mothwurf lässt mit „Taubendreck“ Kommissar Thomas Wondrak in Fürstenfeldbruck ermitteln. Das Besondere: Eine Taubenvernichtungsstrategie der besonderen Art, die zwei Liebende auseinandertreibt. Jacques Berndorfs Krimi „Der Monat vor dem Mord“ erschien in den 70er Jahren als Fortsetzungsroman im Stern. Das Besondere: Der nordafrikanische Kiefernschädling, der offenbar unverwundbar ist. Vom gleichen Autor stammt der neu erschienene Band namens „Der Kurier“ (Originalausgabe: Ullstein 1996). Das Besondere: Internationale Verwicklungen und reichlich Geld und Drogen – allerdings ohne Siggi Baumeister.

Folge 168 – Die Krimikiste stellt vor: Zoran Drvenkar „Sorry“

Vier Freunde und das Böse: Jeden von ihnen lernen wir zunächst als Individuum mit eigener Geschichte kennen, bis dann die Vision real wird und sie eine Agentur für Entschuldigungen gründen. Ab da gibt es die Gruppe, die sich zu einem angreifbaren Team wandelt, welche eine Leiche entsorgen soll. Ein Psychopath hat die Geschäftsidee von „Sorry“ fürchterlich verdreht: Während einige Bosse Schecks und warme Worte verteilen lassen, verlangt er nach Vergebung, indem die Agentur sich in seinem Namen bei einem Mordopfer entschuldigen soll. Als Tamara, Kris und Wolf die Frauenleiche verschwinden lassen wollen, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Täter, der die vier Freunde immer im Blick behält.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über den Autor auf seiner Webseite. ++ Durchweg lobende Worte von Cörchen, Elmo 74, Marijke, Juna, Keksigirl, Litschi, tigercat666, Axwa, Ulrich Noller und Lars Schafft. ++ Kritischer sehen das Buch Henny Hidden, Dietmar Jacobsen und Dieter Paul Rudolph. ++

Folge 167 – Die Krimikiste stellt vor: Johan Theorin „Öland“

Vor langer Zeit verschwand ein kleiner Junge auf Öland. Sein Großvater versuchte, das Geschehen zu vergessen, bis ihm jemand – etwa ein Vierteljahrhundert später – eine brüchige Kinder-Sandale schickt. Der Unbekannte reißt damit alte Wunden auf, insbesondere bei der Mutter des verschollenen Jens, die eingeigelt und einsam in Göteborg lebt. Auf der Suche nach dem Absender kommen sich Vater und Tochter wieder näher und beide versuchen auf ihre Weise, mit der Vergangenheit abzuschließen. Ob der Mörder Nils Kant, geflohen aus dem Schweden der Nachkriegszeit, wirklich in seinem Grab liegt? Oder war er es, der den kleinen Jens in den Sund gelockt hat?

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über den Autor auf seiner Homepage. ++ Besprechungen gibt es von Ingeborg Sperl, im Büchereule-Forum, von Tobias Gohlis sowie in den Blogs der Büchertruhe und Bücherschätze. ++

Folge 166 – Die Krimikiste stellt vor: Ken Bruen und Jason Starr „Crack“

Max Fisher – früher Geschäftsmann, nun eines Morgens verdreckt, versoffen, bestohlen irgendwo in den Südstaaten aufgewacht – beginnt eine Karriere als Crackdealer. Während er sich auf dubiose Geschäfte einlässt und seine Geliebte Felicia ihn übers Ohr hauen will, lacht sich Angela Petrakos, seine ehemalige Verlobte, in Irland einen Psychopathen namens Slide an. Als die beiden in die Staaten zurückkehren, mordet letzterer munter weiter. Lauter Zufälle sorgen am Ende für einige Leichen und ständiges Blutvergießen.

++ Mehr über Buch und Autoren auf hardcasecrime.de. ++ Eine kurze Besprechung von Peter Hiess. ++ Der erste Teil heißt „Flop„. ++ Besprechungen und Kommentare bei eckfenster, mord-und-buch.de, jetzt, Perlentaucher, Buchgut und Frank Böhmert. ++

Folge 165 – Die Krimikiste stellt vor: Sandra Dünschede „Friesenrache“

FriesenracheIn Nordfriesland geht ein Mörder um: Die Reste von Kalli Carstensens Leiche finden sich übel zugerichtet zwischen den Zinken eines Maishäckslers. Einen Unfall kann Kommissar Thamsen schnell ausschließen, denn offenbar wurde der Landwirt vor seinem Tod mit einem Auto angefahren. Die drei Freunde Tom, Marlene und Haie unterstützen Thamsen bei seinen Ermittlungen und forschen auf Föhr nach, ob ein ehemaliger Anwohner der Täter sein könnte.

++ Mehr über das Buch beim Verlag, mehr über die Autorin auf ihrer Webseite. ++ Eine Rezension auf buechereule.de ++

Folge 164 – Die Krimikiste stellt vor: Stefan Haenni „Narrentod“

Der Fulehung, Wahrzeichen und Hauptakteur im närrischen Thuner Treiben, ist tot. Nicht viele Menschen kannten die Identität des verkleideten Darstellers, hat der Mörder also sein Ziel erreicht oder ist nun auch die Zweitbesetzung in Gefahr? Privatdetektiv Hanspeter Feller, ehemaliger Lehrer und zunächst noch recht gelassen, ermittelt im Berner Oberland.

++ Mehr über das Buch beim Verlag, mehr über den Autor auf seiner Webseite. ++ Die Wikipedia informiert ausführlich über diesen Brauch. ++