Folge 70 – Die Krimikiste stellt vor: Mitra Devi "Stumme Schuld"

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51xOT3SAbXL._SL500_AA240_.jpgDie stumme Sophia behauptet anhand von Notizen, mit denen sie sich verständlich macht, ihren Mann getötet zu haben. Als sie der Zürcher Privatdetektivin Nora Tabani den Leichnam zeigen will, ist dieser verschwunden und taucht wenig später in einer Kiesgrube wieder auf. Zu diesem Zeitpunkt ist Sophia aber bereits verschwunden. Ob sie vom eigentlichen Täter verschleppt wurde oder untergetaucht ist, bleibt zunächst unklar.

++ Mehr über das Buch beim Verlag. ++ Mehr über die Autorin auf ihrer Homepage. ++ Eine Rezension auf hammett-krimis.de ++

4 Gedanken zu „Folge 70 – Die Krimikiste stellt vor: Mitra Devi "Stumme Schuld"“

  1. Zu dieser Folge: die Ausgangssituation (also Deine „gedruckte“ Anmoderation) klingt sehr spannend (irgendwie mag ich solche „überhöhten“ und konstruierten Szenarien auch mehr als die eher „naturalistischen“). Schade, dass die Autorin da nicht mehr draus gemacht hat (ich traue einfach mal Deinem Urteil).

    Für solche Szenarien wünsche ich mir immer eine Lösung, die auf gelungene Weise paradox ist, dass also jemand Täter und gleichzeitig nicht Täter ist. Also gewissermaßen M.C. Escher zum Lesen. Liegt aber in der Natur der Sache, dass sowas nicht funktioniert. Leider.

    Was mir immer wieder auffällt (nicht in dieser Folge, aber oft zuvor): dass Du offensichtlich eine Abneigung gegen zu umfangreiche Bücher hast. Das ist lustig – mir geht es genau umgekehrt. Bücher mit unter 300 Seiten fasse ich eigentlich nur mit spitzen Fingern an, richtig interessiert werde ich bei über 500 Seiten und ganz, ganz sehr freue ich mich, wenn die Seitenzahl vierstellig ist. Setzt natürlich voraus, dass das Buch gut ist – dann aber „lebe“ ich in der Atmosphäre des Buches und will mich nicht schon nach ein paar Stunden oder Tagen davon verabschieden. Da ich Krimis oder Thriller nur mit wenig Fixierung auf die Lösung hin lese, sondern mehr der spannenden Atmosphäre wegen, wäre mein idealer Krimi also einer mit 10.000 Seiten, der selbst in der Lösung etwas (glaubwürdig) Rätselhaftes behält.

  2. Hallo Falk,

    danke für dein Vertrauen in mein Urteil!

    Mir geht es bzgl. der Dicke eines Buches genau umgekehrt, wie du schon treffend bemerkt hast. Daher ja auch mein Kommentar über Val McDermid, die ja auch gut und gerne 500-600 Seiten je Buch abliefert. Vielleicht wäre das was für dich? Mir fehlt für die dicken Wälzer die Geduld. Meine Gelassenheit ist eh schon von der Abschlussarbeit lädiert. Dank der kurzen Krimis habe ich so zwischendurch Erfolgserlebnisse, ich habe mehr Lust am Lesen und dadurch kann viel häufiger eine Folge der Krimikiste erscheinen.

    Eventuell erhört ja jemand deine Bitte und liefert in fünf Jahren den ultimativen Thriller ab. Tendenziell sind diese länger als Krimis, kann das sein?

    Aber sag – welche Bücher mit vierstelligen Seitenzahlen hast du denn schon gelesen und sie waren gut?

    Kriminelle Grüße,
    Kristine

  3. Zwei für mich beispielgebende Bücher, welche die 1000er Grenze überschreiten, sind (wenn auch vom Genre beide nicht hier her passend) Stephen Kings „Es“ und Thomas Manns „Zauberberg“ Ich denke, unter 1000 Seiten schafft man es nicht, einen literarischen „Kosmos“ zu schaffen. Ein gutes, spannendes Buch jederzeit, aber keinen Kosmos. Und ich denke, dass das Genre „Krimi“ sich mit einer hohen Seitenzahl nicht zwangsläufig beißt.

    Wahrscheinlich rührt meine Begeisterung für sehr umfangreiche Bücher auch einfach nur von meiner Vorliebe für epische Biografien her. Wenn dann jedes Frühstück eines jedes einzelnen Tages des Protagonisten im Detail beschrieben wird, dauert das – gewöhnlich mindestens 1000 Seiten lang. Und nein – es langweilt mich fast nie (abgesehen von einer Bach-Biografie, die sich letztens dann eher als Handbuch zum Orgelbau herausstellte)

  4. Da sieht man es mal wieder. Wie unterschiedlich doch die Geschmäcker sind. Ich verabschiede mich für heute vom Rechner. Gute Nacht!

    Die nächste Folge erscheint morgen oder übermorgen. Derzeit stecke ich meine Nase nur in Rathaus- und Bauliteratur, weswegen ich meine gewohnte Geschwindigkeit nicht beibehalten kann. 🙂

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